Vor dem WM-Spiel zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste ging es bei MagentaTV plötzlich um den 1. FC Köln.
FC-Diskussion bei WMDraisaitl lässt Wontorra hängen – Müller vergisst Gladbach

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Zweites Gruppenspiel für die DFB-Elf bei der WM – doch plötzlich ging es in Toronto um die Kölner Haie und den 1. FC Köln. Der Grund: Eishockey-Star Leon Draisaitl war als Interviewpartner zu Gast bei MagentaTV, plauderte mit Moderatorin Laura Wontorra und den Experten Mats Hummels und Thomas Müller über Fußball und Eishockey.
Wahl-Kölnerin Wontorra wollte von dem gebürtigen Kölner natürlich wissen: „Kölner Heimat, bei den Kölner Haien die Ausbildung genossen, dann diese große Weltkarriere, aber trotzdem Fußballfan geblieben. FC oder Bayern? Für welchen Verein schlägt dein Herz stärker?“
„Den FC mag fast jeder“: Wontorra muss Müller an Gladbach erinnern
In Anwesenheit von Bayern-Legende Müller zögerte Draisaitl zwar kurz, gab dann aber zu: „Ja, FC ... Schmerzt hier ein bisschen, oder?“
Mitnichten! Weder Müller noch Hummels hatten an Draisaitls FC-Liebe etwas auszusetzen. „Ich finde den FC geil“, sagte der frühere Münchner und Dortmunder Hummels. „Ich habe das Gefühl, den FC mag fast jeder“, so Müller. „Außer vielleicht Düsseldorfer.“
Hummels und Wontorra erinnerten Müller dann allerdings daran, dass die Kölner auch in Leverkusen und Mönchengladbach vielleicht nicht ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen. „Oh ja, Gladbach! Da haben wir doch noch ein bisschen“, erwiderte Müller lachend.
Draisaitl berichtete dann, dass er bereits als Kind auch die Bayern immer sehr verfolgt habe. Während der Rekordmeister im DFB-Kader und weiteren Teams zahlreich vertreten ist, sucht man FC-Profis bei der WM vergeblich. Senkrechtstarter Said El Mala schaffte es trotz einer starken Debüt-Saison in der Bundesliga nicht ins Aufgebot von Julian Nagelsmann, wurde auch nach der Verletzung von Lennart Karl nicht nachnominiert.
FC-Fan Draisaitl gab sich bei der Frage zum jungen Kölner diplomatisch. „Ich glaube, dass wir da einige Jungs dabei haben, die dieses Profil ein bisschen mitbringen. Das ist bestimmt keine einfache Entscheidung für den Bundestrainer“, sagte der NHL-Star. „Aber ich glaube, dass er ein überragendes Jahr hatte. Wenn er sich so weiterentwickelt, wird es nicht mehr allzu lange dauern, bis er dann auf dieser Bühne auch dabei ist.“
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Müller erinnerte daran, dass Nagelsmann El Malas Nicht-Nachnominierung unter anderem damit begründet hatte, dass dieser bereits im Urlaub war und sein letztes Spiel schon einige Wochen her war. Der stattdessen nachnominierte Assan Oédraogo hatte derweil mit RB Leipzig im Rahmen einer Südafrika-Reise nach der Saison noch Testspiele bestritten.
Auf Kritik an Nagelsmanns Entscheidung verzichteten sowohl die beiden Fußball-Experten als auch Draisaitl. Sehr zum Bedauern von Wontorra. „Ich wollte auch nur ein emotionales Statement von einem echten FC-Fan haben“, gab die Moderatorin zu. Dieser Wunsch wurde nicht erfüllt.
Dafür ging es wenig später gleich nochmal in Köln, als DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig zum Interview kam. Der Fußballfunktionär und frühere FC-Sportdirektor, der in Köln-Junkersdorf wohnt, schwärmte von Toronto.
„Ich bin geflasht von der Mentalität der Kanadier“, sagte Rettig. „Wir sind herzlich empfangen worden, das war alles zugewandt, freundlich, hilfsbereit. Das ist ja fast wie in Köln!“ Wontorra freute sich: „Zweimal Köln heute schon im DFB-Verlauf, eben mit Leon Draisaitl auch schon. Also jetzt haben wir viele FC-Fans glücklich gemacht.“ Rettig schob dann noch hinterher: „Ich vermisse nur den Dom.“
