Am Mittwochabend stand das erste Duell zwischen den Kölner Haien und den Eisbären Berlin im Playoff-Halbfinale auf dem Programm. Hier könnt ihr das Spiel im EXPRESS.de-Liveticker noch einmal Nachlesen.
Neun-Tore-Spektakel in BerlinKölner Haie verlieren Halbfinal-Auftakt gegen die Eisbären

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Halbfinal-Auftakt in Berlin! Die Kölner Haie trafen am Mittwochabend (8. April 2026) in den Playoffs auf die Eisbären. Es ist die Wiederauflage der Final-Serie aus der vergangenen Saison, in der die Domstädter sich am Ende mit 1:4 geschlagen geben mussten. Die letzten drei Aufeinandertreffen verloren die Haie allesamt mit 0:7.
Im ersten Duell der diesjährigen Serie musste sich der KEC am Ende mit 3:6 gegen den Hauptstadt-Klub geschlagen geben. Hier gibt es das erste Spiel der Serie noch einmal zum Nachlesen.
DEL-Playoffs: Kölner Haie verlieren Spiel 1 gegen die Eisbären Berlin
Eisbären Berlin - Kölner Haie 6:3 (2:1|5:2|6:3)
Tore: 1:0 Adam Smith (5.), 2:0 Moritz Kretzschmar (7.), 2:1 Valtteri Kemiläinen (9.), 3:1 Marcel Noebels (24.), 4:1 Jonas Müller (25.), 4:2 Patrick Russell (34.), 5:2 Moritz Kretzschmar (36.), 6:2 Les Lancaster (58.), 6:3 Gregor MacLeod (59.)
1. Drittel: Nach gerade mal vier Minuten kassieren beide Teams schon eine Zwei-Minuten-Strafe. Robin van Calster und Leonhard Pföderl müssen auf die Strafbank. Und kurz darauf gehen die Hausherren in Führung. Adam Smith zieht von der rechten Seite aus spitzem Winkel ab und trifft zur Führung (5.).
Nachdem Juhani Tyrväinen eine Mega-Chance vergibt, erhöhen die Eisbären nur zwei Minuten später auf 2:0. Smith bringt einen tollen Pass in den Slot zu Moritz Kretzschmar, der die Scheibe in den Winkel zimmert (7.). Der KEC wird hier zu Beginn eiskalt erwischt – hat im Powerplay dann aber die richtige Antwort parat.
Aubry spielt an der blauen Linie den Puck zu Kemiläinen, der aus der Distanz den Anschlusstreffer erzielt (9.). Die Zuschauer bekommen hier in den ersten zehn Minuten direkt ordentlich was geboten. Und es ging munter weiter.
Ein Schuss von Noebels von der rechten Seite auf das Tor von Juvonen wird von Vittasmäki mit einem langen Schläger noch rechtzeitig geblockt. Riesentat vom Haie-Profi! Kurz darauf versucht es Ronning in Überzahl mit einem Abschluss, doch Juvonen ist zur Stelle (16.). Mit dem 2:1 geht es in die erste Drittelpause.
2. Drittel: Die Haie machen in der ersten Minute des zweiten Abschnitts ordentlich Druck, kommen aber nicht wirklich gefährlich vors Tor. Auf der anderen Seite bringen die Berliner den Puck gefährlich vor den Kasten von Juvonen, wo Kretzschmar beim Abschluss noch entscheidend gestört werden kann.
Nur wenige Augenblicke später erhöhen die Eisbären auf 3:1. Eder spielt einen genialen Pass zu Noebels. Seinen ersten Abschluss kann Juvonen noch parieren, doch der Berliner zirkelt den Nachschuss sehenswert über den Haie-Goalie ins Netz (24.). Eine Minute später trifft Jonas Müller von der linken Seite in den Winkel und stellt auf 4:1. Die Berliner sind auch in der Anfangsphase des zweiten Drittels direkt zur Stelle (25.).
Für die Haie will es dagegen bislang noch nicht so ganz klappen. In der 27. Minute ist Aubry frei durch, kommt an Stettmer vorbei, aber trifft nur den Pfosten. Dann kassieren die Berliner eine Strafe und die Kölner feuern im Powerplay aus allen Positionen auf den gegnerischen Kasten – ein Schuss von Kaski landet an der Latte.
Im Anschluss sind die Haie nach einer Strafe gegen Kammerer in Unterzahl und können tatsächlich im Konter das 4:2 erzielen. Austin fängt die Scheibe ab und schickt Tyrväinen auf die Reise. Dieser bedient Russell am langen Pfosten, der ins Netz einschieben kann (34.). Aber auch darauf können die Hausherren direkt reagieren.
Nach einem starken Forecheck bekommt Eder die Scheibe und bringt das Spielgerät zu Kretzschmar. Der schließt ab und trifft ins untere rechte Eck (36.). Kurz vor Ende des zweiten Drittels kommt es vor dem Tor von Stettmer dann zu einem Gestochere, was in einer kleinen Rauferei endet. Mit einem Drei-Tore-Vorsprung für die Berliner geht es dann in die Pause.
3. Drittel: Die Haie wechseln zu Beginn des letzten Abschnitts ihren Goalie, bringen Felix Brückmann für Juvonen in die Partie. Nach drei Minuten kommt Kero zu einer vielversprechenden Möglichkeit aus kurzer Distanz, verzieht aber knapp.
Wegen Spielverzögerung muss Eder auf der Strafbank Platz nehmen und die Haie sind wieder in Überzahl. Dabei kassieren die Gäste im Konter durch Tiffels aber fast den nächsten Gegentreffer. Brückmann ist jedoch zur Stelle! (46.)
Nach einem kurzen Powerbreak läuft das Spiel wieder (51.). Im Anschluss versucht es Wiederer im Zwei-auf-eins, doch scheitert auch mit seinem Nachschuss an Brückmann. Der letzte Durchgang geht deutlich gemächlicher zu, bislang sieht noch nichts nach einer Haie-Aufholjagd aus. Es sind noch sechs Minuten zu spielen.
Die Haie holen Brückmann aus dem Tor und agieren nun mit sechs Feldspielern. Prompt kommen die Kölner auch wieder gefährlich vor den gegnerischen Kasten, Stettmer kann den Puck jedoch sichern. Dann versucht es Russell per One-Timer, aber wieder ist der Berliner Schlussmann zur Stelle.
Die Eisbären können kurz darauf im eigenen Drittel den Puck gewinnen und Lancaster trifft zum 6:2 (58.). Die Berliner machen hier den Deckel drauf. Gregor MacLeod verkürzt zwar nochmal – bringt die Scheibe von hinter dem Kasten vors Tor, wo der Puck von einem Berliner Verteidiger ins eigene Tor abgefälscht wird – aber dann ist auch Schluss.
Maximilian Kammerer erklärte nach der Partie am MagentaSport-Mikrofon: „Ich glaube, dass wir über lange Strecken hier ein gutes Spiel machen. Die ersten paar Minuten war Berlin ein bisschen besser drin und dann finde ich, dass wir eigentlich wirklich gut spielen. Wir haben leider die Tore nicht gemacht und Berlin war wirklich eiskalt. Die haben dann innerhalb von ein paar Minuten die Tore gemacht. Ich glaube, dass wir heute kein schlechtes Spiel gemacht haben, aber wir wissen auch, dass wir viel besser spielen können. Normalerweise sind wir bekannt dafür, dass wir hinten gut stehen und wenig zulassen. Das war dann heute zu viel. Das müssen wir jetzt abhaken. Das war ein Spiel und am Freitag geht es weiter.“
Spiel 2 wird am kommenden Freitag (10. April/19.30 Uhr) in der Lanxess-Arena stattfinden. Das dritte Duell findet am darauffolgenden Sonntag (12. April/14 Uhr) statt und Spiel 4 am 15. April (19.30 Uhr) wieder in der Domstadt.
