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Bitteres Novum1. FC Köln hat es nicht mehr in der eigenen Hand – die Rettungs-Rechnung

Timo Schultz spricht nach der Niederlage in München zur Mannschaft.

Timo Schultz versammelte die Mannschaft des 1. FC Köln nach der 0:2-Niederlage bei den Bayern im Kreis (13. April 2024).

Der 1. FC Köln muss sich nach der Pleite gegen Bayern München einer neuen Realität stellen. Die Elf von Timo Schultz hat die Rettung erstmals in dieser Saison nicht mehr in der eigenen Hand.

von Jürgen Kemper (kem)

Die 0:2-Niederlage beim FC Bayern München war ein schwerer Schlag in die Magengrube für den 1. FC Köln. Zum einen war angesichts der vielen Top-Chancen ein nicht einkalkuliertes Unentschieden möglich, zum anderen hat die direkte Konkurrenz aus Mainz und Bochum gepunktet.

Der FSV ist dank des deutlichen 4:1-Sieges gegen Europa-League-Kandidat Hoffenheim auf vier Punkte weggezogen und hat zudem das deutlich bessere Torverhältnis gegenüber dem FC (+11). Der VfL ergatterte in letzter Minute noch ein Unentschieden gegen Heidenheim, sodass der FC bei fünf Punkten Rückstand zwei Siege auf den Pottklub aufholen muss.

FC braucht Schützenhilfe für die Rettung

Damit kommt es am 29. Spieltag zu einem Novum für die Kölner. Erstmals in dieser Saison hat die Elf von Timo Schultz (46) den Klassenerhalt nicht mehr selbst in der Hand. Marvin Schwäbe (28), der eine höhere Pleite in München verhinderte, versucht zwar zu beschwichtigen: „Nach wie vor ist es gut, dass wir in Schlagweite sind.“

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Doch Köln kann den Super-GAU ab sofort nur noch mit fremder Hilfe abwenden. Selbst wenn der FC die restlichen fünf Spiele gewinnen würde, müsste man darauf hoffen, dass die direkte Konkurrenz im Tabellenkeller Punkte liegen lässt. „Die Lage ist scharf, da machen wir uns nichts vor“, sagt Thomas Kessler (38) über die veränderten Vorzeichen für den Saison-Endspurt: „Wir haben noch fünf Wochen Zeit, das Ding zu drehen.“

Das erste Endspiel steigt kommenden Samstag gegen Darmstadt 98 in Müngersdorf. Ein Sieg gegen den Tabellenletzten ist dabei Pflicht, sonst ist der Abstieg quasi besiegelt. „Gegen Darmstadt müssen wir zu Hause gewinnen, da gibt es keine zwei Meinungen“, stellt Kessler klar.

Ab jetzt gibt es keine Ausreden mehr, der FC braucht aus den letzten fünf Spielen mindestens zehn Punkte, besser zwölf. Bei einem bisherigen Punkteschnitt von 0,92 unter Schultz muss dafür fast ein Wunder her.

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Dennoch verspricht der Coach: „Die Tabellensituation wird sich schon nächste Woche wieder ändern!“  Keeper Schwäbe pflichtet ihm bei: „Wenn wir aus den nächsten beiden Spielen sechs Punkte holen, sieht die Tabelle wieder ganz anders aus.“

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Das wird aber alles andere als leicht. Nach dem Darmstadt-Spiel geht es zu aktuell furiosen Mainzern, die drei ihrer letzten vier Spiele gewinnen konnten und auf dem besten Weg sind, die direkte Rettung zu schaffen.

Bleibt nur noch das Prinzip Hoffnung. „Es heißt ja noch nicht, dass Mainz weg ist. Ihr Polster ist aktuell größer geworden, aber es bleibt uns ja nichts anderes übrig als nächste Woche Anlauf auf die drei Punkte zu nehmen. Dann sind wir hoffentlich wieder auf einen Punkt dran“, sagt Timo Hübers (27).

Glaube und Wille sind noch da, jetzt muss auf dem Platz abgeliefert werden. „Wir wissen, dass wir Siege holen müssen. Und wir wissen, dass wir Tore schießen müssen. Wir sind darauf vorbereitet“, gibt Schultz die Richtung vor.