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1. FC Köln in der Conference League Kult-Ungar Király schwärmt vom FC – enges Duell gegen Fehérvár?

Gábor Király gestikuliert bei einem EM-Einsatz für Ungarn gegen Belgien

Gábor Király, hier bei einem EM-Einsatz für Ungarn gegen Belgien am 26. Juni 2016, freut sich auf das Europa-Duell des 1. FC Köln gegen Fehérvár.

Ungewissheit beim 1. FC Köln vor dem Start in die Playoffs der Conference League: Was erwartet den Bundesliga-Vertreter gegen Fehérvár FC? Der langjährige Bundesliga-Ungar Gábor Király klärt auf.

Die erste Auswärtstour der mit Spannung erwarteten Europareise führt den 1. FC Köln nach Ungarn. Gegen den Vorjahres-Vierten Fehérvár FC kämpft der Bundesliga-Vertreter in den Playoffs um den Einzug in die Gruppenphase.

Bevor das Team von Steffen Baumgart (50) am 25. August in Székesfehérvár südwestlich von Budapest antritt, steigt am Donnerstag (18. August 2022, 20.30 Uhr/RTL) das Heimspiel im Rhein-Energie-Stadion. Dann schaut auch Gábor Király (46) ganz genau hin. 

Gábor Király lobt Fehérvár-Enticklung unter Michael Boris

Der einstige Kult-Keeper mit der markanten grauen Schlabberhose gehört zu den bekanntesten ungarischen Profis der Bundesliga-Geschichte und verfolgt auch nach seinem Karriereende den Fußball in Deutschland und Ungarn.

Im EXPRESS.de-Interview gibt Király seine Einschätzung des anstehenden Kölner Playoff-Duells gegen Fehérvár ab, spricht über die Erinnerungen an Auftritte in der Domstadt und das Niveau der heimischen Liga, die in Deutschland nur die wenigsten Fußball-Fans auf dem Radar haben.

Gábor Király, der 1. FC Köln trifft in den Playoffs der Conference League auf den Fehérvár FC. Bei vielen Menschen in Deutschland ist der ungarische Fußball sicherlich nicht so bekannt. Können Sie zu Anfang die Stärke der heimischen Liga einordnen?

Gábor Király: In den vergangenen Jahren haben sich immer wieder Vereine für die internationalen Wettbewerbe qualifiziert, dort will sich jeder zeigen. In der Liga ist das Niveau vor allem bei Top-Spielen hoch, dahinter gibt es aber ein gewisses Gefälle.

Wo könnten nationale Spitzenteams wie Serienmeister Ferencváros Budapest oder Fehérvár in Deutschland mitspielen?

Király: Das ist schwer zu vergleichen, der Fußball dort ist sicherlich ein ganz anderer. Wenn die ungarischen Top-Teams ihre Erfahrungen in der Bundesliga sammeln würden, könnte ich mir aber schon einen Platz im Mittelfeld vorstellen.

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Trainer in Fehérvár ist seit Anfang des Jahres der Deutsche Michael Boris. Findet die Mannschaft unter ihm wieder zurück zu alter Stärke?

Király: Ich glaube schon. Vorher war Imre Szabics Trainer, der auch in der Bundesliga für den 1. FC Köln gespielt hat. Ihm hat es bei seiner ersten Station als Cheftrainer womöglich noch an der Erfahrung im Profi-Bereich gefehlt. In letzter Zeit war wieder eine positive Entwicklung zu sehen. Das vergangene Jahr war nicht wirklich erfolgreich, jetzt haben sie wieder eine deutlich bessere Dynamik, sind offensiv stärker und haben auch wieder die nötige Kompaktheit.

Fehérvár war in der Vergangenheit schon ein Top-Klub in Ungarn, schaffte es im UEFA-Cup 1985 sogar ins Finale gegen Real Madrid. Warum ist der Verein nach einer längeren schwachen Phase seit rund zehn Jahren wieder nationale Spitze?

Király: Gerade bei Traditionsverein ist es wichtig, diese Vergangenheit auch zu nutzen, dass sich jeder mit dem Verein identifiziert. Der Klub hat die Chance ergriffen, als in Ungarn in den vergangenen Jahren viel in den Fußball investiert wurde und Stadien und Vereinsgelände ausgebaut wurden.

Gábor Király: Besondere Erinnerungen an den 1. FC Köln

Bei Fehérvár ist zumindest die internationale Erfahrung größer als beim 1. FC Köln, nachdem der Verein in neun der letzten zehn Jahre Quali-Runden im Europapokal bestritten hat. Ein entscheidender Vorteil?

Király: Die internationalen Erfahrungen der vergangenen Jahre sind sicherlich ein Vorteil, genauso wie Köln Vorteile durch die stärkere Liga hat. In einem Quali-Duell über zweimal 90 Minuten könnte jeder Fehler entscheidend sein, da kann Erfahrung durchaus helfen.

Münchens Torwart Gábor Király (hinten unten) hält den Elfmeter von Kölns Anthony Ujah.

13 Mal spielte Gábor Király mit Hertha BSC und 1860 München gegen den 1. FC Köln. Hier pariert er am 21. Oktober 2013 im Tor der Löwen einen Strafstoß von Anthony Ujah.

Bei Ihnen als langjähriger Keeper stehen Torhüter unter ganz besonderer Beobachtung. Wie schätzen Sie Fehérvár-Schlussmann Dániel Kovács ein, der sich erst vergangene Saison mit 28 Jahren als Erstliga-Stammkeeper etabliert hat?

Király: Erst der Ausfall des langjährigen Stammkeepers hat ihm den Platz zwischen den Pfosten gebracht, danach hat er konstante Leistungen gezeigt und sich als Nummer eins etabliert. Das letzte Jahr lief für die Mannschaft nicht komplett ohne Schwankungen, aber er hat es gut gemacht und ist ein zuverlässiger Rückhalt, der starke Paraden gezeigt hat.

Sie haben lange in Deutschland 1. und 2. Bundesliga gespielt, dabei auch oft gegen den 1. FC Köln. Wie haben Sie den Verein in Erinnerung?

Király: Köln war für mich immer mit positiven Erinnerungen verbunden. Ich habe sowohl mein erstes als auch mein letztes Bundesliga-Spiel mit Hertha BSC gegen den FC bestritten – und beide Duelle gewonnen. In der 2. Liga mit 1860 München in Köln zu spielen war außerdem eine Ehre – in dieser Liga gegen einen Traditionsverein mit so leidenschaftlichen Fans. Das Publikum dort ist immer emotional dabei, das lässt keinen Spieler kalt.

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