Lukas Podolski und der 1. FC Köln haben eine besondere Verbindung. Mit dem Austausch hat es zwischen den beiden Parteien in den vergangenen Jahren aber nicht immer so gut funktioniert, wie der 40-Jährige verrät.
„Gab keine Annäherung“Poldi bedauert FC-Austausch – gemeinsame Projekte in Zukunft?

Lukas Podolski (40) hat am vergangenen Freitag (22. Mai 2026) sein Karrierende verkündet. Doch der Weltmeister von 2014 hat mit dem Fußballgeschäft lange noch nicht abgeschlossen.
Der 40-Jährige hat seinen Klub Gornik Zabrze, mit dem er zuletzt den Pokalsieg gefeiert hat, übernommen und hält jetzt 86 Prozent der Anteile am Verein. Podolski hat sich verpflichtet, den polnischen Klub in den kommenden Jahren zu finanzieren.
Podolski über den FC: „Wenn ich da mithelfen kann, mache ich das gerne“
„Vor fünf Jahren war da noch nichts. Wir haben dreieinhalb Monate kein Gehalt bekommen und bei uns in der Kabine gab es nur Kaltwasser, weil die Stadt nicht die Rechnung bezahlt hat. Der Rasenplatz war hart, weil die Heizung nicht ging“, erinnert sich Poldolski im Podcast „Copa TS“ und betont weiter: „Jetzt steht man hier, ist Pokalsieger und spielt Champions-League-Quali.“
Auch seinen Herzensklub, den 1. FC Köln, hätte er in den vergangenen Jahren am liebsten noch mehr unterstützt. Doch immer wieder haperte es an verschiedenen Stellen. „Der FC ist der Verein, wo ich auch Bock hätte, was zu entwickeln. Aber das Problem ist, dass es die letzten Jahre immer die Möglichkeit gab, da irgendwie mit dem Verein was mitzugestalten. Da gab es aber einfach keine Annäherung“, so der Stürmer.
Und weiter: „Irgendwie war die Tür immer nur so weit geöffnet, dass vielleicht nur eine Katze durchpasst. Daher ist es ein bisschen schade.“
Denn Podolski hat immer wieder unter Beweis gestellt, wozu er neben dem Fußballspielen imstande ist: „Ich bin stolz, was ich hier bei Zabrze erreicht habe, seit fünf Jahren. Seit ich hier angekommen bin, habe ich immer mehr auch hinter den Kulissen reingeschaut. Ich habe Sponsoren hierhergebracht, Logen verkauft und habe Spielertransfers gemacht, habe den Verein irgendwo wieder auf die Weltkarte gebracht. Wenn ich heute sehe, wie wir finanziell stehen und unser Fanshop läuft, wie wir sportlich aufgestellt sind ...“
Er habe Spaß daran, Menschen zu motivieren und Dinge umzusetzen – vor allem mit seiner gewissen Art und Weise sowie seinem Humor. „Dasselbe hätte ich gerne auch beim FC gemacht die letzten Jahre.“
Dennoch betonte er gleichzeitig auch: „Ich sage nicht, dass ich eine Abneigung gegen den FC habe. Ich bin immer offen und immer gerne da, bin gerne in der Kurve und freue mich, dass es gut aussieht. Jetzt kriegen sie Adidas, jetzt passiert was, sie sind finanziell besser aufgestellt. Ich hoffe, dass das Geißbockheim endlich ausgebaut wird und dass die komische Politik da in Köln endlich mal den Schalter umlegt und in Zukunft vielleicht das Stadion ausbaut, dass einfach in der Stadt und dem Verein etwas passiert. Und wenn ich da mithelfen kann, dann mache ich das gerne.“

