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Reform-ZoffFC-Ultras dabei: Fan-Drohung zeigt Wirkung

Eine geplante Reform der vierten Liga im deutschen Fußball sorgt für mächtig Ärger. Kurz vor der Abstimmung wurden plötzlich neue Fakten geschaffen. Zahlreiche Fans in Deutschland waren auf dem Baum!

Im deutschen Fußball wird seit Jahren darüber gestritten, ob Regionalliga-Meister auch direkt aufsteigen. Vor allem Klubs aus dem Osten Deutschlands pochen auf mehr Gerechtigkeit.

Doch kurz vor der entscheidenden Abstimmung der Reform am Montag (29. Juni 2026) gab es heftigen Zoff! Anders als es eine 13-köpfige Arbeitsgruppe Ende März 2026 beschlossen hatte, wurde plötzlich ein neues Modell entworfen. Demnach sollten nur noch 18 statt 20 Vereine den vier Ligen zugehören. Dies hätte in der ersten Saison auch den Abstieg von zusätzlichen acht Vereinen zur Folge.

Regionalligen nur noch mit 18 Mannschaften?

Ultras zahlreicher Vereine drohten kurz vor der Abstimmung dem DFB und den Regionalverbänden! Auch die Kölner Fans waren dabei. Südkurve e. V. hatte einen offenen Brief der Fanszenen Deutschland auf seiner Homepage veröffentlicht.

„Jahrelang wurde von Transparenz, Dialog und einer gemeinsamen Reform der Regionalligen gesprochen. Vereine investierten Zeit, Energie und Vertrauen in einen eigens initiierten Prozess, der endlich zu einer fairen und tragfähigen Lösung führen sollte. In dieser Form in seiner Ausgestaltung und Professionalität beispiellos im europäischen Fußball. Nun – kurz vor der finalen Abstimmung der Vereine – zeigt sich, was die Verlautbarungen der Regionalverbände tatsächlich wert sind. Sie gipfeln in einer Situation, die uns als Fans der betroffenen, aber auch der aktuell und perspektivisch nicht betroffenen Vereine noch wütender macht“, heißt es zu Beginn.

Dann werden die Fans deutlich: „Nicht nur kritischen Fans wird jetzt endgültig klar, dass die Verbände nicht im Sinne ihrer Mitgliedsvereine agieren, sondern ganz eigene Ziele verfolgen. Was Fifa und Co. auf der großen Bühne vormachen, spielen die Regionalverbände nach.“

Die Ultras zeigten sich entsetzt über das Vorgehen: „Ausgerechnet in dem Moment, in dem sich Vereine bundesweit zusammengeschlossen, vernetzt und erstmals mit einer gemeinsamen Stimme für eine Reform eingesetzt haben, werden kurz vor der Abstimmung die Spielregeln verändert. Das wirkt nicht wie der Versuch, einen besseren Kompromiss zu finden. Es entsteht vielmehr der Eindruck, dass genau diese Geschlossenheit unterlaufen werden soll.“

Und weiter hieß es in dem Brandschreiben, dass man sich das nicht gefallen lassen wird: „Wer monatelang Beteiligung einfordert, um anschließend im entscheidenden Moment hinter den Kulissen die Grundlagen zu verändern, verspielt jedes Vertrauen in einen fairen Prozess. Der Widerstand ist die logische Konsequenz. Nicht nur von den unmittelbar betroffenen Fans, sondern von allen, denen an einem glaubwürdigen und basisorientierten Fußball gelegen ist. Wer heute schweigt und diesen miesen Schachzug akzeptiert, der billigt gleichzeitig, dass Verbände ihre eigenen Machtinteressen über die Interessen der Vereine stellen.“

Der Druck der Fans zeigte Wirkung! Bei der Abstimmung am Montagabend mussten die Verbände zurückrudern! Die Klubs hatten mit großem Zusammenhalt (außer Südwesten) die kurzfristigen Veränderungen des Kompassmodells zurückgewiesen. Es wurde also für vier 20er-Staffeln und gegen Ligen mit jeweils nur 18 Teams gestimmt.

Doch Unverständnis, Wut und eine gewisse Unklarheit bleiben! Kritiker sprechen bei der Umsetzung der Reformen davon, dass es kein sauberer demokratischer Prozess ist. 95,6 Prozent der befragten Klubs stimmten für ein neues Regionalliga-System. Das Kompassmodell erhielt mit 50,9 Prozent eine absolute Mehrheit. Doch die Regionalverbände sollen im Vorfeld heimlich festgelegt haben, dass eine einstimmige Lösung aller fünf Träger Voraussetzung für die Umsetzung sei. Das würde den DFB-Strukturen widersprechen. Der politische Streit im DFB wird also weitergehen. 

Im Blickpunkt bei Elversberg: die Neuzugänge Noah Darvich (M) und Maurice Krattenmacher (2.v.r.).
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Nach Elversberg-Nachricht: FC-Fans dürfen aufatmen