„Dass er enttäuscht ist, ist normal“ Klare Verhältnisse im FC-Tor: Baumgart erklärt Nummer-eins-Wahl

Marvin Schwäbe bleibt Stammkeeper des 1. FC Köln, Timo Horn ist nur noch die Nummer zwei. Vor dem Auswärtsspiel beim VfL Bochum hat sich Steffen Baumgart festgelegt.

Klare Verhältnisse im Kölner Kasten: Marvin Schwäbe (26) ist endgültig Steffen Baumgarts (50) neue Nummer eins, Timo Horn (28) muss nach neuneinhalb Jahren als Stammkeeper auf die Bank!

Das FC-Urgestein hatte sein Comeback und persönliches Torwart-Endspiel im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV (Dienstag, 18. Januar 2022) krankheitsbedingt verpasst – und somit vorerst keine Chance mehr, Schwäbe wieder zu verdrängen.

Steffen Baumgart sagt vor dem Liga-Spiel gegen den VfL Bochum am Samstag (18.30 Uhr, Sky): „Die Entscheidung ist damit gefallen. Ich habe auch schon mit Timo gesprochen.“

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Timo Horn nach Verletzung nur noch Nummer zwei des 1. FC Köln

Horn, seit fast 20 Jahren im Klub und seit 2012 Stammkeeper bei den Profis, hatte sich im November beim 1:1 in Mainz eine Knieverletzung zugezogen. Dann musste er mit anschauen, wie Sommer-Neuzugang Schwäbe (kam ablösefrei von Bröndby IF) als sein Vertreter überzeugte und ihn dauerhaft auf die Bank schickte.

Baumgart wollte Horn im Pokal-Achtelfinale (4:5 n.E.) eigentlich die Möglichkeit geben, noch mal Nummer-eins-Argumente zu sammeln. Doch Corona machte dem 28-Jährigen einen Strich durch die Rechnung. Ganz bitter!

„Er war noch mal zwei Wochen raus, ist nicht im Training. Und Marvin bringt sehr gute Leistungen. Damit ist das entschieden. Wenn ich jetzt einen Eiertanz mache – da glaubt ja selbst keiner dran“, zieht der FC-Coach einen vorläufigen Schlussstrich unter die Torwart-Frage.

Horn bleiben also vorerst nur Testspiele, wie kommende Woche Donnerstag in der Liga-Pause, um sich zu zeigen. Baumgart sagt: „Timo kennt den Weg, weiß, dass es ein langer Weg ist. Aber er nimmt die Situation voll an, das ist wichtig. Timo ist der Sportsmann, der er immer war und sieht das als Herausforderung.“

Steffen Baumgart: Timo Horn geht gut mit der Situation um

Nach 327 Pflichtspielen für die FC-Profis nicht mehr die Nummer eins – Baumgart weiß natürlich um Horns spezielle Rolle. „Dass er enttäuscht ist, ist normal. Aber es ist ja nicht so, dass ich ihm etwas weggenommen habe. Er hatte diese Situation einfach noch nicht so, wird damit aber sehr gut umgehen, das tut er jetzt schon.“

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Sein Vertrag läuft bis 2023. Heißt: Im Sommer kann Horn neu angreifen. „Timo wird sich wieder heranarbeiten und dann schauen wir, ob wir etwas verändern. Momentan denke ich nicht über eine Veränderung nach“, so Baumgart.

Mit Schwäbe ist Kölns Gegentor-Schnitt gesunken (1,75 auf 1,57), der gebürtige Hesse hat zudem die bessere Paradenquote (66,7 Prozent zu 61,8 Prozent) und überzeugt auch mit dem Ball (Passquote 89,2 Prozent zu 77,6 Prozent). Für den FC-Trainer gibt es einfach keine Gründe, jetzt wieder zu tauschen!

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