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„Monster-Schrecksekunde“Haie besiegen München-Fluch nach Blut-Crash

Maximilian Daubner wurde beim Spiel der Kölner Haie beim EHC Red Bull München vom Puck im Gesicht getroffen.

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Maximilian Daubner wurde beim Spiel der Kölner Haie beim EHC Red Bull München vom Puck im Gesicht getroffen.

Aktualisiert

Die Kölner Haie haben Platz eins nach der Hauptrunde sicher! Am Sonntag gab es einen knappen 1:0-Sieg beim EHC Red Bull München.

Der München-Fluch ist besiegt! Die Kölner Haie haben am Sonntag knapp mit 1:0 beim EHC Red Bull München gewonnen.

Damit hat der KEC nach der Olympia-Pause mit drei Siegen aus drei Spielen einen perfekten Re-Start hingelegt. Durch die parallele Niederlage der Adler Mannheim gegen die Straubing Tigers ist den Haien Platz eins in der Hauptrunden-Tabelle damit nicht mehr zu nehmen.

Kölner Haie gewinnen in München: Tabellenführung nicht mehr zu nehmen

KEC-Profi Parker Tuomie sagte nach der Partie am MagentaSport-Mikrofon zufrieden: „Wir hatten unsere Hände voll zu tun heute, aber Janne (Juvonen, Anm. d. Red.) hat uns super im Spiel gehalten. Wir als Mannschaft haben sehr gut verteidigt und konnten hier mit einem 1:0 noch rausrutschen. Es geht auch um den Kampfgeist der Mannschaft. Jeder wirft sich in Schüsse rein. Vorneweg ist Moritz Müller, natürlich dann nochmal mit dem riesen Block da, gerade beim Fünf gegen drei. Und wie gesagt, auch Janne, der hält uns immer den Kasten sauber, wenn wir ihn brauchen. Ja, ich bin einfach happy, dass wir es jetzt geschafft haben.“

Dreimal trafen die Haie in der laufenden Saison zuvor auf die Münchner, dreimal ging der KEC als Verlierer vom Platz. Bis zum Sonntagnachmittag waren die Gastgeber das einzige Team, gegen das die Kölner in der Spielzeit noch nicht gewonnen hatten. Jetzt ist der München-Fluch mit dem 1:0-Sieg aber gebrochen!

Spielerisch war in den ersten Minuten noch nicht ganz so viel los. Nach rund sechs Minuten gab es dann aber einen großen Blut-Schreck. Haie-Profi Robin van Calster wollte den Puck hoch aus dem eigenen Drittel spielen, traf dabei aber Maximilian Daubner voll im Gesicht.

Der Münchner ging sofort zu Boden, auf dem Eis bildete sich schnell eine Blutlache. Daubner stand dann selbstständig auf und verschwand hektisch in der Kabine.

„Das ist eine Monster-Schrecksekunde. Das war ganz, ganz, ganz gefährlich“, sagte MagentaSport-Experte Patrick Ehelechner. Er war vor der ersten Zeitlupe noch davon ausgegangen, dass Daubner von van Calsters Schlittschuhkufe getroffen worden sei. Es war aber „nur“ der Puck, Daubner ist noch während des ersten Drittels ins Krankenhaus gefahren.

Nachdem die Eismeister die Spielfläche vom Blut befreit hatten, gab es die ersten Strafen der Partie. Aber sowohl die Haie als auch der EHC blieben erst einmal weiter ohne Treffer.

Die erste richtig dicke Chance für die Haie gab es in der 14. Minute, nachdem Jan Luca Sennhenn die Scheibe scharf vor das Tor brachte und Ryan MacInnis an Goalie Mathias Niederberger scheiterte. München traf derweil dreimal das Aluminium, der KEC konnte sich also glücklich schätzen, mit dem 0:0 in die erste Drittelpause zu gehen.

Auch im Mittelabschnitt waren die Hausherren zunächst die gefährlichere Mannschaft in der Offensive, die dicken Chancen blieben aber aus. Bis zur 35. Minute: Nach einem Bullygewinn zog Valtteri Kemiläinen einfach mal ab, Gregor MacLeod fälschte die Scheibe unhaltbar für Niederberger zum 1:0 für die Haie ab.

Einen Schuss von Valtteri Kemiläinen (r.) fälschte Louis-Marc Aubry zum 1:0 für die Kölner Haie ab.

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Einen Schuss von Valtteri Kemiläinen (r.) fälschte Gregor MacLeod zum 1:0 für die Kölner Haie ab.

Kurz vor der zweiten Drittelpause waren die Kölner dann schon wieder im Glück. Tobias Rieder scheiterte allerdings alleine vor Janne Juvonen, der KEC-Goalie fälschte die Scheibe an die Latte ab (40.).

Im letzten Spielabschnitt hätten die Haie früh die Führung ausbauen können, nach einem Puckgewinn scheiterte Brady Austin aber alleine vor Niederberger (42.). Auch Nate Schnarr vergab eine riesige Chance auf das 2:0, als er nach einem starken Pass von Louis-Marc Aubry ebenfalls nicht an Münchens Goalie vorbeikam.

In der Schlussphase drückten die Roten Bullen nochmal stark auf den Ausgleich, der KEC war sehr viel in der Defensive beschäftigt und verteidigte die knappe Führung leidenschaftlich. Kurz vor Schluss wurde es dann nochmal richtig kribbelig für die Haie. Weil Niederberger für einen sechsten Feldspieler vom Eis ging und auch Aubry wegen Spielverzögerung auf die Strafbank musste, hatte München erst ein Sechs-gegen-drei und die letzten 67 Sekunden ein Sechs-gegen-vier auf dem Eis.

Weiter geht es für die Kölner Haie bereits am Mittwoch um 19.30 Uhr in der Lanxess-Arena gegen die Augsburger Panther. Am Freitag (6. März, 19.30 Uhr) geht es zu den Adler Mannheim.

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