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„Wieder ein schlechter Verlierer“Gladbach-Coach tobt nach Derby-Pleite

Alexander Blessin war nach der Derby-Niederlage in Köln sauer. Seiner Meinung nach hätte das Siegtor von Said El Mala nicht zählen dürfen.

Die FC-Derbysieger im Jubeltaumel – und lange Gesichter bei Borussia Mönchengladbach. Durch den 2:1-Erfolg hat sich der 1. FC Köln am Sonntagabend in der Tabelle vorerst deutlich von den Fohlen abgesetzt, liegt nun bereits sieben Zähler vor dem noch immer punktlosen Tabellenschlusslicht.

Während sich FC-Trainer René Wagner durch den wichtigen Dreier Luft verschaffte, erwischte sein Gegenüber Alexander Blessin als neuer Gladbach-Coach keinen Start nach Maß.

Blessin beschwert sich nach Derby: „Vielleicht gab es eine Regeländerung“

Entsprechend bedient war Blessin nach dem Spiel, in dem er sich zudem durch eine Schiedsrichter-Entscheidung benachteiligt sah. Dem Siegtreffer durch Said El Mala war abseits des Balles ein Zweikampf zwischen Tom Krauß und Daiki Hashioka vorangegangen. Aus Blessins Sicht hatte sich der Kölner dabei unerlaubt einen Vorteil verschafft.

„Ich war drei Monate raus, vielleicht gab es eine Regeländerung“, sagte er süffisant. „Es ist für mich kein Blocken. Er läuft aktiv in ihn rein und das ist für mich ein klares Foul“, schimpfte der Gladbach-Coach.

Die Szene um Krauß und Hashioka war nach dem Derby auch Thema im FC-Podcast „Wir waren klar besser“ von EXPRESS und Kölner Stadtanzeiger. „Ich habe die Zeitlupe gesehen und habe mir gedacht, das wird sich noch mal angeguckt. Da wird es sicher Leute geben, die zur Überzeugung kommen: Das war eher ein Foul“, sagte EXPRESS-Reporter Jürgen Kemper. Der VAR hatte sich die Entstehung des Treffers von El Mala angeschaut, war dann aber relativ schnell zur Überzeugung gekommen, dass Krauß' Einsatz nicht ausreichend war, um den Treffer zurückzunehmen.

„Da hat sich ja Blessin auch ultra aufgeregt auf der PK“, berichtete Kemper. Der Neu-Gladbacher erwies sich nicht unbedingt als guter Verlierer. Und das nicht zum ersten Mal. Auch in der vergangenen Saison hatte er, damals noch als Trainer von St. Pauli, nach beiden Spielen gegen den FC, die jeweils unentschieden ausgingen, etwas auszusetzen gehabt. Nach dem Spiel in Köln übte er Kritik an den Balljungen, nach dem Rückspiel in Hamburg beschwerte er sich massiv über einen Elfmeter für den FC, der aus seiner Sicht unberechtigt war.

Hier könnt ihr die Podcast-Folge zum Derby anhören:

„Ich habe ihn jetzt dreimal live erlebt und immer war es jemand anderes schuld“, fasste Kemper zusammen. KStA-Sportchef Christian Löer äußerte sich ähnlich. „Auf der Pressekonferenz hat er dann gesagt: ‚Wahrscheinlich bin ich wieder ein schlechter Verlierer.‘ Und ich habe mir gedacht: ‚Ja genau, bist du.‘“

Für Zweikämpfer Krauß, der erst zur zweiten Halbzeit für den schwer verletzten Ellyes Skhiri ins Spiel gekommen war, gab es von den Reportern derweil großes Lob. „Hinten Input, vorne Input, zwischendrin auch wie so ein Derwisch über den Platz gefegt. Er war einer der wenigen, der Derby-Intensität mitgebracht hat. Von daher kann ich sagen: Viel besser kannst du so einen Joker-Auftrag nicht erfüllen, meiner Meinung nach“, so Kemper über den defensiven Mittelfeldspieler.