Mit zahlreichen Stargästen und symbolträchtigen Momenten zelebrierte Latin-Popstar Bad Bunny die Vielfalt Amerikas in seiner Halbzeitshow beim Super Bowl. US-Präsident Donald Trump schäumte vor Wut.
Super BowlBad Bunny zelebriert Lateinamerika und Trump schäumt vor Wut
Aktualisiert
Eine Woche nachdem Bad Bunny als erster lateinamerikanischer Künstler den Grammy-Award für das beste Album des Jahres gewonnen hat, ist der Popstar aus Puerto Rico erneut in den Schlagzeilen. Der Grund: Als Headliner der Halbzeitshow beim Super Bowl am Sonntag zog er alle Register. Mit Gastauftritten von Lady Gaga und Ricky Martin und einem Cameo von Pedro Pascal gespickt, war es vor allem der Symbolismus der opulenten Show, der von sich reden machte - auch im Weißen Haus.
Denn für Donald Trump war die Show „absolut fürchterlich, eine der schlimmsten Halbzeit-Shows aller Zeiten“, wie er auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social verkündete. Die Show mache „keinen Sinn“, sei „ein Affront gegen die Großartigkeit Amerikas“ und repräsentiere außerdem nicht das Vorbild, das die USA in Sachen „Erfolg, Kreativität oder Exzellenz“ abgeben würden. Außerdem seien die Tanzeinlagen „ekelerregend, vor allem für die jungen Kinder, die in den USA und der gesamten Welt zuschauen“. Das Fazit des US-Präsidenten: „Diese 'Show' ist nur ein 'Schlag ins Gesicht' unseres Landes.“
Staraufgebot mit Lady Gaga, Ricky Martin und Pedro Pascal
Dabei war die Show, die Bad Bunny im Levi's Stadium in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien auf die Bühne brachte, in erster Linie ein Statement. Passend zu seinem geschichtsträchtigen Grammy-Sieg zelebrierte der Rapper und Sänger amerikanische Einheit und Vielfalt mit einem besonderen Fokus auf Lateinamerika. Teile des Bühnensets imitierten eine Nachbarschaft in seinem Heimatland Puerto Rico.

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Zu den Stargästen von Bad Bunnys Performance gehörte auch Pop-Superstar Lady Gaga. (Bild: 2026 Getty Images/Kevin C. Cox)
Dass mit Lady Gaga einer der größten Popstars der USA einen Teil ihres ursprünglich mit Bruno Mars aufgenommenen Hits „Die With A Smile“ in einer Salsa-Version neu interpretierte, darf ebenfalls als Symbol für Einigkeit und Vielfalt gelesen werden. Unter den Tänzerinnen und Tänzern der Show wurde auch Schauspielstar Pedro Pascal gesichtet.
„Unity“ war auch das Motto, unter das Bad Bunny seine Show angesichts der Spaltung der USA gestellt hatte. Politische Statements fanden sich im Symbolismus der Darbietung wieder: Etwa als Ricky Martin neben einem leeren Stuhl und vor Tänzerinnen und Tänzern, die einen Stromschlag nach einem Stromausfall nachspielten, und Bad Bunnys Song „Io que le pasó a Hawái“ sang - eine Aufarbeitung der Katastrophe, die Hurricane Matria 2017 in Puerto Rico ausgelöst hatte. Damals dauerte es fast elf Monate, bis die Stromversorgung für den Großteil der Bevölkerung wiederhergestellt war.
Symbolische Kritik an Trumps Migrationspolitik
Tänzerinnen und Tänzer trugen zudem die Flaggen aller Länder des Gesamtkontinents Amerika, um Einheit zu demonstrieren. „Zusammen sind wir Amerika“ war auf einem Football zu lesen, den Bad Bunny in den Händen trug. Die deutlichste Kritik von Präsident Trumps Migrationspolitik schlug die Brücke zurück zu Bad Bunnys Grammy-Triumph: Seine Dankesrede, in der er vor Rassismus warnte, wurde auf einem kleinen Fernseher gezeigt, vor dem ein Junge saß, der dem 5-jährigen Liam ähnlich sah, der im Januar von der Migrationspolizei ICE festgenommen worden war.
Am Ende seiner Performance fasst der Künstler seine Message noch einmal klar verständlich zusammen: „Das einzige, was mächtiger ist als Hass, ist Liebe“ stand in großen Buchstaben hinter ihm geschrieben. (tsch)

