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Rassismus-Skandal um Osnabrück-Profi Opoku DFB hat über Wertung der Partie in Duisburg entschieden

Aaron Opoku spricht mit Schiedsrichter Nicolas Winter und Leroy Kwadwo nachdem er von einem Zuschauer rassistisch beleidigt wurde.

Der Osnabrücker Aaron Opoku (M.) wurde am 19. Dezember 2021 beim Spiel beim MSV Duisburg rassistisch beleidigt. Die Partie wurde daraufhin abgebrochen.

Am vergangenen Sonntag wurde der Osnabrück-Profi Aaron Opoku im Spiel beim MSV Duisburg rassistisch beleidigt, die Partie daraufhin abgebrochen. Der DFB hat nun bestätigt, dass es ein Wiederholungsspiel geben wird.

Es war ein großer Skandal am vergangenen Wochenende! Am Sonntag (19. Dezember 2021) wurde das Drittliga-Spiel zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück abgebrochen, weil ein Zuschauer den Osnabrücker Aaron Opoku (22) rassistisch beleidigt hatte.

Das DFB-Sportgericht entschied nun am Donnerstag (23. Dezember), dass die Partie nachgeholt wird, weil ein „nicht normierter Sonderfall“ vorliegt – und entspricht demnach dem Wunsch der beiden Klubs. Ein genauer Nachholtermin steht allerdings noch nicht fest.

„Wir hoffen, dass so ein Spielabbruch einmalig bleibt“

Es war das erste Spiel im deutschen Profifußball, das aufgrund von Rassismus abgebrochen wurde. „Emotional und moralisch halten wir die Entscheidung des VfL Osnabrück, das Spiel nicht fortzusetzen, für nachvollziehbar. Auch hat die Intention, ein Zeichen gegen Rassismus setzen zu wollen, unsere ausdrückliche Unterstützung“, sagte Stephan Oberholz, stellvertretender Vorsitzender des DFB-Sportgerichts.

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Duisburg-Präsident Ingo Wald (53) sagte zu der Entscheidung: „Wir begrüßen dieses Urteil, das ist die Entscheidung, die der VfL und wir gemeinsam wollten. Wir hoffen aber auch, dass so ein Spielabbruch einmalig bleibt. Die Geschehnisse sind eine deutliche Aufforderung an jeden, Menschlichkeit und Toleranz zu leben.“

Osnabrück-Präsident: „Beide Vereine haben klares Zeichen gegen Rassismus gesetzt“

Und auch der VfL Osnabrück zeigt sich zufrieden mit der Entscheidung eines Wiederholungsspiels. „Weder der MSV Duisburg noch der VfL Osnabrück sollten aufgrund des Fehlverhaltens eines Zuschauers bestraft werden. Beide Vereine haben durch ihr Verhalten ein klares Zeichen gegen Rassismus und für Menschlichkeit gesetzt, der DFB hat sich im Sinne des Fußballs durch das Urteil daran angeschlossen. Dafür danken wir dem DFB und allen Beteiligten“, sagte VfL-Präsident Holger Elixmann (51).

Die Ermittlungen gegen den 55-jährigen Täter, der noch im Stadion identifiziert und von der Polizei vernommen wurde, laufen. Dabei gab der zwar Mann zu, den Satz „Du Affe kannst doch eh keine Ecken schießen“ gesagt, allerdings nicht Opoku, sondern dessen Mitspieler Florian Kleinhansl (21) gemeint zu haben. Da Opoku aber bereits Minuten zuvor eine Ecke geschossen hatte, ist wahrscheinlich, dass der Mann die Nummer 30 der Osnabrücker gemeint hat. (tsc)

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