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Hochwertiges Katzenfutter So wichtig ist artgerechte Ernährung

Nassfutter oder Trockenfutter? Wir verraten, woran sich hochwertiges Katzenfutter erkennen lässt.

Nassfutter oder Trockenfutter? Wir verraten, woran sich hochwertiges Katzenfutter erkennen lässt.

Hochwertiges Katzenfutter und die richtige Ernährung sind wichtig, damit Katzen lange gesund bleiben. Wir erklären, woran sich gutes Katzenfutter erkennen lässt und worauf man beim Kauf achten sollte.

Letztendlich möchte jeder Katzenbesitzer nur eins: dass der Stubentiger lange glücklich und gesund bleibt. Doch auch, wenn Katzen auf den ersten Blick recht pflegeleichte wirken, so gibt es bei der Katzenhaltung doch einiges zu beachten.

Der wohl wichtigste Aspekt für ein langes und gesundes Katzenleben: eine artgerechte Ernährung mit hochwertigem Katzenfutter. Sobald Katzenbesitzer im Tierfachhandel stehen, ist die Überforderung aber häufig groß. Die Futterregale bieten eine riesige Auswahl an Marken und die Etikette machen Versprechungen wie „getreidefrei, hoher Fleischanteil, zuckerfrei“ – und natürlich gesund für die Samtpfote. Doch stimmt das wirklich?

Ganz so einfach ist es leider nicht, denn wer sich im Dschungel der Katzenernährung zurechtfinden und seine Miezen gesund und artgerecht ernähren möchte, muss sich selbst mit dem Thema beschäftigen.

Wir möchten das Thema Katzenernährung transparent und verständlich erklären und verraten alles Wichtige rund ums Thema Nassfutter, Trockenfutter und Barf. Wir zeigen, woran sich hochwertiges Katzenfutter erkennen lässt und was Katzen wirklich brauchen, um gesund zu bleiben. Unsere Liste mit guten Marken kann Ihnen außerdem bei der Wahl eines geeigneten Futters für Ihre Stubentiger helfen.

Inhalt:

  • 1. Artgerechte Katzenernährung: So geht’s richtig
  • 2. Hochwertiges Katzenfutter erkennen: Darauf kommt’s an
  • 3. Was steckt hinter der Deklaration beim Katzenfutter?
  • 4. Das brauchen Katzen: Wichtige Nährstoffe in hochwertigem Katzenfutter
  • 5. Hochwertiges Trockenfutter für Katzen: Gibt es das überhaupt?
  • 6. Katzenfutter selber machen: Ernährung mit Barf
  • 7. Kann man eine Katze vegetarisch oder vegan ernähren?
  • 8. Was darf eine nierenkranke Katze nicht fressen?
  • 9. Welches Katzenfutter für Kitten?
  • 10. Was ist das beste Katzenfutter? Liste mit guten Marken
  • 11. Warum hochwertiges Katzenfutter statt günstiger Nahrung?
  • 12. Katzenfutter Test bei Stiftung Warentest

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1. Artgerechte Katzenernährung: So geht’s richtig

Katzen sind Carnivoren und daher als reine Fleischfresser darauf angewiesen, dass ihre Nahrung hauptsächlich aus tierischen Proteinen besteht. Das erkennt man bereits am Gebiss einer Katze, das keine richtigen Backenzähne zum Zermahlen von Nahrung besitzt, sondern Reißzähne. Ganz im Gegensatz zu Allesfressern wie Hunden oder auch uns Menschen ist der gesamte Organismus einer Katze auf die Verwertung von Fleisch ausgelegt, andere Nahrungsmittel wie Gemüse, Obst oder Getreide sind für Katzen in großen Mengen nicht nur überflüssig, sondern können sogar schädlich sein. 

Der Magen-Darm-Trakt von Katzen ist außerdem anders als bei Pflanzen- oder Allesfressern sehr kurz, sodass Gemüse oder Getreide nicht richtig aufgespalten werden können. Leider führen pflanzliche Bestandteile in größeren Mengen bei Katzen aber auch zu Durchfall, Magenproblemen oder sogar Allergien.

Wer seine Katze artgerecht und gesund ernähren möchte, sollte deshalb auf hochwertiges Katzenfutter in Form von Nassfutter setzen.

2. Hochwertiges Katzenfutter erkennen: Darauf kommt’s an

Hochwertiges Katzenfutter lässt sich auf den ersten Blick nicht von billigem, schlechten Futter unterscheiden, denn die Werbeversprechen auf der Vorderseite der Verpackung sagen meist wenig aus.

Erst ein Blick auf die Rückseite mit der Zutatenliste gibt Aufschluss darüber, ob es sich um gutes Katzenfutter handelt. Bei hochwertigem Katzenfutter sind die Inhaltsstoffe immer genau auf der Rückseite der Verpackung aufgelistet. So lässt sich die Zusammensetzung direkt erkennen, sprich, wie viel Fleisch enthalten ist und vor allem, welches Fleisch verwendet wurde.

Die Bestandteile werden in ihrer enthaltenen Menge in absteigender Reihenfolge aufgelistet. Steht an erster Stelle Fleisch ist davon auch am meisten enthalten. Im besten Fall sind die Zutaten nicht nur aufgelistet, sondern es ist sogar konkret angegeben, wieviel prozentual von einer Zutat enthalten ist.

Anhand der Inhaltsstoffe und der Zusammensetzung lässt sich beurteilen, ob es sich um gutes Katzenfutter handelt. Hochwertiges Nassfutter hat folgende Merkmale:

  • Hoher Fleischanteil (mindestens 70 – 80 %)
  • Verwendung von Fleisch in Lebensmittelqualität
  • Hoher Gehalt an Proteinen
  • Geringer Gehalt an Kohlenhydraten
  • Enthält wichtige Fette, Mineralien, Spurenelemente und Aminosäuren wie Taurin
  • Getreidefrei und zuckerfrei
  • Ohne Milchprodukte, Lockstoffe, Konservierungsstoffe, künstliche Aromen oder Füllstoffe
  • Frei von pflanzlichen Nebenerzeugnissen
  • Feuchtigkeitsgehalt von mindestens 80 %
  • Nicht vegetarisch oder vegan

Zusätzlich zu den Inhaltsstoffen sind auf Futteretiketten normalerweise auch die „analytischen Bestandteile“ aufgeführt. Diese geben ebenfalls Auskunft darüber, ob ein Futter eine gute Zusammensetzung besitzt. Bei hochwertigem Katzenfutter sollten sie sich optimalerweise in folgendem Rahmen bewegen:

  • 50 – 60 % Rohprotein
  • 20 – 30 % Rohfett
  • Maximal 5 % Rohfaser (Kohlenhydrate)
  • Maximal 2% Rohasche

Entscheidend ist aber letztendlich die richtige Zusammensetzung. Das heißt kurzum: ein hoher Fleischanteil, ein niedriger Gemüseanteil sowie ein Zusatz von etwa 2.000 mg Taurin. Weitere Vitamine und Spurenelement sollten nur einen sehr geringen Teil des Futters ausmachen.

Noch mehr Infos zum Thema hochwertiges Katzenfutter gibt es im Buch "Wegweiser Katzenfutter: Artgerechte Nahrung für den Stubentiger" von Lena Landwerth.

3. Was steckt hinter der Deklaration beim Katzenfutter?

Die Inhaltsstoffe auf der Rückseite des Katzenfutters geben Auskunft darüber, ob es sich um gutes Futter handelt. Doch auch hier verstecken sich einige Fallstricke, die für Laien nicht auf den ersten Blick erkennbar sind. Wir erklären, was sich hinter den Bezeichnungen versteckt:

1. Tierische Nebenerzeugnisse
Steht in der Zutatenliste ganz vorne zum Beispiel „Huhn und tierische Nebenerzeugnisse“, heißt das leider nicht, dass in diesem Futter besonders viel Fleisch enthalten ist. Im Gegenteil: Häufig enthält das Futter für unsere Stubentiger kein hochwertiges Fleisch. Tierische Nebenerzeugnisse können im besten Fall Leber, Herzen, Mägen oder Lungen sein, das wird in diesem Fall aber meistens auch so angegeben. Ist das nicht der Fall, stecken im Katzenfutter Abfälle der Fleischindustrie und das können Dinge wie Federn, Krallen oder Schnäbel sein.

2. Fleisch in Lebensmittelqualität
Bei Fleisch wird sorgsam ausgewählt, was für den menschlichen Verzehr geeignet ist. Fleisch, was aussortiert wird, weil es zum Beispiel optisch herausfällt, wird für die Herstellung von Futtermittel genutzt. Deshalb ist Fleisch in Lebensmittelqualität von besonders hoher Qualität. Auch der Begriff „Muskelfleisch“ weist darauf hin, dass richtiges Fleisch und nicht nur Knochen oder andere Abfälle im Futter verwendet wurden.

3. Pflanzliche Nebenerzeugnisse
Viele Hersteller verwenden in ihrem Katzenfutter „pflanzliche Nebenerzeugnisse“. Das sind letztendlich Abfallprodukte wie Pflanzenmehl, Nussschalen, Weizenkleie oder ähnliches. Und diese Füllstoffe haben definitiv nichts im Katzenfutter verloren.

4. Rübenschnitzel oder Johannesbrotkernmehl
Dass in Katzenfutter kein Zucker enthalten sein sollte, ist wohl keine Überraschung. Aber wussten Sie, dass Zucker nicht immer als solcher in der Deklaration erkennbar ist? Andere Bezeichnungen, die gerne statt Zucker verwendet werden, sind: Johannesbrotkernmehl, Rübenschnitzel, Rübeblätter, Sirup, Glucose, Dextrose, Maltodextrin, Kandisfarin, Agar Agar, Karamell, Zichorienwurzel, Saccharose, Melasse, Muskovade, Galactose, Gummi Arabicum, Sorbit, Tupinamburex, Isoglucose, Fruktose, Glykogen oder Hexose.

4. Das brauchen Katzen: Wichtige Nährstoffe in hochwertigem Katzenfutter

1. Proteine
Da Katzen Fleischfresser sind, ist tierisches Eiweiß ihr wichtigster Energielieferant. Wertvolle Proteine bekommen sie aus Muskelfleisch, was den Großteil ihres Futters ausmachen sollte.

2. Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind zum Beispiel in Getreide, Reis, Mais, Soja oder Kartoffeln enthalten. Gutes Katzenfutter sollte getreidefrei sein, Gemüse ist als Ballaststoff allerdings trotzdem wichtig für die Verdauung der Katze. Dennoch sollte es maximal 5 % des Futters ausmachen, das ist der Menge nachempfunden, die Katzen aufnehmen würden, wenn sie ein Beutetier erlegen und seinen Mageninhalt mitfressen. Größere Mengen können die Organe belasten.

3. Fette
Katzen brauchen ungesättigte Fettsäuren, um fettlösliche Vitamine zu verwerten. Diese Fette sind beispielsweise in Herzen, Leber oder auch Fisch enthalten.

4. Aminosäuren
In gutem Katzenfutter sollten essentielle Aminosäuren wie Arginin, Histidin, Methionin, Valin und auch Taurin enthalten sein. Besonders wichtig ist dabei, dass ausreichende Mengen an Taurin im Futter enthalten sind. Taurin ist wichtig für Verdauung, Stoffwechsel und Furchtbarkeit.

5. Mineralien und Spurenelemente
Auch kleine Mengen von Mineralien und Spurenelementen wie Calcium, Eisen, Zink, Eisen oder Selen sollten in gutem Katzenfutter enthalten sein. Phosphor ist ebenfalls wichtig für gesunde Knochen und Zähne, muss allerdings nur in geringen Mengen zugeführt werden. Ebenfalls lebensnotwendig für Katzen ist Vitamin A, da es für gesunde Knochen, Zähne, Haut und Sehkraft sorgt. Vitamin A sollte nur in sehr geringen Mengen im Futter enthalten sein, da eine Überversorgung zu Vergiftungserscheinungen führen kann.

5. Hochwertiges Trockenfutter für Katzen: Gibt es das überhaupt?

Viele Katzenhalter greifen zur Fütterung ihrer Samtpfoten gerne auf Trockenfutter zurück, denn es ist günstig und praktisch in der Lagerung. Also was ist das beste Trockenfutter für Katzen? Und eignet sich Trockenfutter überhaupt als gesunde Mahlzeit für den Stubentiger?

Die kurze Antwort lautet: Nein, denn Trockenfutter ist niemals ein hochwertiges Katzenfutter und sollte auch nicht als Alleinfuttermittel genutzt werden. Leider möchte uns de Werbung nach wie vor vom Gegenteil überzeugen und sogar einige Tierärzte empfehlen Trockenfutter bei zum Beispiel Durchfall oder Nierenproblemen – dabei ist Trockenfutter häufig der Auslöser für diese Probleme.

Aus folgenden Gründen ist Trockenfutter nicht artgerecht und macht Katzen auf Dauer krank:

1. Der Fleischanteil von Trockenfutter ist zu gering
Aufgrund seiner Konsistenz ist es nicht möglich Trockenfutter mit einem hohen Fleischanteil und geringen Kohlenhydratanteil zu produzieren. Stattdessen kann nur eine kleine Menge frisches Fleisch verwendet werden, der Rest muss durch Füllstoffe wie Kartoffeln und Getreide ergänzt werden. Häufig enthält Trockenfutter zudem Zucker und Konservierungsstoffe. Alles in allem widerspricht die Zusammensetzung von Trockenfutter dem, was Katzen brauchen, denn es enthält nur wenig Fleisch und Proteine, aber viele Kohlenhydrate. Auf Dauer können Katzen davon Lipidose oder Diabetes bekommen.

2. Trockenfutter enthält zu wenig Flüssigkeit
Katzen sind Wüstentiere, die von der afrikanischen Falbkatze abstammen. Das bedeutet, dass die Katze Flüssigkeit hauptsächlich durch ihre Nahrung aufnimmt und von Natur aus kaum etwas trinkt. Beutetiere wie eine Maus oder auch Nassfutter haben einen Feuchtigkeitsgehalt von etwa 80 %. Trockenfutter weist hingegen einen Feuchtigkeitsgehalt von nur 10 % auf und entzieht dem Organismus der Katze sogar noch Flüssigkeit.

Im Durchschnitt hat eine Katze einen täglichen Flüssigkeitsbedarf von etwa 250 ml, frisst sie Trockenfutter erhöht sich dieser allerdings. Als Wüstentier wird eine Katze aber niemals 400 ml Wasser oder mehr am Tag trinken, um diesen Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Auf Dauer führt der Feuchtigkeitsmangel zu Nierenerkrankungen und Harnsteinen.

3. Trockenfutter ist schädlich für die Zähne
Häufig werben Hersteller von Trockenfutter damit, dass ihr Katzenfutter die Zähne reinigen und deshalb gut für ein gesundes Gebiss wäre. Leider ist das ein reines Werbeversprechen, denn die Brocken sind viel zu klein, als dass eine Katze mehr als ein- oder zweimal darauf herumkauen würde. Demnach entsteht überhaupt kein Abrieb, der die Zähne reinigen könnte. Das Trockenfutter bleibt stattdessen eher an den Zähnen hängen und verursacht Beläge und Zahnstein.

Wie viel Trockenfutter ist in Ordnung?
Wenn das Haustier lange gesund bleiben soll, ist Trockenfutter als normale Nahrung absolut tabu. Als kleiner Snack, den es ab und zu mal gibt, wenn man zum Beispiel ein Fummelbrett befüllen möchte, ist es aber in Ordnung. Wichtig: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze genug trinkt, wenn sie Trockenfutter bekommen hat. Fließendes Wasser regt viele Katzen zum Trinken an, sodass zum Beispiel ein Trinkbrunnen eine gute Investition sein kann.

6. Katzenfutter selber machen: Ernährung mit Barf

Eine Ernährungsmethode, die immer mehr Haustierbesitzer wählen, ist BARF (Bones and Raw Food). In diesem Fall ist Katzenfutter selber machen und mischen angesagt, da die Katze mit rohem Fleisch gefüttert wird. Damit allein ist es allerdings nicht getan, da Barfen jede Menge Wissen, Aufwand und Zeit kostet. Denn nur, wenn das rohe Fleisch mit den richtigen Nährstoffen angereichert wird, kommt es auf Dauer nicht zu Mangelerscheinungen.

Die Fütterung mit hochwertigem Nassfutter ist allerdings eine gute Lösung für alle, die ihre Katzen nicht mit rohem Fleisch füttern möchten.

Noch mehr Infos zum Thema Barfen gibt es im Buch „Katzen BARFen: Mit Rezepten und ausführlicher Anleitung“ von Petra von Quillfeldt.

7. Kann man eine Katze vegetarisch oder vegan ernähren?

Insbesondere, wenn man selbst Vegetarier oder sogar Veganer ist, fragt man sich vielleicht: Gibt es veganes Katzenfutter oder kann ich meine Katze vegetarisch ernähren? Die Vorstellung mag zwar schön sein, die Antwort lautet hier aber ganz klar Nein.

Denn Katzen können sich anders als Allesfresser, wie der Mensch, nicht aussuchen, was sie fressen. Sie sind Karnivoren und können pflanzliche Nahrung nicht verwerten, demnach wird das Futter ausgeschieden, ohne, dass die Katze Nährstoffe daraus aufnehmen kann. Ernährt man Katzen vegetarisch oder vegan bekommen sie auf Dauer Mangelerscheinungen und werden krank. Einige Jahre mag diese Fütterungsart zwar gut gehen, aber wenn die Katze erste Krankheitssymptome zeigt, ist es meistens schon zu spät.

Vegetarisches oder veganes Katzenfutter enthält häufig Soja als Proteinlieferant. Zwar ist Soja sogar für Katzen verdaulich, allerdings verändert es den pH-Wert des Urins ins Basische, sodass Harnsteine oder Nierensteine die Folge sein können.

Wer seinem Stubentiger aus ethischen Gründen vegetarisches oder veganes Futter geben möchte, sollte stattdessen lieber auf Nassfutter mit Bio-Fleisch aus artgerechter Haltung zurückgreifen.

8. Was darf eine nierenkranke Katze nicht fressen?

Die Nieren filtern Abfallstoffe aus dem Blut und sorgen für ihre Ausscheidung. Insbesondere, wenn Katzen unter einer chronischen Nierenerkrankung leiden, kann bereits ein großer Teil des Nierengewebes zerstört sein, sodass ihre Funktion eingeschränkt ist.

Um die Nieren zu entlasten, sollte deshalb auf ein hochwertiges Nassfutter mit geringem Phosphat- und Salzgehalt geachtet werden. Auch der Proteingehalt sollte reduziert werden.

Leider empfehlen viele Tierärzte noch immer nierenschonendes Spezialfutter in Form von Trockenfutter. Da Trockenfutter jedoch zu einem permanenten Feuchtigkeitsmangel bei der Katze führt, sollte stattdessen auf Nassfutter gesetzt werden, damit die Katze genug Flüssigkeit aufnimmt und die Nieren durchgespült werden können.

9. Welches Katzenfutter für Kitten?

Für Kitten ist im Handel spezielles Futter erhältlich. Doch ist das wirklich nötig? Kitten befinden sich im Wachstum, deshalb ist es wichtig, dass sie genug Kalorien und Fett zu sich nehmen, um zu einer gesunden Katze heranwachsen zu können. Diese Bedingung erfüllt aber nicht nur Kittenfutter, sondern häufig auch normales hochwertiges Nassfutter.

10. Was ist das beste Katzenfutter? Liste mit guten Marken

Auf dem Markt gibt es viele Marken mit hochwertigem Katzenfutter, wenn man erst einmal begonnen hat, explizit danach zu suchen. Um Ihnen die Suche etwas zu erleichtern, haben wir hier einige Hersteller zusammengetragen, die gutes Nassfutter mit hochwertigen Inhaltsstoffen verkaufen:

*Aktuelle Gutscheine für Tierbedarf finden Sie auch in unserem EXPRESS-Gutscheinportal.

11. Warum hochwertiges Katzenfutter statt günstiger Nahrung?

Viele Katzenbesitzer setzen bei der Fütterung ihrer Samtpfoten auf günstiges Futter, um Geld zu sparen oder haben sich bislang noch nicht mit artgerechter Fütterung auseinandergesetzt. Eins ist klar: hochwertiges Katzenfutter hat seinen Preis. Also warum sollte man gutes Nassfutter einem günstigen vorziehen? Schmecken unsere Miezen da wirklich einen Unterschied?

1. Hochwertiges Katzenfutter gewährleistet eine optimale Versorgung mit Nährstoffen
Gutes Katzenfutter sorgt dafür, dass unsere Stubentiger dauerhaft mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt werden und genug Flüssigkeit zu sich nehmen. Dadurch können sie lange fit und gesund bleiben. Anders sieht das bei Futter mit schlechten Inhaltsstoffen aus, denn die Miezen können Mangelerscheinungen bekommen, Zahnprobleme, Nierensteine, Diabetes und diverse andere Krankheiten.

2. Auf Dauer spart man mit gutem Katzenfutter Geld
Gutes Katzenfutter ist zwar teurer, aber letztendlich spart man durch die Fütterung damit trotzdem Geld. Und zwar deshalb: Zum einen sorgt eine gesunde Ernährung dafür, dass die Katze lange gesund bleiben kann. Schlechtes Futter hingegen führt zu Krankheiten und damit auf lange Sicht zu deutlich höheren Tierarztkosten.

Zum anderen brauchen Katzen weniger Futter, wenn es hochwertige Inhaltsstoffe hat, da der Körper mit den wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Dahingegen ist Billigfutter sozusagen Fast Food ohne Vitamine, es wird größtenteils einfach ausgeschieden. Die Katze muss also deutlich mehr davon fressen.

Wo kann man gutes Katzenfutter kaufen?
Online findet man bisher noch immer die größte Auswahl, wenn man gutes Katzenfutter kaufen möchte. Aber auch in Tiergeschäften wie Fressnapf oder teilweise auch in Drogeriemärkten wie dm findet man mittlerweile hochwertige Futtermarken.

Mehr zum Thema können Sie auch im Buch „Katzen würden Mäuse kaufen: Wie die Futterindustrie unsere Tiere krank macht“ von Hans-Ulrich Grimm nachlesen.

12. Katzenfutter Test bei Stiftung Warentest

Bei der Auswahl und dem Kauf von Produkten vertrauen viele Deutsche dem Urteil der Stiftung Warentest. In ihrem Katzenfutter Test 2020 hat Stiftung Warentest 30 verschiedene Futtermarken unter die Lupe genommen.

Die Produkte wurden dabei auf Kriterien wie die angegebene Fütterungsempfehlung auf dem Etikett, enthaltene Schadstoffe, Nutzfreundlichkeit der Verpackung, Deklaration und Werbeaussagen sowie die generelle Qualität hin geprüft.

Im Katzenfutter Test erhielten sechs Futtermarken die Note Mangelhaft, da die Produkte zum Beispiel einen schlechten Nährstoffmix enthielten (zu viel Phosphor, Natrium oder Calcium) oder eine zu hohe empfohlene Fütterungsmenge.

Jedoch hat der Katzenfutter Test leider einen riesengroßen entscheidenden Nachteil: Er berücksichtigt bei den Prüfkriterien nicht, was ein gesundes und gutes Katzenfutter tatsächlich ausmacht und wie eine artgerechte Katzenernährung aussehen sollte.

So kommt es leider dazu, dass Produkte mit „Sehr gut“ bewertet wurden, die Zucker, Getreide und kaum Fleisch enthalten. Leider gibt der Katzenfutter Test deshalb keine Auskunft darüber, welches Futter wirklich gut ist. Ein Nassfutter mit der Zusammensetzung „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (u.a. 4% Huhn im Häppchen), Getreide, pflanzliche Eiweißextrakte, Mineralstoffe, Zucker“ ist es in jedem Fall nicht.

Quellen

Grimm, Hans-Ulrich: Katzen würden Mäuse kaufen: Wie die Futterindustrie unsere Tiere krank macht. Knaur Verlag, München 2016.

Landwerth, Lena: Wegweiser Katzenfutter: Artgerechte Nahrung für den Stubentiger. Cadmos Verlag, München 2012.

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