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Spielabbruch Duisburg gegen Osnabrück Polizei beendet Ermittlung – mit überraschendem Ergebnis

Osnabrücks Aaron Opoku (r) verlässt nach rassistischen Beleidigungen von den Zuschauerrängen mit Teamkollegen das Stadion.

Am 19. Dezember 2021 verließ der VfL Osnabrück das Feld wegen angeblicher rassistischer Beleidigung gegen Aaron Opoku (rechts).

Der Spielabbruch im Drittliga-Spiel zwischen MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück wegen rassistischer Beleidigung sorgte für Schlagzeilen. Jetzt kommt die Polizei bei ihren Ermittlungen zu einem überraschenden Ergebnis.

Was geschah wirklich in der Duisburger Arena? Am 19. Dezember 2021 war die Drittliga-Partie zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück abgebrochen worden. Die Ermittlungen der Polizei sind jetzt abgeschlossen.

Diese Ergebnisse bestätigen laut Polizei nicht, dass es dabei eine rassistische Äußerung des beschuldigten Zuschauers gegenüber dem dunkelhäutigen Osnabrück-Spieler Aaron Opoku (22) gegeben habe. Das teilte ein Sprecher der Polizei Duisburg am Mittwoch (19. Januar 2022) der NRZ/WAZ mit.

Rassismus-Vorwurf: Schiedsrichter unterbrach die Partie

Demnach hätten die Ermittler nach der Auswertung der Videoaufnahmen und Befragungen von Schiri, Zuschauern und Ordern keine Beweise für eine rassistische Äußerung gegenüber Opoku gefunden. „Nach unserer Einschätzung haben sich die Affenlaute nicht bestätigt“, so Polizeisprecher Jonas Tepe. Der Ruf des Zuschauers habe wohl Opukus Mitspieler Florian Kleinhansl (21) gegolten, der in diesem Moment direkt neben ihm stand.

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Das erste Spiel der Rückrunde war kurz vor Weihnachten aufgrund des damals vermuteten rassistischen Vorfalls in der 33. Minute durch Schiedsrichter Nicolas Winter (30) beim Stand von 0:0 unterbrochen worden. Der VfL Osnabrück sah sich danach nicht imstande, die Partie fortzusetzen. Es war das erste Mal, dass im deutschen Profi-Fußball eine Partie wegen einer vermeintlichen rassistischen Äußerung abgebrochen wurde.

Wie es dann aber zu dem Eindruck kommen konnte, der ein solch geschlossenes Vorgehen der Gäste-Mannschaft nach sich zog, das konnte bislang nicht erklärt werden. Der Spieler hatte behauptet, mit Affenlauten beleidigt worden zu sein, zudem sei der Spruch gefallen: „Du Affe kannst sowieso keine Ecken schießen.“

„Vorbehaltlich einer finalen und abschließenden Beurteilung durch die Staatsanwaltschaft sind wir sehr erleichtert darüber, dass sich zum jetzigen Zeitpunkt und nach den heute veröffentlichten Ermittlungsergebnissen der Polizei, die dem MSV leider noch nicht vorliegen, der Rassismus-Verdacht nicht erhärtet hat“, teilte der MSV mit: „Wir sind erleichtert, dass mit diesen vorläufigen Ergebnissen unsere Werte, unser Leitbild und unsere weltoffene Stadt nicht nachhaltig beschädigt wurden.“

DFB: Spielabbruch „emotional und moralisch nachvollziehbar“.

Der DFB entschied damals, die Partie neu anzusetzen. „Bei dem Vorfall handelt es sich um einen nicht normierten Sonderfall, der ungeachtet eines etwaigen Verschuldens der beteiligten Vereine nach Ansicht des Sportgerichts eine Spielwiederholung rechtfertigt“, sagte Stephan Oberholz, der stellvertretende Vorsitzende des DFB-Sportgerichts: „Emotional und moralisch halten wir die Entscheidung des VfL Osnabrück, das Spiel nicht fortzusetzen, für nachvollziehbar. Auch hat die Intention, ein Zeichen gegen Rassismus setzen zu wollen, unsere ausdrückliche Unterstützung.“

Am 2. Februar treffen die Teams um 19 Uhr in der Schauinsland-Reisen-Arena erneut aufeinander. Die Ermittlungsbehörden haben die Akte inzwischen der Staatsanwaltschaft übergeben. Dies teilte die Pressestelle der Polizei am Mittwoch mit. Die Staatsanwaltschaft werde über das weitere Vorgehen in dem Fall entscheiden. (ach)

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