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Wechsel-Wahnsinn beim FC Mehr als 20 Anfragen für Andersson – jetzt ist sein Fußball-Jahr gelaufen

Am 31. August 2022 trainierte Sebastian Andersson (am Ball) noch ganz normal beim 1. FC Köln.

Am Mittwoch (31. August 2022) trainierte Sebastian Andersson (am Ball) noch ganz normal beim 1. FC Köln.

Sebastian Andersson hat den 1. FC Köln nicht verlassen – trotz zahlreicher Transfer-Möglichkeiten. Der Schwede unterzog sich stattdessen einer Knie-OP und fällt bis auf Weiteres aus.

OP statt Wechsel: Sebastian Andersson (31) legte sich am Freitag (2. September 2022) in Kopenhagen unters Messer, um einen Knie-Eingriff vornehmen zu lassen. Jetzt ist das Fußball-Jahr für den Schweden gelaufen! Doppelt bitter für den 1. FC Köln, der während der Transfer-Periode eine Anfrage nach der anderen für den teuren Sturm-Reservisten hatte.

„Es gab für keinen Spieler so viele Angebote wie für Sebastian Andersson“, verrät Sportboss Christian Keller (43) nach Schließung des Sommer-Wechselfensters. Nicht nur Bröndby IF und die Grasshoppers Zürich haben sich in den vergangenen Wochen nach dem Angreifer erkundigt – insgesamt klopften „mehr als 20“ Vereine an!

Christian Keller: Selbst am Deadline Day noch Andersson-Anfragen

Keller: „Selbst am Deadline Day sind noch mal Klubs aufgeschlagen, die sich davor gar nicht gemeldet hatten. Teilweise mit hohen Zahlen, wo wir uns garantiert einig geworden wären. Da war ich sehr überrascht.“

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Doch Andersson steht weiterhin auf der FC-Gehaltsliste. Denn: Statt zu wechseln, zog er es vor, sich am Knie operieren zu lassen. Mitten im Spielbetrieb – obwohl es sich um eine alte Problematik handelte.

Keller erklärt: „Konkret ging es darum, dass der Innenmeniskus geglättet wird, weil dieser einen leichten Riss hatte.“ Allerdings schon „seit zweieinhalb Jahren“, also vor seinem FC-Wechsel. Eine OP wäre auch in der vergangenen Sommerpause oder während der Winter-WM möglich gewesen.

EXPRESS.de weiß: Teilweise boten ihm die interessierten Vereine sogar an, dass sie ihn trotz bevorstehender Operation holen!

Christian Keller: Andersson-Gipfel vor dem Playoff-Rückspiel

„Seb war der Meinung, dass er den Eingriff jetzt machen lassen will“, so Keller, der betont: „Wir als Arbeitgeber können ihm natürlich nicht sagen, dass er nicht zum Arzt darf. Die OP war auf seinen Wunsch hin, in Kopenhagen bei einem Arzt seines Vertrauens. Für unsere Ärzte war das okay, es ist ein anerkannter Spezialist.“

Wobei die FC-Docs offenbar keine Notwendigkeit einer Operation sahen. Es sei zwar eine „medizinische Indikation“ da, so Keller, aber am Trainieren gehindert hatte Andersson, der in seiner ersten Köln-Saison lange wegen Knie-Problemen ausgefallen war, der Riss nicht.

Groll hegt der FC-Geschäftsführer trotz der verpassten Transfer-Chancen nicht: „Es war ein total offener Austausch mit Sebastian. Er hat hier einen Arbeitsvertrag. Nur weil wir ihm nahelegen, dass er nicht mehr so viel Einsatzzeit bekommt, heißt das nicht, dass er gehen muss. Das ist schon seine Entscheidung. Ich habe oft gesagt: Ich werde nie einen Spieler rausmobben, solange er sich korrekt verhält.“ Das sei bei Andersson gegeben.

Sebastian Andersson (r.) spricht am Dienstag (23. August 2022) am Geißbockheim mit seinem Berater.

Erwischt! Sebastian Andersson (r.) am Dienstag (23. August 2022) am Geißbockheim mit seinem Berater Casper Grønn Spiele. Anschließend fiel die Entscheidung für die OP.

Die Entscheidung für eine Operation und gegen einen Wechsel fiel bereits am Dienstag (23. August) vor dem Playoff-Rückspiel in Ungarn – also auch lange vor dem Deadline Day. Andersson und dessen Berater Casper Grønn Spiele waren am Geißbockheim einbestellt (EXPRESS.de berichtete exklusiv). Zuvor hatte der Schwede hin und her überlegt, nun forderte der FC Klarheit. „Ich wollte eine Entscheidung und nicht weiter rumeiern“, so Keller.

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Der Sportboss spricht zwar von einem „hoffentlich kleinen Eingriff“, doch mit einem Comeback in diesem Jahr rechnet er nicht mehr: „Das dürfte im Normalfall vor der WM nichts mehr werden.“ Am Sonntag wird Andersson in Köln zurückerwartet, soll dann die Reha „im Wechsel zwischen Kopenhagen und Köln machen“.

Fakt ist: Sein Engagement beim FC, der ihn 2020 für 6,5 Millionen Euro von Union Berlin geholt hatte, bleibt ein großes Missverständnis. In den vergangenen Wochen hatten die Verantwortlichen mehrfach Anderssons Fortschritte gelobt. Nach dem geplatzten Bröndby-Transfer Anfang August kämpfte er sich im Training heran, bekam laut Keller das Feedback: „So bist du wieder ein Thema für die Spiele.“

Jetzt ist es gut möglich, dass Andersson überhaupt nicht mehr für den FC spielt und im Sommer 2023 nach Ende seines top-dotierten Vertrags ablösefrei die Biege macht!

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