Heldentat im Bahamas-Urlaub DEL-Star Foucault rettet Mädchen vor dem Ertrinken

Berlins Kris Foucault (l) und Mark Zengerle laufen über das Eis.

Lebensretter Kris Foucault (links; hier am 18. Dezember 2020) spielte von 2020 bis 2021 bei den Eisbären Berlin.

Unfassbare Heldentat von Iserlohn-Profi Kris Foucault (31). Der Kanadier hat in seinem Sommerurlaub auf den Bahamas ein kleines Mädchen vor dem Ertrinken gerettet.

Eigentlich wollte sich Eishockey-Star Kris Foucault (31) gemeinsam mit seiner Familie auf den Bahamas eine Auszeit vom hektischen Sportler-Leben gönnen und seine Seele baumeln lassen. Im Gegensatz zu seinen Liebsten wollte sich der Kanadier aber aufgrund seiner Schulter-Operation vom türkisen Wasser fernhalten.

Das hielt Foucault jedoch glücklicherweise nicht ein! Als er am Dienstag (10. Mai 2022) mitbekam, dass ein sechsjähriges Mädchen in den Wellen um ihr Leben kämpfte, überlegte der Profi der Iserlohn Roosters nicht lange und stürzte sich ins Wasser.

Eishockey-Profi Foucault fürchtete um das Leben des Mädchens

Die Horror-Szenen ereignete sich gegen 12 Uhr in der Karibik-Stadt Nassau: Das kleine Mädchen schwamm im Meer, wurde plötzlich von der Strömung erfasst und trieb aufs offene Meer hinaus. Da auch für erwachsene Retter der starke Wellengang kombiniert mit der Strömung alles andere als ungefährlich ist, herrschte Ratlosigkeit am Strand.

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Unter seinem Urlaubspost auf Instagram erhält Foucault viel Lob für seine Heldentat!

Zu dieser Zeit befand sich Foucault mit seiner Frau und seinen beiden Kindern gerade am Essenstisch rund 15 Meter entfernt vom Strand. Als der Kanadier Schreie vernahm, bemerkte er ein Objekt im Wasser. Zuerst war er sich aber unsicher, ob es sich um einen Hai oder einen Körper handelte. Aufklärung brachten wenige Sekunden später Foucaults Schwiegermutter und Schwägerin, die gerade von ihrem Strandspaziergang zurückgekehrt waren und die Situation mitbekommen hatten.

Sofort sprintete der Eishockey-Profi ins Meer – schwamm in Richtung des Mädchens. „Als ich durch die Welle kam, sah ich ihren leblosen Körper etwa 50 Fuß vor mir auf der Wasseroberfläche treiben“, erklärte der DEL-Star in einem Interview mit der NHL im Nachhinein. „Ich dachte tatsächlich, ich würde gerade eine Leiche bergen.“

Trotz waghalsiger Rettungstat: Mädchen überlebte nur haarscharf

Die Lippen des Mädchens seien bereits blau gewesen, sowohl aus ihrer Nase als auch aus ihrem Mund liefen Flüssigkeiten – sie war bewusstlos, jedoch flatterten ihre Finger und Zehen. Auf dem Weg aus dem Wasser erreichte ein weiterer Helfer den Eishockey-Star, fragte ihn: „Ist sie noch am Leben?“

„Ich glaube schon“, erwiderte Foucault, der das Mädchen nach einem großen Kraftakt am Strand ablegte, wo ein hinzugeeilter Rettungsschwimmer sofort begann, das Mädchen wiederzubeleben. Der Eishockey-Star gab jedoch zu: „Ich habe nicht mitbekommen, was passiert ist, als wir am Ufer angekommen waren, weil ich mich einfach hingelegt habe. Ich war außer Atem und musste mich ein wenig ausruhen.“

„Als Eishockeyspieler müssen wir in Topform bleiben“, erklärte Foucault außerdem. „Für mich, der ich schon etwas älter bin - ich bin 31 - hielt in Form zu bleiben und schwimmen zu können, meine Karriere aufrecht. Ich lobe meine Trainer dafür, dass sie mich nicht nur für den Eishockeysport, sondern auch für andere Situationen fit halten.“

Foucault spielt seit sechs Saisons in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Aktuell steht er bei den Iserlohn Roosters unter Vertrag, erzielte in dieser Saison in 24 Spielen 28 Punkte (12 Tore, 16 Assists). (job)

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