NBA Monster-Dunk und 28 Punkte: Überragender Franz Wagner dominiert die Timberwolves

Magic-Mitspieler Mo Bamba (links) und Bruder Moritz Wagner (rechts) gratulieren Franz Wagner zu seinem neuen Karriere-Bestwert beim 115:97-Sieg über die Timberwolves

Mo Bamba (l.) und Bruder Moritz Wagner (r.) gratulieren Franz Wagner zu seiner Monster-Nacht am 1. November 2021

Was für eine unfassbare Nacht für Youngster Franz Wagner! In seinem erst achten NBA-Spiel hat der Deutsche starke 28 Punkte erzielt und ein Dunk hingelegt, der seine Magic-Mitspieler komplett ausrasten ließ.

Minneapolis. Von Spiel zu Spiel wird NBA-Neuling Franz Wagner (20) immer besser. In der Nacht von Montag auf Dienstag (2. November 2021) hat der Deutsche aber nicht nur die Basketball-Welt, sondern auch sich selbst überrascht. Mit einem neuen Karriere-Bestwert von 28 Punkten und einem absoluten Traum-Dunk verhalf der Forward den Orlando Magic zum 115:97-Sieg bei den Minnesota Timberwolves.

Neben dem deutschen Supertalent gab in den anderen Partien des Abends weitere individuelle Glanzleistungen. Gleich fünf Spieler erzielten mindestens 30 Punkte: LaMelo Ball (20), DeMar DeRozan (32), OG Anunoby (24), Paul George (31) und Magic-Mitspieler Cole Anthony (21) liefen alle zu Höchstleistungen auf.

NBA: Keiner kann Franz Wagner stoppen

In der Kabine taten die Mitspieler von Franz Wagner erst ganz cool und explodierten dann so wie der junge Berliner beim spektakulärsten Dunk seiner NBA-Karriere. Mit lautem Gebrüll und jeder Menge verspritzem Wasser feierten die Profis der Orlando Magic den Forward für das Ausrufezeichen als Schlusspunkt einer herausragenden Leistung. „Ich habe schon mal gedunkt. Aber so gedunkt habe ich noch nie in meinem Leben“, sagte Wagner nach der starken Leistung.

NBA-Twitter feierte Wagner im Anschluss mit Clips und Statistiken – die große Anerkennung innerhalb des Teams hat Wagner mit der Leistung in seinem erst achten Spiel in der besten Basketball-Liga der Welt ohnehin zementiert. „Das ist ein Beweis für seinen hohen Basketball-IQ und sein Wissen über dieses Spiel“, lobte Trainer Jamahl Mosley (43) den Liga-Neuling.

„Er ist ein selbstloser Spieler und wird immer versuchen, die richtige Entscheidung zu treffen. Wenn die Abwehr ihn in die Falle lockt, wird er den Ball abspielen. Er ist überhaupt kein egoistischer Spieler, er will den Ball bewegen.“ Ein Ergebnis: Das Zuspiel zu Bruder Moritz Wagner (24), der seinerseits völlig frei dunken konnte.

Im Team mit seinem vier Jahre älteren Bruder verläuft Franz Wagners Entwicklung rasant. Noch im Trainingslager vor der Saison fiel er Beobachtern kaum auf, seine Statistiken weckten keine Aufmerksamkeit. Doch seit dem Saisonstart vor zwei Wochen ist der 2,08-Meter-Schlacks gefühlt in jeder Partie besser geworden. Gegen die Timberwolves versenkte er auch fünf Dreier.

„Gerade für junge Spieler wie mich ist das natürlich eine richtig geile Situation, zu lernen, wie in der NBA gespielt wird und auch an meinem Spiel zu arbeiten, aber auch viele Minuten zu sammeln und viele Chancen zu kriegen“, sagte Wagner über das insgesamt junge Team in Orlando. „Ich glaube, besser kann man gar nicht lernen. Da bin ich sehr, sehr dankbar für.“

Viele 30-Punkte-Nächte: NBA-Stars laufen heiß

Neben NBA-Neuling Wagner überragte bei Orlando vor allem Point Guard Cole Anthony. Dem Magic-Spielmacher gelang ähnlich wie dem Deutschen fast alles. Mit 31 Punkten, acht Assists und neun Rebounds dominierte der US-Amerikaner die Timberwolves nach Belieben.

Aber auch in den anderen Arenen gab es einige Top-Leistungen zu sehen. Beim Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Team, den Oklahoma City Thunder, lief Clippers-Star Paul George wieder heiß. Ohne seine 32 Punkte hätte das Team aus Los Angeles wohl keine Chance gehabt. Aus deutscher Sicht erfreulich: Auch Nationalspieler Isaiah Hartenstein (23) lieferte ab. In 18 Minuten gelangen dem Center starke zwölf Rebounds.

Dennis Schröder und Boston Celtics schwächeln weiter

Schlechter lief es dafür bei Dennis Schröder (28) und den Boston Celtics. Der Deutsche musste zuschauen, wie Bulls-Star DeMar DeRozan seinem Team bei der 114:128-Niederlage 37 Punkte einschenkte. Schröder erzielte in 21 Minuten immerhin 13 Punkte und legte fünf Körbe vor.

Sehr überraschend kam die Leistungsexplosion von Toronto-Foward OG Anunoby. Der Brite machte beim 113:104-Sieg der Raptors bei den New York Knicks starke 36 Zähler. Für den 2,01-Meter-Mann bedeutete das einen neuen Karriere-Höchstwert.

Die einzige Niederlage trotz 30-Punkte-Nacht verbuchte Rookie of the Year LaMelo Ball. Trotz der starken 30 Punkte des Point Guards verloren die Charlotte Hornets mit 110:113 gegen die Cleveland Cavaliers, die somit etwas überraschend vier ihrer bislang acht Pflichtspiele gewonnen haben. (dpa/job)

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