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„Neue Formen finden“Doping-Experte bei der ARD vor dem Aus?

Hajo Seppelt bei einem Podiumsgespräch.

Copyright: IMAGO/Andreas Beil

Hajo Seppelt ist für seine investigativen Recherchen zum Thema Doping bekannt. Werden diese bald nicht mehr in der ARD zu sehen sein?

Hajo Seppelt berichtet für die ARD über das Thema Doping. Doch der Journalist wird zur Kostenfrage.

Die ARD stellt aus Kostengründen die weitere Zusammenarbeit mit ihrem Doping-Experten Hajo Seppelt (63) auf den Prüfstand.

„Das werden wir jetzt in Ruhe besprechen. Wir werden neue Formen finden müssen“, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky im Interview mit dem Magazin „Sportjournalist“ angesichts des Spardrucks beim öffentlich-rechtlichen Senderverbund: „Wir hoffen, dass wir weiterhin zusammenarbeiten werden. Dafür bedarf es, das auf unterschiedliche Beine zu stellen. Alleine im Sport ist es schwierig.“

Kinderdoping: ARD kündigt „erschreckende“ Recherche an

Seppelt sei „genauso wenig ausgenommen von Sparmaßnahmen wie alle anderen Bereiche“, sagte Balkausky und erklärte, dass bei der ARD Etats und Budgets „massiv“ gekürzt werden: „Und wir gehen davon aus, dass dieser Trend anhält.“

Ob es in Zukunft eine weitere Zusammenarbeit mit Seppelt gebe, liege aber nicht allein an der ARD: „Wenn wir Dinge verändern, müssen sich beide Seiten damit arrangieren.“

Seppelt ist nicht bei einem Sender der ARD angestellt, sondern produziert seine Inhalte mit seiner Firma EyeOpening.Media, die seit 2017 Exklusiv-Vertragspartner der ARD ist.

Am 13. November erscheint Seppelts neueste Dokumentation zum Thema Kinderdoping. Man müsse sich auf „etwas Erschreckendes“ einstellen, kündigte Balkausky an: „Hajo Seppelt und sein Team haben sehr harte Fälle aufgedeckt, auch Todesfälle.“ Die Recherchen sollten „hoffentlich zum Nachdenken und auch zum Handeln“ anregen. (sid)