Abgang zahlreicher KEC-Stars Krupp findet neuen KEC-Manager, Tiffels nach Krefeld

Baldys-KEC

Matthias Baldys wird neuer Manager der Kölner Haie.

Köln – Die Woche der Saisonabschluss-Gespräche bei den Kölner Haien ist beendet. Erwartungsgemäß haben die Kölner Haie nach der verpassten Playoff-Teilnahme am Freitag (23. April) bekannt gegeben, dass eine Reihe von Spielern mit auslaufenden Verträgen den KEC verlässt. Gleichzeitig konnte auch ein neuer Manager gefunden werden.

  • Kölner Haie beenden Saisonabschluss-Gespräche
  • Stars wie Frederik Tiffels oder Jason Akeson verlassen den KEC
  • Matthias Baldys kommt als Manager aus Bad Nauheim

Matthias Baldys wird künftig die Stelle als „Leiter Hockey Operations“ beim KEC übernehmen und Cheftrainer Uwe Krupp (55) in den Bereichen Scouting, Organisation des Profiteams und Videoanalysen unterstützen. Der 37-Jährige kommt vom KEC-Kooperationspartner EC Bad Nauheim, wo er zuletzt als Sportlicher Leiter tätig war.

Baldys hatte als Jugendlicher im Nachwuchs der Haie gespielt, später legte er an der Sporthochschule in Köln sein Diplom ab. Am 15. Mai übernimmt er seinen neuen Posten, den Krupp nach dem Abschied von Manager Mark Mahon vor eineinhalb Jahren mit übernommen hatte. „Solch eine Chance gibt es nicht allzu oft. Die Haie zählen seit Jahrzehnten zu den etabliertesten Klubs in der DEL. Köln hat den dritthöchsten Zuschauerschnitt in Europa“, sagt Baldys.

Jason Akeson und Frederik Tiffels suchen neue Herausforderungen

Die Brüder Frederik und Dominik Tiffels (27), der kanadische Topscorer Jason Akeson (30) und Torhüter Hannibal Weitzmann (25) verlassen die Haie.

Die Krefeld Pinguine gaben am Montag, 26. April, bekannt, dass sie Dominik Tiffels (27) verpflichten. Er erhält einen Einjahresvertrag. Tiffels' Kontrakt beinhaltet eine Option auf ein weiteres Jahr. Tiffels trug bereits in der Jugend das Trikot der Pinguine und absolvierte bei den Kölner Haien in dieser Saison 37 Spiele.

Außerdem verlassen Simon Gnyp (19), Mick Köhler (23) und Kevin Gagné (29) die Kölner, dessen Kontrakt aufgelöst wird.

Dass Akeson, mit zwölf Treffern und 33 Assists bester Scorer der DEL, angesichts der schwierigen Lage beim KEC eine neue Herausforderung sucht, verwundert nicht. Auch Frederik Tiffels, der in 37 DEL-Partien auf 12 Tore und 23 Vorlagen kam, hat einen hohen Marktwert und sucht deshalb einen neuen Verein. Bei ihm gibt es Gerüchte um einen Wechsel zu Red Bull München.

„Ich möchte mich bei den Haien für die letzten drei Jahre bedanken. Köln ist meine Heimat und so war es mir eine Ehre für die Haie zu spielen. Ich habe viele tolle Menschen kennengelernt, die zu Freunden geworden sind und es mir leicht gemacht haben jeden Tag zur Arena zu kommen. Den Fans und den Kölner Haien wünsche ich alles Gute für die Zukunft. Für mich persönlich ist es an der Zeit etwas Neues auszuprobieren“, sagte der 25-Jährige.

Kölner Haie: Neue Verträge für Marcel Barinka und Landon Ferraro

Verteidiger Pascal Zerressen (28), dem die Haie einen Vertrag zu reduzierten Bezügen in einer anderen Rolle angeboten haben, könnte bleiben. Dem Vernehmen nach würde sich der KEC hingegen gern noch vom kanadischen Torwart Justin Pogge (35) trennen. Die Verträge von Marcel Barinka (20) und Landon Ferraro (29) wurden hingegen jeweils bis 2022 verlängert.

Uwe Krupp: „Wir müsen alle Positionen hinterfragen“

Haie-Cheftrainer Uwe Krupp (55) sagt nach den Entscheidungen: „Wir haben Leistung, Rolle, Einfluss und Wert jeden Spielers für die Mannschaft analysiert und uns für Veränderungen entschieden. Nach zwei Jahren ohne Playoff-Teilnahme müssen wir umdenken und dabei alle Positionen hinterfragen. Timing und Umstände spielen immer eine große Rolle, aber wir werden gewissenhaft daran arbeiten, unseren Kader zu verbessern, um in der nächsten Saison ein Wort mitzureden, wenn es um die Playoff-Plätze geht.“

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Frederik Tiffels (l.) und Jason Akeson (hier im Spiel gegen die Düsseldorfer EG im März 2021) verlassen die Kölner Haie.

Die Haie haben unter der Corona-Pandemie sehr gelitten, ihnen entgingen 3,5 Millionen Euro an Publikumseinnahmen, mehr als jedem anderen DEL-Klub. Nebenher haben die Kölner siebenstellige Kosten an Mieten für die Lanxess-Arena und das Deutzer Trainingszentrum zu bestreiten.

Ohne zu wissen, ob im September, wenn die nächste DEL-Spielzeit starten soll, wieder Fans in die Hallen dürfen, muss Trainer Uwe Krupp sein neues Team zusammenstellen. Ohne festes Budget dürfte es schwierig sein, herausragende Profis nach Köln zu locken. (msw)

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