Marvin Schwäbe stand in der Gegentor-Debatte beim 1. FC Köln zuletzt zumindest im Blickfeld. Jetzt hat der FC-Torhüter seine Sicht der Dinge geschildert.
„Wird der Situation nicht gerecht“Schwäbe in FC-Diskussion mit klarer Haltung

Auch nach fünf Jahren beim 1. FC Köln erlebt Marvin Schwäbe (31) noch Neuerungen: Dass kurz nach Saisonstart erst mal drei Wochen Pause auf dem Programm stehen, brachte am Geißbockheim veränderte Abläufe mit sich.
Die FC-Profis hatten einige Tage frei, später wurden die Zügel wieder angezogen, es folgte das Testspiel bei Viktoria Köln. Der Kölner Kapitän hatte genügend Zeit, um auf das vergangene Bundesliga-Spiel zu blicken, als rund um das 1:2 beim HSV auch eine Gegentor-Diskussion entbrannte.
Schwäbe fordert Geduld und Vertrauen bei FC-Trainer Wagner
Im zweiten Spiel in Folge hatten die Kölner von Trainer René Wagner (38) ein Gegentor nach einer Standardsituation schlucken müssen. An dieser Schwäche hatte der FC schon in der vergangenen Spielzeit zu knabbern, die Linderung war offenbar nur vorübergehend.
Über das Gegentor zum 0:1, bei dem Abwehrspieler Nicolás Capaldo (28) eine Ecke unbedrängt aus kurzer Distanz einköpfte, schrieb EXPRESS.de in der Einzelkritik zu Schwäbe: „Blieb beim 0:1 auf der Linie kleben, obwohl der Ball im Fünfer runterkam.“
Nicht nur unter FC-Fans wurde diskutiert, ob der in vielen Facetten des Spiels extrem zuverlässige Torhüter in der Strafraumbeherrschung etwas mehr Mut an den Tag legen könne. Beim Training von Standards am Dienstag sendete Schwäbe dann mit mehr Überzeugung und lauten Rufen beim Herauslaufen Signale, als es um das Verteidigen der ruhenden Bälle ging.
Im „Kicker“-Interview vom Donnerstag (8. Oktober 2026) ging der Routinier auch noch einmal ausführlich auf die Diskussion um sein Zögern beim Gegentor in Hamburg ein und stellte klar: „Das ist eine relativ einfache Analyse, die der Situation nicht gerecht wird. Man muss immer die gesamte Situation betrachten.“
Er erläuterte anschließend einen klaren Plan in der Zuordnung, plötzlich sei der Raum direkt vor dem Tor dann aber blank gewesen. „Als Torwart hast du in so einer Situation nicht viel Zeit, groß nachzudenken, du musst innerhalb weniger Sekunden entscheiden. Und wenn du dann geblockt wirst, ist es schwierig“, beschrieb er die Szene aus seiner Perspektive.
Für einen unaufgeregten Umgang sprach sich Schwäbe gleichzeitig auch bei der Bewertung seines Trainers aus. Vor dem Derby gegen Gladbach steht Wagner unter Beobachtung und Ergebnis-Druck. Sein Kapitän betonte aber auch: „Wir sollten René einfach etwas Zeit geben und nicht sofort nervös werden, weil wir vier Zähler nach vier Spielen auf dem Konto haben.“

