„Absolute Frechheit“ FC-Coach verteidigt Stürmer: Baumgart-Klartext zu Anderssons OP

Sebastian Andersson gibt den Fans des 1. FC Köln Autogramme.

Sebastian Andersson schrieb am 1. September 2022 noch Autogramme am Geißbockheim, ehe er tags darauf in Kopenhagen am Knie operiert wurde. 

Sebastian Andersson hat mit seiner Entscheidung, sich einer Knie-OP zu unterziehen, für Irritationen gesorgt. Steffen Baumgart verteidigt den Stürmer des 1. FC Köln.

Die Knie-Operation von Sebastian Andersson (31) erhitzt die Gemüter rund um den 1. FC Köln.

Der Schwede hat den Klub trotz zahlreicher Angebote nicht verlassen. Er legte sich am Freitag (2. September 2022) stattdessen unters Messer, ließ sich einen zweieinhalb Jahre alten Meniskusriss glätten.

Nun fällt Andersson bis zur Winter-WM in Katar aus. Dabei hatte ihn die Problematik „nicht am Trainieren gehindert“, so Sportboss Christian Keller (43).

1. FC Köln: Steffen Baumgart stellt sich vor Sebastian Andersson

Dennoch bestand der 31-Jährige auf den Eingriff und blockte alle Transfer-Anfragen – laut Keller haben mehr als 20 Vereine angeklopft – ab. Obwohl Interessenten sogar angeboten haben, ihn trotz bevorstehender Operation zu holen.

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Dieses Vorgehen sorgte für Unverständnis im FC-Umfeld, viele Fans sind wütend. Steffen Baumgart (50) dagegen stellt sich schützend vor den Glücklos-Stürmer.

Auf die Frage, ob der FC-Trainer irritiert sei über Anderssons OP-Entscheidung, sagte er vor dem 4:2-Auswärtssieg beim VfL Wolfsburg (3. September 2022) am Sky-Mikro: „Wir sind überhaupt nicht irritiert. Das, was in der Zeitung steht, ist eine absolute Frechheit. Er hat es nicht an uns vorbei gemacht oder, wie ich gelesen habe, uns ‚verarscht‘, sondern das sind ganz klare Absprachen.“

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Der sichtlich aufgebrachte Coach fuhr fort: „Seb hat immer gesagt, dass er Probleme hat. Für ihn geht es auch nach dem Fußball – sein Vertrag läuft aus – darum, gesund zu sein. Dafür wird er alles tun. Wir waren da immer mit ihm im Austausch. Da muss man Seb auch ganz klar verteidigen.“

Baumgart hegt, zumindest nach außen, keinen Groll. Er beschwört stattdessen lieber das „Kollektiv“, das den FC in dieser Saison erneut auszeichnet. Dazu zählt er auch Andersson, obwohl es gut möglich ist, dass der Blondschopf überhaupt nicht mehr für den FC spielt und im Sommer 2023 nach Ende seines top-dotierten Vertrags ablösefrei die Biege macht.

Am Sonntag wird er aber erst mal aus Kopenhagen, wo er sich bei einem Arzt seines Vertrauens operieren ließ, zurückerwartet. Der Stürmer soll dann die Reha abwechselnd bei den Ärzten in Dänemark und Köln absolvieren. (kem/mze)

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