„Aus dem Verkehr ziehen“Mario Basler stinksauer auf FC-Profi Jan Thielmann

Schiedsrichter Tobias Stieler unterbindet ein Wortgefecht zwischen Granit Xhaka (Bayer Leverkusen) und Jan Thielmann (1. FC Köln).

Der große Aufreger am Sonntag (3. März 2024) zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen: Jan Thielmann (r.) musste nach seinem Foul gegen Granit Xhaka (2.v.l.) früh vom Platz.

Mario Basler auf 180! Der Ex-Nationalspieler polterte in seinem Podcast gegen FC-Profi Jan Thielmann, forderte nach dessen Platzverweis im Derby gegen Bayer Leverkusen eine lange Sperre.

von Béla Csányi (bc)

Diese Szene zog dem 1. FC Köln im Duell gegen Bayer Leverkusen (0:2) am Sonntag (3. März 2024) früh den Stecker: Als Jan Thielmann (21) Gegenspieler Granit Xhaka (31) mit dem Fuß auf die Achillesferse stieg, war die Geschichte des Spiels praktisch schon geschrieben.

Beim FC herrschte eine Mischung aus Frust und Unverständnis vor, Thielmann selbst reagierte fassungslos. Mario Basler (55) dagegen wollte bei Betrachtung der Szene in seinem Podcast „Basler Ballert“ am Montag keine zwei Meinungen zulassen und fällte ein klares Urteil.

Mario Basler fordert lange Sperre für Jan Thielmann

„Eine klarere rote Karte habe ich selten gesehen“, urteilte der Ex-Nationalspieler über das schlecht getimte Einsteigen im Mittelfeld, das erst nach VAR-Eingriff mit dem Platzverweis geahndet wurde: „Der hätte ja bei Xhaka alles kaputt machen können, was kaputtzumachen ist.“

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Dem Kölner Eigengewächs unterstellte Basler dabei sogar Vorsatz, polterte: „Das war pure Absicht und da gibt es auch keine zwei Meinungen. Wenn sich dann noch ein Spieler aufregt, den musst du gleich mit runterschicken. Eine klarere Rote Karte habe ich selten gesehen.“

Weit weniger scharf hatte am Vortag FC-Trainer Timo Schultz (46) auf die Szene geblickt. Er erklärte nach Abpfiff: „Die Regeln geben den Platzverweis her. Ob man das gut findet oder nicht – ich finde es nicht gut.“

Der gefoulte Xhaka hatte sich auf dem Rasen merklich über die Szene geärgert, sich nach dem verweigerten Handschlag sogar noch ein Wortgefecht mit Thielmann geliefert. Sein Gegenspieler sei „selbst schuld“ gewesen, befand der Schweizer später.

Mario Basler lobt FC für Auftritt in Unterzahl

Basler hatte eine ähnliche Sicht auf die Szene, forderte für Thielmann entsprechende Konsequenzen und ein deutliches Zeichen vom DFB-Sportgericht. Der Verband müsse den Kölner „mal drei, vier Wochen aus dem Verkehr ziehen“.

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Zum Vergleich: Augsburgs Mads Pedersen (27) war vergangene Woche für seine Brutalo-Grätsche mit offener Sohle bei vollem Tempo gegen den Mainzer Leandro Barreiro (24) mit einer Drei-Spiele-Sperre davongekommen.

Den FC-Auftritt unter erschwerten Bedingungen bewertete Basler immerhin durchaus positiv. Er urteilte: „Köln hat das gar nicht so schlecht gemacht, auch mit zehn Mann dann noch. Aber mit der Roten Karte haben sie sich natürlich selbst aus dem Spiel genommen.“