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FC-Stimmen zur Playoff-PleiteRot-Ärger und Kampfansagen: „Wollen denen den Arsch aufreißen“

Steffen Baumgart (M.) und seine Profis wurden nach dem Playoff-Hinspiel am 18. August 2022 von der Südkurve mit Auswärtssieg-Rufen verabschiedet.

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Steffen Baumgart (M.) und seine Profis wurden nach dem Playoff-Hinspiel am 18. August 2022 von der Südkurve mit „Auswärtssieg“-Rufen verabschiedet.

Mit einer Heim-Pleite gegen Fehérvár ist der 1. FC Köln denkbar schlecht ins Europa-Abenteuer gestartet. EXPRESS.de hat die Stimmen gesammelt – zwischen Rot-Ärger und Rückspiel-Zuversicht.

Achterbahnfahrt der Gefühle für den 1. FC Köln bei der Europa-Rückkehr: Erst Vorfreude und Choreo-Gänsehaut gegen Playoff-Gegner Fehérvár, dann der Platzverweis für Jeff Chabot (24) und die bittere 1:2-Heimniederlage.

Kein Wunder, dass es nach dem Quali-Hinspiel am Donnerstag (18. August 2022) in der Conference League eine Menge Redebedarf gab. EXPRESS.de hat die Stimmen von Trainer Steffen Baumgart (50) & Co. gesammelt.

1. FC Köln: Luca Kilian mit Kampfansage für das Rückspiel

Luca Kilian: „Natürlich versuchen wir, das zu drehen. Ich bin sehr stark überzeugt, dass das im Elf gegen Elf gelingen wird, wenn man sieht, was die Jungs im Elf gegen Elf angeboten haben. Sie (Fehérvár, Anm. d. Red.) haben nichts fürs Spiel gemacht, haben sich nur hinten reingestellt, keinerlei Sachen fürs eigene Spiel gemacht. Ich bin da sehr positiv, bin aber auch ein bisschen wütend jetzt nach dem Spiel, muss ich sagen, dass man mit so einer Leistung belohnt wird. So ist Fußball manchmal.“

Kilian über die Gegentore und das Rückspiel: „Ich war nicht auf dem Platz, ich kann nicht genau sagen, was da los war. Von außen hatte man das Gefühl, dass wir so ein bisschen in Schockstarre waren: ‚Oh, jetzt sind wir auf einmal nur noch zu zehnt‘. Dann haben sie uns genau da getroffen, haben zwei Dinger gemacht, was natürlich richtig weh tut. Dann, glaube ich, sah das in der zweiten Halbzeit mit einem Mann Unterzahl ganz ordentlich aus. Wir hatten auch zweimal das Glück, dass es andersrum gelaufen ist. Das ist natürlich erst mal ein Schlag, aber wir werden jetzt auf jeden Fall versuchen, im Rückspiel dahinzufahren und denen den Arsch aufzureißen.“

Jonas Hector: „Ich glaube, das 1:2 ist ein bisschen unnötig. Wir fallen eher, anstatt nach vorne zu verteidigen. Er trifft ihn natürlich überragend. Das 1:1 spielen sie auch gut, da hat man gesehen, dass ein Mann mehr auf dem Feld ist. Bei den Möglichkeiten, die wir hatten, hat uns ein bisschen das Glück gefehlt, sodass wir hier mit einer Niederlage vom Platz gehen.“

Hector über die Chancen im Rückspiel: „Da wurden schon ganz andere Ergebnisse gedreht. Wir waren die ersten 20 Minuten überlegen und daran müssen wir anknüpfen nächste Woche. Wir waren überlegen mit zehn Mann und da ist auf jeden Fall was drin.“

Steffen Baumgart: „Natürlich sind wir mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Nach der Roten Karte haben wir die Ordnung verloren, das wurde knallhart ausgenutzt. Dann läuft man auf einmal einem Rückstand hinterher. Die Mannschaft hat alles versucht, aber wir hatten nicht die Durchschlagskraft, die wir uns vorgestellt hatten. Der Gegner hat sehr gut verteidigt. Jetzt müssen wir das Rückspiel für uns nutzen. Dass das nicht leichter wird, ist klar. Wir werden in Ungarn alles daran setzen, zu gewinnen. Die Überzeugung dafür haben wir.“

Baumgart über den Platzverweis: „So eine Situation wie die Rote Karte passiert halt. Wir sind da noch nicht clever genug. Die Tore, die der Gegner macht, kriegt man aber nicht jede Woche. Ich weiß nicht, ob das Rot war. Aber als Spieler muss man da anders reagieren. Er hätte mitlaufen können oder unserem Torwart vertrauen. Ich glaube, Jeff ärgert sich gerade am meisten. Für mich als Trainer geht es darum, den Jungs mehr Ruhe zu vermitteln.“

Conference League: 1. FC Köln glaubt an die Wende

Florian Kainz: „Wir haben sehr gut begonnen und 1:0 geführt. Dann haben wir die Rote Karte bekommen und die schießen gefühlt nur zweimal aufs Tor. Wir waren dann auch in der zweiten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, aber haben es nicht mehr geschafft das Spiel zu drehen. Ich bin aber sehr optimistisch, dass, wenn wir unsere Leistung in Ungarn auf den Platz bringen, wir das noch drehen können.“

Marvin Schwäbe über die Gegentore: „Einmal Querbalken und einmal Pfosten, was soll man dazu sagen. Ich glaube, die erwischen sie zweimal sehr gut, und das werden sie nächste Woche nicht, von daher ist alles gut. Die haben, was das angeht, heute einen sehr guten Tag erwischt und das werden sie nächste Woche hoffentlich nicht. Wenn wir nächste Woche wieder mit elf Mann auf dem Platz stehen, werden wir das Spiel für uns entscheiden.“

Schwäbe über die Überlegenheit: „Der Gegner führt 2:1 und stellt sich dann hinten rein. Man hat ja auch gesehen, dass sie irgendwo auf Fehler und Konter gewartet haben. Nächste Woche ist es vielleicht wieder ein bisschen offener, da können wir unsere Stärken im letzten Drittel auch wieder zeigen.“

Thomas Kessler: Erst „Halbzeit“ im FC-Duell mit Fehérvár

Thomas Kessler über Hoffnungen für das Rückspiel: „Ich glaube, dass die Jungs heute trotzdem ein vernünftiges Spiel gemacht haben. Es war kein gutes Spiel, aber es ist dann auch nicht einfach, mit zehn Mann gegen eine tief stehende Mannschaft. Es ist Halbzeit. Wir haben noch ein Spiel in Ungarn und ich bin guter Dinge, dass wir das Spiel da noch drehen können.“

Kessler über die Rote Karte: „Entschieden hat die Rote Karte das Spiel nicht. Ich glaube schon, dass wir die Qualität haben, auch in Unterzahl noch ein Tor zu schießen, aber das ist uns leider nicht gelungen. Man muss sagen, dass es eine Eins-gegen-Eins-Situation ist, wo man immer mal im Zweikampf zu spät kommen kann. Ob das hart oder berechtigt war, kann ich jetzt aus meiner Sicht noch nicht bewerten, weil ich die Szene noch nicht im Fernsehen gesehen habe.“

Fehérvár-Trainer Michael Boris: „Köln hat stark begonnen. Wir hatten kaum Ballbesitz und Chancen. Es war schwierig, aus dem Pressing rauszukommen. Die Rote Karte ist aus einem langen Ball entstanden. Dann war Köln sich nicht mehr sicher, wo sie uns anlaufen sollen. In dieser Phase haben wir zwei Tore gemacht und richtig gut gespielt. Wir sind super glücklich, haben alles rausgehauen. Die Stimmung war überragend, vielen Dank dafür.“

Der FC-Talk des EXPRESS mit Weltmeister Pierre Littbarski.
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