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„Begleitschutz“-ZoffNach FC-Pleite herrscht Redebedarf

Die FC-Profis sind nach der Niederlage in Frankfurt enttäuscht.

Copyright: IMAGO/DeFodi Images

Gefrustete FC-Spieler nach der Niederlage in Frankfurt. Anschließend gab es Redebedarf.

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Nach der Niederlage in Frankfurt machte FC-Kapitän Marvin Schwäbe seinem Ärger Luft.

Marvin Schwäbe verzog keine Miene. Doch jeder wusste sofort, wer gemeint war. „Wenn man das Gegentor sieht, ich habe es gerade noch einmal im Video gesehen, war das mehr Begleitschutz, als dass wir in den Zweikampf reingekommen sind. Das hat mich an das eine oder andere Tor auch schon erinnert“, sagte der Kölner Torwart und Kapitän nach dem 0:1 (0:0) des 1. FC Köln bei Eintracht Frankfurt.

Der Keeper nannte zwar keine Namen. Aber die Bilder sprachen Bände: England-Juwel Mikey Moore ging auf links nur halbherzig ins Duell mit Knauff – und blieb dann einfach stehen.

Kessler über Schwäbe-Aussage: „Müssen wir nochmal besprechen“

Frankfurts Noel Aseko zauberte danach komplett ohne Druck. Ein genialer Pass bediente Younes Ebnoutalib. Der lauerte im Rücken von Sosa, lief in den Strafraum und hämmerte die Kugel aus kurzer Distanz ins kurze Eck – was wiederum Schwäbe nicht gut aussehen ließ, Abschlussqualität hin oder her.

Ein Traumtor, das bei den Kölnern vor allem für Bewunderung sorgte. Trainer René Wagner lobte die „brutale Qualität“ des Gegners, der in der Vorwoche noch 0:6 in Leipzig untergegangen war: „Die Vorlage ist unglaublich. Das machen nicht viele Spieler so.“

Für den FC war der Treffer ein herber Nackenschlag! Und ein Tor, das ohne Moores unterlassene Hilfeleistung so nicht gefallen wäre. Genau das meinte Schwäbe mit seiner Kritik am Kölner „Begleitschutz“. Dabei schien Moore nach starken Auftritten in Englands U20-Auswahl (zwei Tore, eine Vorlage) im Aufwind. Doch nach einer laschen Trainingswoche am Geißbockheim setzte ihn Wagner auf die Bank.

Der Trainer baute taktisch um. Moore verlor den Kampf um die Startelf-Plätze gegen Linton Maina und Isak Johannesson. Als er in der 68. Minute beim Stand von 0:0 reinkam, ging der Schuss nach hinten los: Statt Schlussoffensive folgte gähnende Leere – und das entscheidende Gegentor. Danach tauchte der Offensivmann komplett ab.

Die bittere Wahrheit: Nach 316 Bundesliga-Minuten in fünf Partien wartet Moore weiter auf sein erstes Tor, steht bei nur einer mageren Vorlage. Sportchef Thomas Kessler versuchte sofort, die Wogen zu glätten und das Mega-Talent aus der Schusslinie zu nehmen. Auf Schwäbes Vorwurf konterte der Sportchef: „Ich fand, dass die Abwehr heute sehr scharf war. Mit Ausnahme dieser einen Situation. Wenn Marvin das so wahrnimmt, müssen wir das nochmal besprechen.“

Dicke Luft in der Kabine! Nach Informationen unserer Redaktion kam es später tatsächlich zu einem Gespräch zwischen Trainer und Kapitän. Kessler schob Schwäbes Attacke auf den Frust nach dem Schlusspfiff: „Kurz nach dem Spiel sind natürlich auch Emotionen dabei. Er ärgert sich, er hätte sicherlich gern zu null gespielt. Begleitschutz habe ich da nicht gesehen.“ (red)