KEC mit Derby-WiedergutmachungDoppel-Schütz belebt Kölner Haie vor Traditions-Duell

Haie-Profi Justin Schütz jubelt über seinen Treffer gegen Ingolstadt.

Justin Schütz beim Spiel der Kölner Haie gegen ERC Ingolstadt am vergangenen Donnerstag (7. Dezember 2023)

Nach der herben Derby-Pleite gegen die Düsseldorfer EG war bei den Kölner Haien Wiedergutmachung angesagt. Beim Sieg gegen ERC Ingolstadt stand vor allem Doppel-Torschütze Justin Schütz im Fokus.

von Oliver Reuter (reu)

Die Kölner Haie wussten, was nach der Watschn-Woche mit den hohen Niederlagen gegen Wolfsburg (1:5) und in Düsseldorf (1:7) beim schweren Heimspiel gegen Vizemeister ERC Ingolstadt auf dem Spiel stand.

Das Team von Cheftrainer Uwe Krupp (58) hielt dem immensen Druck stand und zeigte beim 4:1-Sieg eine disziplinierte und auch effiziente Spielweise. Vor allem der junge Stürmer Justin Schütz (23) belebte mit seinen zwei Toren die nach der Derby-Schmach etwas kriselnde Beziehung zu den treuen Fans, die zunächst aus Protest nach den sieben DEG-Toren für symbolische sieben Minuten geschwiegen hatten.

Kölner Haie gewinnen mit 4:1 gegen ERC Ingolstadt

„Nach der Derbyniederlage war ein bisschen Druck da, wir wollten etwas gutmachen“, sagte Doppel-Torschütze Justin Schütz (23). Das ist besonders ihm gut gelungen. Er analysierte: „Das erste Drittel war gut von uns. Im zweiten Drittel haben wir zu viele Strafen genommen, da müssen wir disziplinierter werden. Wir müssen mit dem Schläger vorsichtig sein und aufpassen, da sind viele Stockstrafen dabei. Es ging darum, wieder mehr zu unserer Struktur zu finden. Das ist uns gelungen, weswegen wir verdient gewonnen haben.“

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Auch Krupp war erleichtert über den Befreiungsschlag. „Die Personalsituation soll keine Ausrede für die jüngsten Niederlagen sein, aber es war natürlich gut, dass uns mit David McIntyre, Frederik Storm und Tim Wohlgemuth drei gute Jungs wieder zur Verfügung standen“, sagte er rückblickend.

Gegen Ingolstadt legte er zunächst Wert auf eine stabile Defensive. „Es war ein enges Spiel. Wir wussten, dass Ingolstadt qualitativ gut ist. Sie spielen einen unangenehmen Stil mit vielen langen Pässen hinter die Verteidiger. Im ersten Drittel waren wir darauf gut eingestellt. Das Tor im 5-gegen-3 war wichtig, auch für die Mentalität. Das hat uns Sicherheit gegeben“, lobte er den Dosenöffner von Gregor MacLeod (25). Der Kanadier schoss das 1:0 und bereitete zwei weitere Treffer (Aubry und Schütz) vor.

Doch nach dem Anschlusstreffer drohte das Spiel zu kippen. Krupp: „Im zweiten Drittel war Ingolstadt stark, wir hatten Fehler im Scheibenmanagement und in der neutralen Zone, daher waren wir viel in unserer eigenen Zone. Wir haben es überlebt, ohne großen Schaden zu erleiden.“ Auch dank Goalie Tobias Ancicka (22), der 24 von 25 Schüssen abwehrte.

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Krupp: „Wir wussten, dass im dritten Drittel das nächste Tor wegweisend wird.“ Das erzielte Louis-Marc Aubry (32) nach toller Vorarbeit von Alexandre Grenier (32) und Maxi Kammerer (27).

Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Verteidiger Nick Bailen (33), der nach einem Kniecheck verletzt vom Eis musste. Es ist noch unklar, ob der US-Star am Sonntag (10. Dezember 2023, 19 Uhr) in Mannheim wieder spielen kann.