Russland will den „Händler des Todes“ US-Basketballerin Griner soll Teil eines Gefangenen-Austausches werden

Brittney Griner wird mit Handschellen von einer russischen Beamtin aus dem Gericht abgeführt.

Brittney Griner (M.) in Handschellen beim Verlassen des Gerichts am 4. August 2022 in Russland.

Die in Russland inhaftierte US-Basketballerin Brittney Griner soll offenbar Teil eines Gefangenen-Austausches werden. Moskau sei bereit zu verhandeln und hoffe, eine „konkrete Einigung“ erzielen zu können.

Neue Erkenntnisse im Fall der in Russland inhaftierten US-Basketballerin Brittney Griner (32). Moskau hat am Freitag (18. November 2022) Interesse an einem Gefangenen-Austausch mit den USA signalisiert und dabei erneut den Namen Wiktor But (55) ins Spiel gebracht.

Der frühere russische Waffenhändler, als „Händler des Todes“ bekannt, sitzt in einem US-Gefängnis.

Russland will Wiktor But im Austausch für Brittney Griner

Er hoffe, dass die Aussicht auf einen Austausch größer werde, sagte der stellvertretende Außenminister Sergej Rjabkow (62) laut russischen Nachrichtenagenturen. „Ich hoffe, dass die Zeit kommt, in der wir eine konkrete Einigung erzielen.“

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Tags zuvor hatte Russland den Druck erhöht und Griner in eine Strafkolonie in der Republik Mordowien gebracht. Dies teilten die Anwälte der zweimaligen Olympia-Siegerin mit. Die Region in Zentralrussland ist für ihre Gefängnisse und ihr raues Klima bekannt.

„Brittney hat ihre Strafe in IK-2 in Mordowien angetreten“, teilten ihre Anwälte am Donnerstag (17. November) mit und fügten an, dass sie ihre Mandantin Anfang der Woche besuchen konnten.

Der 32-Jährigen „geht es so gut wie möglich“, hieß es weiter: „Sie versucht, stark zu bleiben und sich an ihre neue Umgebung anzupassen.“ 

US-Präsident Joe Biden (79) hatte sich auf einer Pressekonferenz nach den Midterm-Wahlen ebenfalls für die US-Basketballerin eingesetzt und Wladimir Putin (70) angemahnt, „ernsthafter über einen Gefangenen-Austausch zu sprechen“ – offenbar mit Wirkung.

Griner ist seit Februar inhaftiert. Sie war am Moskauer Flughafen Scheremetjewo festgenommen worden, weil sie Vape-Kartuschen mit Cannabis-Öl in ihrem Gepäck mitführte. Die 32-Jährige war Anfang August zu neun Jahren Haft verurteilt worden. (sid)

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