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Zehn-Tore-SpektakelHaie gehen in Frankfurt baden: KEC-Absturz geht weiter – „Laufen ins offene Messer“

Hier jubelt Camreon Brace (Mitte) über seinen Treffer, Mirko Pantkowski (l.) und Nick Bailen sind bedient.

Die Kölner Haie unterlagen am Freitagabend (13. Oktober 2023) mit 4:6 bei den Löwen Frankfurt. Hier jubelt Camreon Brace (Mitte) über seinen Treffer, Mirko Pantkowski (l.) und Nick Bailen sind bedient.

Der Sturzflug der Kölner Haie geht weiter! Nach dem starken Saisonstart inklusive Platz eins findet sich der KEC nur noch auf Rang neun wieder. Am Freitag gab es eine 4:6-Pleite bei den Löwen Frankfurt.

von Tobias Schrader (tsc)

Auf den Höhenflug folgte die erste Krise! Die Kölner Haie sind von Platz eins auf Rang neun abgerutscht, sammelten in den vergangenen fünf Partien nur zwei Pünktchen.

Am Freitagabend (13. Oktober 2023) gab es bei den Löwen Frankfurt die nächste Niederlage, diesmal setzte es ein 4:6 für das Team von Uwe Krupp. Damit wartet der KEC seit fünf Spielen auf einen Dreier, seit drei Spielen generell auf einen Punkt. In den vergangenen drei Spielen gab es zudem ganze 16 Gegentore.

Maxi Kammerer: „Wir wollen das Spiel in fünf Minuten entscheiden“

Haie-Profi Maxi Kammerer war nach der 4:6-Pleite am MagentaSport-Mikrofon sichtlich bedient: „Es ist extrem enttäuschend. Wir haben über lange Strecken gut gespielt. Dann haben wir irgendwie den Faden verloren, waren viel zu undiszipliniert. Dann waren wir viel zu offen, laufen oft in Konter und das wird eiskalt bestraft. Das ist extrem bitter.“

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Kammerer ärgerte sich weiter: „Wir müssen von den Strafen (alleine sechs Strafen gegen Frankfurt, Anm. d. Red.) wegbleiben, sonst wird es schwer, so ein Spiel zu gewinnen. Selbst bei 0:2-Rückstand hatten wir eine gute Struktur, dann wollen wir zu viel und das Spiel in fünf Minuten entscheiden. Dann laufen wir ins offene Messer und das wird bestraft.“


So lief die Partie für die Kölner Haie bei den Löwen Frankfurt:

1. Drittel: Die erste Strafe des Spiels gab es bereits nach vier Sekunden – allerdings auf beiden Seiten! KEC-Profi Nick Bailen musste zwei Minuten Platz nehmen, auf Löwen-Seite saß Joseph Cramarossa auf der Strafbank. Beide wegen Stockschlags. Es ging weiter mit Fünf-gegen-fünf.

Gegen Mitte des ersten Drittels begann für die Kölner aber eine echte Horror-Phase: Nach der dritten Strafe (Proft wegen Haltens) brauchten die Löwen in Überzahl in Person von Carter Rowney nur neun Sekunden für das 1:0 (12.). Nur rund 40 Sekunden später verlor das Krupp-Team zweimal im eigenen Drittel den Puck, den Wenzel frei vor Pantkowski zum 2:0 einschob (12.).

Auf die Horror- folgte eine Traum-Phase: Die erste KEC-Überzahl blieb dann zwar ohne Erfolg, aber nur wenige Momente, nachdem die Frankfurter Strafe abgelaufen war, traf Tim Wolgemuth mit einem starken Schuss unter den Querbalken zum 1:2-Anschluss (16.). Justin Schütz holte dann mit einer starken Einzelaktion ein Penalty raus, das Maxi Kammerer ganz cool zum 2:2 verwandelte (18.). Die zwei Gegentore schienen die Haie aufgeweckt zu haben.

2. Drittel: Auch im zweiten Spielabschnitt begannen die Haie gut, die Überzahl nach rund drei Minuten brachte aber keinen Treffer. Aber direkt im Anschluss bekam Ben Blood eine Zwei-plus-zwei-Minuten-Strafe und die nutzten die Haie eiskalt! Direkt nach dem Bully knallte Wolgemuth den Puck zum 3:2 aus KEC-Sicht ins Netz (25.).

Mitte des zweiten Drittels kamen die Hausherren dann aber wieder besser in die Partie, einmal rettete Pantkowski, das andere Mal die Latte die Haie vor dem Ausgleich. Kurz darauf ließe sich die Kölner aber auskontern. Zuerst verpasste Bailen vor dem Frankfurt-Kasten den Puck und fehlte im Anschluss in der Rückwärtsbewegung. Cameron Brace verwandelte durch die Beine von Pantkowski zum 3:3 (35.).

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3. Drittel: Der letzte Spielabschnitt startete dann unglücklich für die Haie. Stanislav Dietz musste wegen Beinstellens zwei Minuten auf die Strafbank, Lajunen zog in der Frankfurt-Überzahl einfach mal ab und von Austins Schläger kullert der Puck zum 4:3 für die Gastgeber ins Tor.

Eine Antwort hatten die Haie darauf nicht, dafür legte Frankfurt das fünfte Tor nach. Nach einem Bully im eigenen Drittel startete Cameron Brace durch und zimmerte die Scheibe an Pantkowski vorbei in den Winkel (54.). Kurz darauf war es wieder Brace, der den Puck über die Fläche nach vorne trieb, Matushkin sprang die Scheibe an den Schuh und von da aus zum 6:3 im Tor (56.).

Der KEC zeigte aber Moral! Knapp zwei Minuten vor Schluss nahm sich Jason Bast von der blauen Linie ein Herz, traf zum 4:6 auf Haie-Sicht (59.). Krupp setzte im Anschluss auf sechs Feldspieler, die letzte Minute spielten die Frankfurter zudem in Unterzahl – ohne Erfolg, es blieb beim 4:6.


Am Sonntag (15. Oktober, 16.30 Uhr) folgt das dritte von vier Auswärtsspielen in Serie, dann ist der KEC bei den Straubing Tigers zu Gast.

Danach folgt die Partie bei den Grizzlys Wolfsburg (20. Oktober, 19.30 Uhr). Das nächste Heimspiel steht am 25. Oktober in der Lanxess-Arena gegen die Schwenninger Wild Wings an (19.30 Uhr).