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„Es schmerzt, tut weh“Draisaitls Traum vom Stanley Cup geplatzt

Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers stehen wieder mit leeren Händen da. Der Vorjahresfinalist ist in den Playoffs ausgeschieden.

Wieder nix! Leon Draisaitl scheitert mit Edmonton überraschend früh und jagt dem Stanley Cup weiter vergeblich hinterher.

Leon Draisaitl hatte sich seine graue Mütze tief ins Gesicht gezogen, die Farbe seiner Kopfbedeckung passte zur gedrückten Stimmung des deutschen Eishockey-Superstars.

Leon Draisaitl: „Am Ende des Tages waren sie einfach besser als wir“

„Es schmerzt immer, tut weh, aber Anaheim hat es einfach verdient“, sagte Draisaitl zum überraschenden Erstrunden-Aus seiner Edmonton Oilers bei den Ducks, nach dem 2:5 in Spiel sechs des Achtelfinal-Duells wird es wieder nichts mit dem herbeigesehnten Stanley Cup.

„Am Ende des Tages waren sie einfach besser als wir“, musste Draisaitl nach dem 2:4 in der Best-of-Seven-Serie anerkennen und bekannte: „Wir haben nie wirklich das gefunden, was es braucht, den ganzen Weg zu gehen. Es war nicht gut genug. So sehr es auch weh tut – sie waren eben besser.“

Joshua Samanski lieferte zum zwischenzeitlichen 1:2 für Edmonton durch Connor Murphy (16.) einen Assist, Draisaitl bereitete das 2:4 (42.) von Wassili Podkolsin vor – doch das war viel zu wenig. Mit drei Toren und sieben Vorlagen in sechs Playoff-Spielen blieb Draisaitl, der zum Ende der Hauptrunde von einer Verletzung ausgebremst worden war, unter seinen überragenden Möglichkeiten.

Das aber galt für ganz Edmonton, das bereits 2017 an den Ducks gescheitert war, damals in der zweiten Runde (3:4). „Wir haben die ganze Saison nach Konstanz gesucht und sie auch hier in den Playoffs nicht gefunden“, sagte Oilers-Kapitän Connor McDavid, der nach dem jähen Ende noch länger auf dem Eis stand und verloren dreinblickte. „Es ist hart. Wir waren die ganze Saison über ein durchschnittliches Team. Ein durchschnittliches Team mit hohen Erwartungen – da wird man enttäuscht sein.“ Auch Wechseldiskussionen rund um den Topstar kamen schnell wieder auf.

Der Edmonton Examiner nannte das Aus gegen ein schwächer eingestuftes Team, das erstmals seit neun Jahren einen Playoff-Erfolg feierte, „unfassbar“. Den Oilers seien dieselben Probleme zum Verhängnis geworden, die sich durch die gesamte Saison zogen. „Ihre Unbeständigkeit. Ihre Schwächen an Einsatz und Intensität. Ihre Mannschaftsverteidigung. Ihre Torwartleistung. Ihr Unterzahlspiel.“

In den vergangenen beiden Jahren hatten die Oilers noch jeweils das Finale um den begehrten Stanley Cup erreicht. Beide Male ging die Serie gegen die Florida Panthers verloren. Edmonton wartet seit dem bislang letzten Triumph 1990 auf seinen sechsten Titel.

Für Draisaitl ist das frühe Aus die nächste herbe Enttäuschung nach den Olympischen Spielen. Beim hochkarätig besetzten Turnier in Mailand war er mit der vermeintlich bestbesetzten deutschen Nationalmannschaft der Geschichte im Viertelfinale klar an der Slowakei (2:6) gescheitert. (sid)

Anaheim Ducks - Edmonton Oilers

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