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„Oh, wie ist das schön!“ Basketball-Wahnsinn: Deutschland ringt Griechenland bei EM nieder

Dennis Schröder (M, Deutschland) gegen Giannis Antetokounmpo (l) und Kostas Sloukas (r, Griechenland)

Dennis Schröder setzt sich im Basketball-EM-Halbfinale am 13. September 2022 gegen Giannis Antetokounmpo und Kostas Sloukas aus Griechenland durch.

Der Traum von der Medaille lebt – aber so ist sogar noch mehr drin! Deutschland schaltete in einem packenden Viertelfinale der Basketball-EM den haushohen Favoriten Griechenland aus und steht am Freitag gegen Spanien im Halbfinale!

Der Basketball-Wahnsinn bei der Heim-Europameisterschaft geht weiter! In Berlin schlugen sie an diesem 13. September 2022 den Titelanwärter Griechenland trotz Halbzeit-Rückstand unerwartet deutlich mit 107:96 (57:61).

Dabei war es lange eine packende Partie. In den entscheidenden Momenten der ersten Hälfte war Giannis Antetokounmpo nicht zu halten, traf aus allen Lagen, hielt Griechenland auch nach einem Elf-Punkte-Rückstand in der ersten Halbzeit im Rennen.

Spektakel in der ersten Hälfte von Deutschland und Griechenland

Überhaupt diese erste Hälfte war schon ein Basketball-Spektakel, übertragen vom Kölner Sender RTL: 61 Punkte für Griechenland, aber auch unglaubliche 57 Punkte für Deutschland, es war ein emotionales Spiel mit tollen Würfen auf beiden Seiten, aber auch mit Nachlässigkeiten in der Defense.

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„Das sind zu viele Punkte, wir müssen besser verteidigen und rebounden“, schimpfte Franz Wagner in der Halbzeitpause. Vor der hatten die Deutschen scheinbar einen Wirkungstreffer hinnehmen müssen.

Zwei eigenartige Pfiffe gegen Deutschlands Anführer und Kapitän Dennis Schröder und dann ein Dreier von Kostas Sloukas aus der eigenen Hälfte mit der Schlusssirene – die Griechen, angefeuert von vielen Fans in der Mercedes-Benz-Arena, waren mit vier Punkten vorn.

Besser rebounden? Besser verteidigen? Gesagt, getan. Diese zweite Hälfte sollte alles in den Schatten stellen, was man in den letzten Jahrzehnten von der Nationalmannschaft zu sehen bekam. Die Deutschen kamen bärenstark und perfekt eingestellt von Coach Gordon Herbert aus der Kabine und drehten mit einem 20:1-Lauf die Partie auf 77:62 – irre! Jetzt hatten die deutschen Fans in der Berliner Fans in der Mercedes-Benz-Arena auch akkustisch wieder die Oberhand.

Zwei Auszeiten, Freiwürfe, nichts wollte mehr gelingen beim Topfavoriten auf den Europameistertitel. Nur zehn Punkte im dritten Viertel für Griechenland, Deutschland führte mit 12 Punkte vor den letzten zehn Minuten.

Dennis Schröder führt deutsches Team gegen Griechenland an

Während bei den Griechen viel auf dem zweimaligen NBA-MVP Antetokounmpo lasteten, spielten die Deutschen Team-Basketball, verteilten Würfe und Punkte auf mehrere Schultern. Aber angeführt wurden sie von Kapitän Dennis Schröder.

„Wir stehen hinten gut, lassen vorne den Ball laufen, Schröder hat das Spiel im Griff. Dennis ist der Führungsspieler, er muss scoren, die anderen bedienen. Er ist unser Bester und muss liefern, wenn wir eine Chance haben wollen“, hatte der ehemalige NBA-Superstar und EM-Botschafter Dirk Nowitzki (44) vor der Partie gesagt.

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Doch die Deutschen mussten nicht nur die Griechen schlagen, sie haderten auch weiter in entscheidenden Phasen immer wieder mit den Referees. Doch sie blieben dran. „Es ist Wahnsinn, was sie hier spielen. Die Konsequenz und das Herz, mit dem sie dazwischengehen. Einfach geil“, schwärmte Rekord-Nationalspieler Patrick Femerling (47) als Experte am RTL-Mikro, als Deutschland immer weiter davonzog.

Antetokounmpo und Schröder vorzeitig vom Feld

Fünf Minuten vor Schluss kassierte dann Antetokounmpo (31 Punkte, 8 Rebounds) sein zweites unsportliches Foul bei einem Schlag gegen Johannes Thiemann. Kurz später erhöhte Schröder mit einem Dreier auf 103:82 und 21 Punkte Vorsprung. Auch Schröder mussten dann runter, aber die Kollegen hatten alles im Griff, auch wegen Abräumer Daniel Theis (16 Rebounds). Und so flog nach Serbien mit Griechenland der zweite große Favorit das Turnier. 

„Wir wussten, wenn wir Giannis verteilen wollen, müssen wir die Rebounds gewinnen. In der zweiten Hälfte haben wir unsere Seele auf dem Feld gelassen“, sagte NBA-Star Daniel Theis (30) von Indiana Pacers. „Wir respektieren jedes Team, Giannis ist einer der besten Spieler der Welt. Aber wir haben keine Angst.“

Anführer Dennis Schröder war „mächtig stolz auf alle, auf die Coaches und den Staff, alle Teamkameraden und auch die Zuschauer dürfen wir nicht vergessen!“

Der deutsche Basketball-Wahnsinn aber geht weiter! Im Halbfinale wartet nun  Spanien auf den Sieger dieses packenden Duells. Die Iberer besiegten Finnland mit 100:90. „Wir schulden den Spanier noch was von der EM vor fünf Jahren“, kündigte Theis dem nächsten Favoriten einen heißen Tanz an. Nick Weiler-Babb: „Sie haben ein Wahnsinnsteam, aber auch gegen sie werden wir alles reinhauen!“ Am Freitag geht es für die deutschen Korbjäger um den Finaltraum! 

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