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FC-Star vor Gericht Modeste klagt gegen Getränke-Hersteller – es geht um 350.000 Euro

Anthony Modeste als Kläger vor dem Landgericht Bonn.

Anthony Modeste war am Freitag (13. Mai 2022) als Kläger vor dem Landgericht Bonn. Neben ihm Anwalt Rainer Dietz.

Nach dem Kaffee-Ärger kommt der Energy-Ärger für Anthony Modeste. Der Stürmer des 1. FC Köln hat vor dem Landgericht Bonn gegen einen Getränke-Hersteller geklagt. Es geht um 350.000 Euro.

Erst gab es Ärger um den Kaffee-Jubel von Anthony Modeste (34). Nun hat der Stürmer des 1. FC Köln Ärger mit einem Energy-Drink-Hersteller. „Tony“ will von dem Unternehmen „Heavy 1 World“ mit Sitz in Sankt Augustin sein Geld zurück und ging dafür sogar vor Gericht.

Am Freitag (13. Mai 2022) kam es zum Prozess vor dem Landgericht Bonn. Bevor die Verhandlung los ging, musste FC-Publikumsliebling Modeste auf dem Gerichtsgang allerdings noch für Autogramme und Selfies herhalten.

Kurz nach 10 Uhr ging es in Saal 1.20 los. Neben Anthony Modeste hatte sein Anwalt Rainer Dietz kampfeslustig Platz genommen. Auf der Gegenseite der Geschäftsführer von Heavy 1 Word, Marcus Wördehoff, Anwalt Friedhelm Keck sowie Graf Robert von Heininger. Letzterer hatte mit Modeste den Vertrag gemacht.

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Anthony Modeste: „Ich bin Fußballer, kein Geschäftsmann“

Der Fußballprofi hatte am 9. Dezember 2017 einen Alleinvertriebsvertrag für Frankreich unterschrieben. „Man hat mir gesagt, ich müsse mich um gar nichts kümmern – nur 250.000 Euro für die Lizenz und 100.000 Euro für die Lieferung zahlen“, erklärte er Richter Stefan Bellin.

Es gäbe dort bereits einen Mitarbeiter, der schon seit einem Jahr für Heavy 1 in Frankreich arbeiten würde – der würde sich kümmern. Modeste: „Ich bin Fußballer, kein Geschäftsmann. “

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Den Vertrag selbst hatte sich Anthony Modeste allerdings nicht durchgelesen. Die Gegenseite behauptete aber, er sei in Anwesenheit von Modeste vor der Unterzeichnung vorgelesen worden, in Deutsch und Französisch. Der Vertrag, so der Richter an den Kicker gewandt, erhalte einige Regelungen. Bellin: „Es liest sich so, als seien Sie dafür verantwortlich, dass das Zeug verkauft wird.“

Anthony Modeste drängt auf Lösung im Energy-Prozess

Der Richter hakte nach: „Man soll das Zeug bezahlen, vertreiben und sein Konterfei zur Verfügung stellen – warum zahlt man dann 250.000 Euro für eine Lizenz?“ Anthony Modeste zeigte auf den gegenüber sitzenden Graf von Heininger: „Der ist stark.“ Anwalt Dietz klärte, dass die Bemerkung seines Mandanten ironisch gewesen sei. Der Graf sei einfach ein guter Verkäufer.

Modeste-Anwalt Rainer Dietz mit Blick zur Gegenseite: „Er wirft ihnen nicht vor, dass die Ware nicht da war. Er wirft ihnen vor, sie hätten ihn betrogen.“ Sein Mandant würde ihn regelmäßig fragen, warum er nicht Strafanzeige stelle.

Modeste drängte im Prozess auf eine Lösung. „Ich habe Training, ich habe morgen ein Spiel“, erklärte er. Richter Bellin gab als Unparteiischer alles, schlug gleich zweimal eine gütliche Einigung vor. „Machen Sie dem Kläger ein Angebot, das er nicht ablehnen kann“, sagte er in Richtung der Beklagten-Bank. Doch Geld zurückzahlen, kam für das Unternehmen nicht infrage.

Stattdessen bekräftige Anwalt Keck, dass man sich eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft vorstellen könne. Modeste sei ja ein bekannter Fußballprofi. Modeste-Anwalt Dietz: „Das ist an der Grenze der Unverschämtheit.“ Am Ende konnte keine Einigung erzielt werden. Richter Bellin will seine Entscheidung am 3. Juni verkünden.

Für Modeste ging es nach dem Prozess direkt Richtung Geißbockheim. Der Franzose macht sich mit seinen Teamkollegen um 15.15 Uhr vom Bahnhof Deutz Richtung Stuttgart auf. Der FC kämpft am letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga beim VfB (Samstag, 15.30 Uhr, Sky und im Liveticker auf EXPRESS.de) noch um die Europa League.

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