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Was fressen Katzen? Die häufigsten Irrtümer bei der Katzenernährung

Rund ums Thema Katzenfütterung findet man noch immer viele Irrtümer.

Rund ums Thema Katzenfütterung findet man noch immer viele Irrtümer.

Was fressen Katzen eigentlich? Und was sollten sie nicht fressen? Wir klären die größten Irrtümer rund ums Thema Katzenernährung.

Was fressen Katzen eigentlich? Ganz so einfach ist die Antwort auf diese Frage leider nicht. Denn rund um Katzenernährung und gutes Katzenfutter gibt es noch immer viele Unsicherheiten. 

Ist Milch gut für den Stubentiger? Eignet sich Trockenfutter für die Zahnreinigung? Und kann die Mieze auch Hundefutter bekommen, wenn sie mit einem Hund zusammenlebt?

Wir klären die größten Mythen und Irrtümer rund ums Thema Katzenfütterung und verraten, was Katzen wirklich fressen sollten.

1. Mythos: Trockenfutter ist gut für die Zähne

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Ein Irrtum bei der Katzenfütterung, der sich nach wie vor sehr hartnäckig hält, ist, dass Trockenfutter gut für die Katze ist. Doch diese Annahme ist leider schlichtweg falsch. Eine Katze, die nur Trockenfutter frisst, kann genauso Zahnprobleme bekommen, wie eine Mieze, die nur Nassfutter bekommt. Denn eine zusätzliche Zahnpflege ist für alle Katzen wichtig, unabhängig von der Fütterungsart.

Zwar wird immer wieder behauptet, dass das Kauen des Trockenfutters die Zähne reinigen würde, doch die einzelnen Stücke sind viel zu klein und sorgen nicht für genügend Abrieb, da die Katze maximal zwei- oder dreimal darauf herumkaut. 

Ganz im Gegenteil bleibt Trockenfutter sogar eher an den Zähnen der Katze hängen und verursacht dort Zahnstein und andere Zahnprobleme. Ganz zu schweigen davon, dass Trockenfutter nicht artgerecht ist und den Stubentiger auf Dauer krank machen kann, da zu wenig Fleisch und Flüssigkeit enthalten sind.

Was sollten Katzen fressen? Am besten ein hochwertiges Nassfutter, in der Wildnis Kleintiere wie Mäuse und Vögel. Für die Zahnpflege können Kausnacks, wie rohes oder getrocknetes Fleisch sorgen oder, wie auch bei uns: regelmäßiges Zähneputzen.

Auch lesen: Hochwertiges Katzenfutter: So wichtig ist artgerechte Ernährung

2. Mythos: Milch ist gesund für Katzen

Nein, auch das stimmt leider nicht. Sobald sie keine Kitten mehr sind und Milch von ihrer Mutter bekommen, brauchen Katzen auch keine Milch mehr, um gesund zu sein. Die Menge der Enzyme, die für die Verdauung von Milchzucker verantwortlich sind, wird im Laufe des Katzenlebens immer geringer, sodass Kuhmilch immer schlechter verarbeitet werden kann. 

Die Folge: Der Stubentiger bekommt Bauchschmerzen, Blähungen oder sogar Durchfall. Auf Milchprodukte, wie Milch oder auch Joghurt sollte deshalb bei der Katzenfütterung verzichtet werden.

Also was trinken Katzen? Einfaches Wasser reicht völlig aus, damit die Mieze hydratisiert bleibt. Für trinkfaule Katzen kann sich ein Trinkbrunnen anbieten.

3. Mythos: Katzen können vegetarisch oder vegan ernährt werden

Immer mehr Menschen ernähren sich heutzutage vegetarisch oder vegan. Kein Wunder, dass da auch der Wunsch nahe liegt, den Stubentiger ohne Tierleid zu ernähren. 

Doch in der Realität ist das leider gar keine gute Idee. Im Gegensatz zu zum Beispiel Hunden, die Allesfresser sind, zählen Katzen zu den Karnivoren. Das bedeutet, ihre Ernährung ist auf die Verwertung von Fleisch ausgelegt und sie brauchen tierische Proteine, um dauerhaft gesund zu bleiben. 

Das erkennt man nicht nur am Gebiss von Katzen (Reißzähne!), sondern auch an ihrem gesamten Organismus, der auf die Verwertung von Fleisch ausgelegt ist. Der Magen-Darm-Trakt ist beispielsweise deutlich kürzer als bei Alles- oder Pflanzenfressern. Große Mengen Gemüse, Obst oder Getreide belasten die Organe der Katze und können nicht richtig verwertet werden. Sie werden also ausgeschieden, ohne dass die Katze die für sie wichtigen Nährstoffe aufnehmen kann. 

Was sollten Katzen fressen? Fleisch! Entweder in Form von hochwertigem Nassfutter oder als rohes Fleisch beim Barfen.

4. Mythos: Katzen können Hundefutter fressen

Hundefutter ist nicht per se gefährlich für Katzen. Wenn also ein Hund mit im Haushalt lebt, ist es kein Weltuntergang, wenn die Katze sich doch mal am Hundefutter vergeht. Was Hundefutter allerdings nicht sein kann: ein artgerechtes Hauptfutter. Denn die Zusammensetzung von Katzenfutter und Hundefutter ist genauso verschieden, wie die Bedürfnisse der beiden Haustiere.

Hundefutter enthält im Gegensatz zu Katzenfutter zum Beispiel mehr Obst oder Gemüse, mehr Kohlenhydrate und zu wenige Proteine. Zudem fehlen hier die Nährstoffe, die speziell für Katzen wichtig sind. So zum Beispiel Taurin. Diese wichtige Aminosäure ist in Hundefutter in der Regel nicht zusätzlich enthalten. Ein Taurinmangel führt bei Katzen aber zu Blindheit und einer Herzmuskelschwäche. 

Was sollten Katzen fressen? Im besten Fall ein Nassfutter mit einem hohen Fleischanteil.

5. Mythos: Katzen wissen selber, wie viel Futter sie brauchen

Wussten Sie, dass der Großteil aller Wohnungskatzen in Deutschland übergewichtig ist? Das liegt häufig nicht nur an mangelnder Bewegung, sondern auch an einer zu großen Futtermenge oder einem falschen Futter mit zu vielen Kohlenhydraten.

Katzen fressen in der Regel nicht nur bis sie satt sind, sondern auch, wenn sie einfach Appetit oder Langeweile haben. Ihnen den ganzen Tag über Zugang zu Futter zu geben, ist daher ein großer Fehler.

Wie sollten Katzen fressen? Wichtig sind feste Fütterungszeiten, zum Beispiel morgens und abends. Ist der Napf leer, gibt es bis zur nächsten Mahlzeit auch keinen Nachschlag. Katzen fressen am liebsten über den Tag hinweg verteilt mehrere kleine Portionen. Wer das zeitlich mit seinem Job vereinbaren kann, füttert seiner Katze im Laufe des Tages mehrere kleine Mahlzeiten.

6. Mythos: Katzen können Essensreste bekommen

Bei diesem Mythos zur Katzenfütterung ist wirklich Vorsicht geboten. Klar, nimmt der Stubentiger keinen dauerhaften Schaden, wenn er ab und an mal den Joghurtbecher ausschleckt. Problematisch wird es aber, wenn die Katze regelmäßig Essensreste bekommt oder der Besitzer oder die Besitzerin das Essen mit ihr teilt.

Das ist nicht nur ungesund für Katzen, sondern in manchen Fällen sogar gefährlich, denn vieles, was für uns gesund ist, ist für unsere Samtpfoten sogar giftig.

Was sollten Katzen fressen? Auch wenn die Mieze mal wieder bettelt, sollten sie stark bleiben und ihr keine Essensreste abgeben. Mit hochwertigem Nassfutter oder einem guten Leckerli ist sie besser bedient.

Was dürfen Katzen nicht fressen? 

Zwar sind auch im Katzenfutter geringe Mengen von Gemüse, Obst und manchmal auch Getreide enthalten, doch es gibt dennoch einige Lebensmittel, die für Katzen tabu sind. Warum? Manche Nahrungsmittel sind für unsere Stubentiger einfach nur unnötig und können Magenprobleme verursachen, andere sind sogar giftig und gefährlich, da der Körper von Katzen sie nicht verdauen kann.

  • Knochen von gebratenem oder gekochtem Fleisch 
  • Große Mengen Kohlenhydrate, Gemüse, Obst oder Getreide
  • Milchprodukte wie Milch oder Joghurt
  • Lauchgewächse wie Knoblauch, Zwiebel und Lauchzwiebel
  • Avocado
  • Bohnen, Erbsen oder Linsen
  • Weintrauben und Rosinen
  • Schokolade & Kakao
  • Süßigkeiten und Gebäck
  • Steinobst wie Aprikosen, Pfirsiche oder Pflaumen
  • Geräuchertes Fleisch und Wurst
  • Große Mengen Thunfisch oder Leber
  • Rohe Kartoffeln, Auberginen oder Tomaten
  • Rohes Schweinefleisch
  • Hundefutter
  • Essensreste
  • Medikamente für Menschen

Was fressen Katzen in der Natur? 

Katzen sind kleine Raubtiere und fressen als Karnivoren Fleisch. In der Natur fressen Katzen alles, was sie im Laufe des Tages erlegen: Mäuse, kleine Vögel, Fische oder auch Insekten. Ihr Beute verschlingen sie in der Regel ganz, inklusive Fell, Federn und der Innereien. 

Welches Obst dürfen Katzen fressen?

Katzen dürfen in sehr geringen Mengen auch mal etwas Obst und Gemüse fressen. Auch in hochwertigem Nassfutter ist dieses mit bis zu 3 % enthalten, da die Ballaststoffe für die Verdauung wichtig sind. Geringe Mengen entsprechen dabei auch dem Mageninhalt eines Beutetiers.

Obst wie Bananen, Äpfel oder Blaubeeren dürfen Katzen also fressen. Jeden Tag und in größeren Mengen sollten sie aber auf keinen Fall auf dem Speiseplan stehen. 

Warum fressen Katzen Gras?

Immer wieder kann man Katzen dabei beobachten, wie sie Gras fressen. Auch Wohnungskatzen stürzen sich gerne mal auf den Topf mit dem Katzengras. Doch warum fressen Katzen Gras, wenn sie eigentlich Fleischfresser sind?

Zuerst einmal Entwarnung: dass Katzen Gras fressen, ist völlig normal. Denn das Gras dient Katzen als Verdauungshilfe. Deshalb sollten auch Wohnungskatzen immer Katzengras zur Verfügung haben. Ansonsten kann es passieren, dass sie sich stattdessen an giftigen Pflanzen vergreifen.

Katzen fressen das Gras, da sie vor allem während des Fellwechsels große Mengen an abgestorbenen Haaren auflecken und hinunterschlucken. Da diese Haarballen teilweise nur schwer ausgeschieden werden können, hilft das Gras dabei, die Haare wieder hervorzuwürgen. So können Verdauungsprobleme oder ein Darmverschluss vermieden werden.

Fressen Katzen im Sommer weniger und im Winter mehr?

An einem besonders heißen Sommertag ist uns eher nach Salat oder Wassermelone, während der Weihnachtstage langen wir hingegen schon mal ziemlich zu. Ähnlich ist es auch bei unseren Stubentigern.

Im Sommer fressen Katzen häufig etwas weniger. Zum einen braucht ihr Körper weniger Energie, um die Körpertemperatur aufrechtzuerhalten, zum anderen sind auch Katzen an heißen Sommertagen gerne mal faul und schlafen eine Runde im Schatten. 

Im Winter haben viele Katzen hingegen größeren Appetit. Vor allem bei Freigänger ist es in der Regel kein Problem, wenn sie während der kalten Jahreszeit ein wenig mehr hochwertiges Futter bekommen. Die Energie brauchen sie für die Regulation ihrer Körpertemperatur im Freien. 

Auch Wohnungskatzen haben im Winter oft mehr Appetit, hier ist aber Vorsicht geboten. Denn frisst die Katze einfach nur mehr, aber bewegt sich sogar weniger als sonst, droht schnell Übergewicht.

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