Transfers, Kaderplanung, Vertragsgespräche Coronakrise lähmt auch die FC-Zukunft

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Schwierige Planungen: Die FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle (M.) und Horst Heldt (r.) mit Lizenzspiel-Leiter Frank Aehlig und Trainer Markus Gisdol.

Köln – Während im Frühjahr die Saison normalerweise in die entscheidende Phase geht, beginnen bei den Profi-Klubs auch die Zukunftsplanungen auf Hochtouren zu laufen. Doch wie der Spielbetrieb kommt auch alles andere zum Stillstand. Ob Transfers, Kader oder Vertragsgespräche mit Sportchef und Trainer – Corona lähmt die Kölner Zukunftspläne.

Das Virus hat auch die Fußballwelt fest im Griff – und damit auch die Geschicke des 1. FC Köln. Beinahe alles steht still. EXPRESS gibt einen Überblick.

Horst Heldt und die schwierige Kaderplanung

Sportchef Horst Heldt (50) und sein Kaderplaner Frank Aehlig (52) befinden sich in einer schwierigen Situation. Niemand weiß, wann die Saison beendet werden kann und welche Einnahmeausfälle weiterhin drohen. Und mit welchen Geldern der Klub sicher planen kann.

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Finanzchef Alexander Wehrle (45): „Natürlich muss die Planung weiterlaufen. Wir können ja nicht alles auf null stellen. Wir haben ja auch eine neue Spielzeit vor uns. Aber es finden derzeit keine Gespräche statt. Keiner weiß bis heute, welche Auswirkungen diese Krise auf den nationalen oder internationalen Transfermarkt hat. Da wird es sicherlich Veränderungen geben. Es wäre naiv, wenn man denken würde, es geht genauso weiter.“

Vorteil für den FC: Nur die Verträge von Thomas Kessler (34) und Youngster Robert Voloder (18) laufen aus, das gibt Sicherheit.

Transfermarkt liegt auf Eis

Meist ist es ein großer Transfer, der Geld in den Markt spült und die Dinge ins Rollen bringt. Da aber inzwischen sogar Bayern Münchens Boss Karl-Heinz Rummenigge (64) alle Sommer-Transfers auf Eis gelegt hat, bedeutet das für die Branche Stillstand.

Der FC war vor der Saison ins Risiko gegangen, hatte auf dem Transfermarkt kräftig investiert. „Das war auch richtig so“, sagt Wehrle. Sebastiaan Bornauw (21) konnte seinen Wert erheblich steigern und weckt Begehrlichkeiten. Jhon Cordoba (26), dessen Vertrag nur noch bis 2021 läuft, wäre ein Kandidat für einen Millionen-Transfer, der die wirtschaftliche Lage entspannt hätte. Aber die Krise kennt keine Grenzen. Wehrle: „Deutschland ist das eine. Aber keiner weiß, wie sich der Transfermarkt in Italien, Spanien und England im Zuge der Corona-Krise entwickelt.“

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Ausgeliehen von Schalke: Auch die Zukunft von Mark Uth ist ungeklärt.

Fraglich, ob und welche Angebote kommen. Interessant wird die Entwicklung derweil bei der Personalie Mark Uth (28). Den würde der FC gerne fest verpflichten, die festgeschriebene Kaufoption von zehn Millionen Euro kann und will der Klub aber nicht stemmen.

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Eine erneute Leihe ist ein mögliches Szenario, weil Schalke dringend das Gehaltsvolumen senken muss. Auf der anderen Seite will Hannover Jannes Horn (23) gerne fest verpflichten, ist aber ebenfalls nicht bereit, eine signifikante Ablöse zu zahlen.

Horst Heldt und Markus Gisdol: Zukunftsgespräche zurückgestellt

Eigentlich sollten nach einem Saisonende im Mai auch die Gespräche mit dem Erfolgsduo Horst Heldt und Markus Gisdol (50) über eine Vertragsverlängerung geführt werden. Bei beiden geht man fest davon aus, dass man auch längerfristig zusammenarbeitet.

Aber auch der Vorstand hat erstmal alle Überlegungen zurückgestellt, will den Ausgang der Krise abwarten. Immerhin: Die Existenz des Klubs sieht niemand gefährdet. Doch die Corona-Krise erfordert von allen Beteiligten viel Geduld – und einen kühlen Kopf.

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