Der 29-jährige Eishockey-Superstar gibt grünes Licht: Seine Edmonton Oilers stehen vor der Verpflichtung des umstrittenen Coaches Mike Babcock.
Leon Draisaitl stimmt zuKölner NHL-Star vertraut auf Skandal-Trainer

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Er soll die Edmonton Oilers zum Stanley Cup führen: Mike Babcock.

Leon Draisaitl will unbedingt den Stanley Cup gewinnen und den Edmonton Oilers nach 36 Jahren den sechsten Titel bringen.
Der Kölner Eishockey-Star ist neben Kanadas Überflieger Connor McDavid eine der tragenden Säulen auf dem Eis – nur der ganz große Wurf ist nach zwei Final-Pleiten gegen die Florida Panthers noch unerfüllt.
Umstrittener Coach Mike Babcock soll Edmonton zum Erfolg führen
In der für die Oilers bereits abgelaufenen Saison war schon in der ersten Playoff-Runde gegen die Anaheim Ducks Schluss – Las Vegas und Carolina liefern sich derzeit das Duell um den ersehnten Cup.
Erlösung soll jetzt aber ein neuer Trainer bringen, der bei den Fans extrem umstritten ist! Laut Informationen von Radio-Reporter Bob Stauffer der Sendung „Oilers Now“ haben Management, Franchise-Eigentümer und Spieler gemeinsam grünes Licht gegeben: Der Kanadier Mike Babcock soll neuer Headcoach in Edmonton werden.
Das bedeutet auch: Draisaitl selbst hat einer Verpflichtung zugestimmt. Als Führungsspieler, der mit dem „A“ für Assistant Captain auf der Brust aufläuft, hat der 29-Jährige in der Entscheidung seinen Teil beigetragen.
ESPN hatte zuvor berichtet, dass die Verpflichtung des 63-jährigen Coaches unmittelbar bevorstehe. Babcock würde Kris Knoblauch beerben, der nach drei Spielzeiten entlassen wurde.
Das Problem: Noch in der Radiosendung selbst las Stauffer, der als Lautsprecher des kanadischen Kult-Vereins gilt, offen kritische Worte der Fans vor. Aber warum?
Die Wahl fällt mit Babcock einerseits auf einen der renommiertesten Trainer der NHL-Geschichte. Babcock ist bislang der einzige Coach im sogenannten Triple Gold Club: Er gewann den Stanley Cup 2008 mit den Detroit Red Wings, führte Kanada 2004 zum WM-Titel und holte zweimal Olympiagold – 2010 und 2014. Eine Vita, die Eindruck macht.
Dreimal stand der Kanadier im Stanley-Cup-Finale. 2003 verlor er mit Anaheim, 2008 triumphierte er mit Detroit. Ein Jahr später verpasste er mit den Red Wings die Titelverteidigung.
Doch andererseits war Babcocks Karriere zuletzt schwer ins Stocken geraten. Bei den Columbus Blue Jackets trat er 2023 noch vor Saisonbeginn zurück – nach einer Handy-Affäre, bei der er Spieler unter Druck gesetzt haben soll, ihm Fotos auf ihren Smartphones zu zeigen.
Die Spielergewerkschaft NHLPA schaltete sich ein, Babcock zog die Konsequenzen. Ob und wie er diese Vergangenheit aufgearbeitet hat, bleibt abzuwarten.
Doch auch in den Jahren zuvor, zwischen 2015 und 2019 als Trainer der Toronto Maple Leafs, machte sich Babcock mit dem Ruf als „harter Hund“ nicht nur Freunde.
Nach einer sportlichen Krise mit sechs Niederlagen in Folge wurde er damals entlassen. Nach seinem Rauswurf kamen schwere Vorwürfe in puncto Führungsstil ans Licht.
Babcock wurde vorgeworfen, ein toxisches Arbeitsumfeld geschaffen und Spieler psychisch unter Druck gesetzt und gedemütigt zu haben. Insbesondere Profis, die keine Star-Spieler waren, sollen es unter seiner Führung schwer gehabt haben.
Leon Draisaitl scheint die umstrittene Geschichte des Trainers jedoch akzeptieren zu können, um mit ihm als erfahrenem Coach erfolgreich sein zu können. Für den Kölner, der zu den besten Spielern der Welt zählt, ist der Stanley Cup das einzige große Kapitel, das noch fehlt. Babcock soll es schreiben helfen.
