Nur 15.000 Fans FC muss Tausende Tickets stornieren – Wehrle über neue Corona-Regeln

Alexander Wehrle kommt zu einer Pressekonferenz des 1. FC Köln.

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle am 5. November 2021 im Geißbockheim.

Die Zuschauer-Zahlen in der Fußball-Bundesliga werden deutlich runtergefahren. Alexander Wehrle erklärt, was das für den 1. FC Köln bedeutet.

15.000 Fans. Das ist bis auf Weiteres die Obergrenze für Bundesliga-Stadien. Heißt für den 1. FC Köln: Tausende bereits verkaufte Karten für die beiden vor Weihnachten noch ausstehenden Heimspiele gegen den FC Augsburg (10. Dezember 2021) und VfB Stuttgart (19. Dezember) müssen storniert werden.

Alexander Wehrle: „Stabilität des Gesundheitssystems steht über allem“

Geschäftsführer Alexander Wehrle (46) sagt: „Wir haben weit über 40.000 Tickets für das Spiel gegen Augsburg und auch schon 43.000 für das Spiel gegen Stuttgart verkauft. Die werden wir erst einmal zurück abwickeln und dann die Dauerkarteninhaber in den nächsten Tagen informieren, wie wir das ausgestalten für das kommende Wochenende mit 15.000 Tickets.“

Nachdem in den vergangenen Tagen verschiedene Szenarien, von Geisterspielen bis hin zu einem Drittel Stadion-Auslastung, kursierten, sorgte die Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag (2. Dezember) für Fan-Gewissheit.

Wehrle sagt: „Die Stabilität des Gesundheitssystems steht über allem. Deswegen begrüßen wir es auch, dass jetzt eine bundesweit einheitliche Regelung zu 2G im Stadion gilt. Wir praktizieren diese ja bereits seit August und vielleicht hätte man sie auch schon früher bundesweit einheitlich in anderen Bereichen einführen müssen. Fakt ist aber, dass wir mit den 15.000 Zuschauern vorübergehend arbeiten werden.“

Alexander Wehrle hätte sich Diskussion um 2G+ gewünscht

Über die konkrete Umsetzung der beschlossenen Corona-Maßnahmen, zu denen auch Maskenpflicht zählt, will sich der FC nun mit Stadt und Gesundheitsamt abstimmen.

Wehrle: „Wir werden mit dem Gesundheitsamt in den nächsten Tagen alles dafür tun, das Spiel gegen Augsburg vorzubereiten. Natürlich hätte man sich auch eine Diskussion gewünscht, ob es möglich ist, mit 2G+ und einer Maskenpflicht am Platz mehr als die 15.000 unter freiem Himmel zuzulassen. Alle Aerosol-Forscher und auch das Infektionsgeschehen der letzten Monate haben gezeigt, dass die Großveranstaltungen letztendlich nicht die Hotspots sind – aber gut ist, dass wir jetzt eine Entscheidung haben.“

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Die große Frage bleibt, mit wie vielen Zuschauern die Liga im neuen Jahr in die Rückrunde startet. Für die zweite Saisonhälfte hat der FC mit Volllast kalkuliert. „Wir haben jetzt erst mal eine vorübergehende Regelung. Wie lange die anhält, wissen wir Stand heute nicht“, erklärt Wehrle: „Natürlich wird das wieder Mindereinnahmen bedeuten. Wir reden hier über sechsstellige Beträge.“ Pro Partie versteht sich. Bei einem Geisterspiel wären es sogar 1,8 Millionen Euro gewesen.

Weniger Kohle und weniger Fan-Power. „Ich glaube, die Jungs fühlen sich zu Hause sehr wohl. Man hat auch beim ersten Heimspiel vor 16.500 Fans gegen Hertha BSC gesehen, dass wir ein gutes Spiel gemacht und gewonnen haben. Von daher bin ich sehr zuversichtlich, dass wir auch gegen Augsburg und Stuttgart noch erfolgreiche Spiele hinlegen“, sagt Wehrle.

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