Grundnahrungsmittel betroffen Verband warnt: „Stehen vor weiteren Preissteigerungen“

Ein Mitarbeitern ordnet die Milchprodukte in einem Kühlregal im Lebensmittel-Discounter Penny, vor dem der Aufsteller mit der Werbung der Kampagne «Kostbares retten» steht.

Der Milchindustrie-Verband rechnet in den kommenden Monaten mit steigenden Preise bei Milch und Milch-Produkten. Das Symbolbild vom 22. Februar 2019 zeigt eine Mitarbeiterin, die Milchprodukte in einem Kühlregal ordnet.

Milch und Milch-Produkte sollen zukünftig teurer werden. Bei einigen Produkten seien die Preisspitzen wohl schon erreicht, erklärt der Milchindustrie-Verband.

Schlechte Nachrichten für Verbraucherinnen und Verbraucher! Milch und Milchprodukte sollen noch teurer werden. Nach Einschätzung des Milchindustrie-Verbandes müsse mit weiter steigenden Preisen gerechnet werden.

Lieferverträge mit dem Handel hätten dazu geführt, dass Molkereien starke Kostensteigerungen nur mit Verzögerung hätten weitergeben können, sagte Verbands-Chef Peter Stahl am Freitag (21. Oktober 2022).

Steigende Preise: Milch soll teurer werden

Teilweise seien die Schritte nicht in dem starken Umfang vorgenommen worden, wie sie im Rückblick hätten gemacht werden müssen. „Das heißt aber auch, dass wir natürlich tatsächlich auch noch vor weiteren Preissteigerungen stehen, die wir in den Ladenverkaufspreisen noch sehen werden.“

Alles zum Thema Energiekrise

Der Milchindustrie-Verband verwies aber auch auf die Marktmacht der großen Supermarkt-Ketten und den Wettbewerb zwischen den Händlern, die über die Preise am Regal entschieden. Bei einigen Warengruppen mögen die Preisspitzen schon erreicht sein, bei anderen noch nicht, meinte Stahl.

„Der Butterpreis hat bestimmt seine oberen Kanten erreicht“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Eckhard Heuser. Bei Käse seien leichte Steigerungen im November und bei Milch im Januar zu erwarten.

„Die Euro-Grenze beim Liter Konsummilch – auch bei der 1,5er – wird überschritten werden“, sagte Heuser. Milch mit dem Fettgehalt von 1,5 Prozent liegt in der untersten Preislage laut Branchenbeobachtern im Handel derzeit zumeist knapp unter einem Euro.

Beim Einkaufsverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher sei bereits eine Reaktion zu beobachten. Bei Markenprodukten werde weniger zum regulären Preis gekauft und dafür mehr in der Aktion. Zudem gebe es auch bei Molkereiprodukten eine Verlagerung von Markenprodukten zu Eigenmarken des Handels.

Molkereien und Milchbauern sehen sich den Angaben nach enormen Kostensteigerungen ausgesetzt – unter anderem bei Energie. Der Verband appellierte in Richtung Politik, dass man auf eine stabile Energieversorgung angewiesen sei.

Molkereien hätten in der Vergangenheit hauptsächlich auf Gas umgestellt. Der durchschnittliche Erlös der Bauern je Kilogramm Rohmilch werde in diesem Jahr auf über 50 Cent steigen. 2021 waren es noch 36 Cent. (dpa)

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