17 Millionen jährlichGibt es bald den Anti-Investor-Zuschlag beim FC?

FC-Überflieger Said El Mala und FC-Präsident Jörn Stobbe unterhalten sich vor einem Bundesliga-Spiel.

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FC-Überflieger Said El Mala und FC-Präsident Jörn Stobbe unterhalten sich vor einem Bundesliga-Spiel.

Der 1. FC Köln will ohne Investoren auskommen. Im FC-Podcast „Wir waren klar besser“ bringt EXPRESS.de-Reporter Uwe Bödeker trotzdem eine Idee für mehr Geld im Kölner Kader ins Spiel.

Der 1. FC Köln will ein mitgliedergeführter Verein ohne externe Investoren bleiben. Diese Haltung bekräftigte auch Präsident Jörn Stobbe vor seiner Wahl im vergangenen Jahr: „Der 1. FC Köln braucht keine Investoren, von mir wird er auch keine bekommen.“

Doch wenn Investoren wegbleiben sollen, stellt sich die Frage: Wie kann der FC trotzdem mehr Geld für seinen Bundesliga-Kader mobilisieren? Darüber sprachen EXPRESS.de-Reporter Uwe Bödeker und KStA-Sportchef Christian Löer im FC-Podcast „Wir waren klar besser“.

„Dann erwarte ich von einem Präsidium auch pfiffige Ideen“

Bödeker stellte das Modell eines mitgliedergeführten Vereins dabei nicht infrage. „Das finde ich auch richtig: Das ist ein mitgliedergeführter Verein ohne Investoren. Da gibt es erst mal nichts dran zu rütteln.“

Zugleich gebe es aber Fans, die sich fragten: „Kann man sich nicht ein bisschen öffnen? Kann man nicht irgendwie die Rahmenbedingungen so machen, dass man da im Konzert der Großen mit ein bisschen mehr Geld weiter mit bestehen kann?“

Von einem FC-Vorstand forderte Bödeker Ideen, die genau in diesen Gedankengang einsteigen: „Wenn der 1. FC Köln sich dazu verpflichtet, über Jahrzehnte hinweg ein mitgliedergeführter Verein zu sein ohne Investoren, finde ich das super. Aber dann erwarte ich von einem Präsidium oder von der Führung auch pfiffige Ideen.“

Eine davon skizzierte Bödeker selbst: „Warum gibt es keinen Investor-Soli-Zuschlag? Das heißt, man erhöht den jährlichen Mitgliederbeitrag um 100 Euro.“ Bei rund 170.000 Mitgliedern kämen 17 Millionen Euro pro Jahr zusammen – vorausgesetzt, jedes Mitglied zahlte die zusätzlichen 100 Euro.

„Jetzt nur mal so eine Idee“, schränkte Bödeker ein. Das Geld solle in den Kader fließen: „17 Millionen, die werden in den Kader gesteckt. Das ist doch schon mal eine Summe.“

Dass ein solcher Aufschlag eine zusätzliche Belastung für alle Mitglieder wäre, ist den FC-Reportern klar. Löer schlug ein solidarisches Modell vor: „Man müsste da natürlich ein System aufbauen und sagen: Wenn du die 100 Euro nicht hast, hat vielleicht ein anderes Mitglied 150. Und wir werfen zusammen, dass man vielleicht so einen Korridor machen könnte.“

Der KStA-Sportchef verwies zugleich darauf, dass sich nicht alle Fans eine höhere Zahlung leisten könnten. „Ich kenne eine Menge Leute, die Schwierigkeiten hätten, noch Geld zu mobilisieren. Ich kenne aber auch eine Menge Leute, die verrückt genug sind, auch womöglich einen Tausender in die Hand zu nehmen. Wenn man ihnen das Gefühl gibt, das kommt da an, wo es wirklich eine Wirkung entfaltet.“

Auch Bödeker warnte davor, die Fans noch stärker zu belasten: „Natürlich werden die Fans immer gemolken. Das muss jetzt auch nicht sein, dass die noch mehr zahlen müssen. Aber vielleicht findet man ja für so etwas auch Sponsoren, oder andere Ideen.“

Der „Investor-Soli“ blieb damit ein Gedankenspiel aus dem Podcast, über das sich FC-Fans Gedanken machen, aber keine Sorgen machen dürfen. (oke)