„Die haben doch 'nen Knall“ Kunde erlebt Schock beim Blättern durch den aktuellen Lidl-Prospekt

Eine Kundin schiebt einen Einkaufswagen durch einen Supermarkt.

Der Einkauf von Lebensmitteln wird immer teurer. Lebensmittelhändler wie Lidl, Aldi, Rewe & Co. haben zuletzt die Preise angehoben. Ein Kunde von Lidl, hier eine Aufnahme aus einer Filiale aus 2015, kritisierte das auf Facebook.

Der Anstieg von Lebensmittelpreisen in Deutschland geht nicht spurlos an den Menschen vorbei. Produkte in Discountern und Supermärkten werden aufgrund der Inflation immer teurer. Ein Kunde von Lidl machte seinem Unmut nach dem Blick in den aktuellen Prospekt im Internet Luft.

Wo soll das nur hinführen? Die Preise für Lebensmittel steigen immer weiter. Nach Discounter-Riese Aldi, der bereits Ende März die Preise erhöhte hatte, sind laut Ifo-Marktforschungsinstitut fast alle deutschen Lebensmittelketten nachgezogen – oder planen das noch. Auch bei Lidl wird es teurer.

Die Folge: Nicht nur die sehr beliebten Speiseöle wurden knapp und teuer, auch Obst und Gemüse. Gesundes Essen wird vor allem für einkommensschwache Familien immer schwerer. Ein Kunde machte auf dem Facebook-Account von Lidl seinem Frust über diese Preisentwicklung Luft.

Schon im März kosteten Nahrungsmittel nach Angaben des Statistischen Bundesamts 6,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Betroffen sind vor allem Speisefette und Speiseöle (mit einem Plus von 17,2 Prozent), aber auch frisches Gemüse (plus 14,8 Prozent).

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Für Tomaten mussten Kundinnen und Kunden bereits knapp 44 Prozent mehr an der Kasse bezahlen, für Gurken über 39 Prozent – mehr noch als beim Speiseöl (30 Prozent). Aber auch Kopfsalat und Tiefkühlobst wurden mit 22 und 18 Prozent teurer.

Ein Kunde jedenfalls musste offenbar schlucken, als er den Preis für Gurken in dem jüngsten Lidl-Prospekt erblickt hat. Auf dem Facebook-Account des Discounters teilte er einen Screenshot von dem Prospekt, das mehrere Gemüse-Sorten anpreist. „Im Ernst? Sind Gurken jetzt das neue Gold?“, fragte er entsetzt.

Lidl: Kunde blättert durch Prospekt –und sieht Preise:„Die haben doch 'nen Knall“

Andere Kundinnen und Kunden gaben sich ebenfalls entrüstet: „Die haben doch 'nen Knall“ heißt es in den Kommentaren. Andere User wiesen darauf hin, dass nicht nur Gurken, sondern auch Tomaten und Milchprodukte teurer geworden sind.

„Wow, das nenne ich doch mal extrem“, meint ein Kunde. „Gurken für 3,49 Euro. Wie bitte soll man sich und seine Kinder bei solchen Preisen gesund ernähren? Ich weiß, dass es Alternativen gibt. Aber das ist schon wirklich enorm… Zudem es auch noch ein normales Produkt aus Deutschland ist.“

Aldi, Lidl, Rewe & Co.: Kunden reagieren auf aktuelle Preise beim Blättern durch den Prospekt

Der Kilopreis für die Deutschen Bauerngurken, die Lidl anpreist: 4,65 Euro. Lidl selbst wies darauf hin, dass es sich dabei nicht um die klassische Salatgurke handle, sondern um jene Bauerngurken in einer 750-Gramm-Packung.

Obst und Gemüse wird immer teurer – nicht nur bei Lidl, sondern bei nahezu allen großen Handelsketten. Vor einigen Wochen wies auch der Verbraucherzentrale Bundesverband darauf hin, dass vor allem Haushalte mit niedrigem Einkommen von dieser Entwicklung betroffen sind. Der Verband sprach sich für eine völlige Abschaffung der Mehrwertsteuer speziell bei Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten aus.

Der Einzelhandel wiederum stand dem Vorstoß skeptisch gegenüber: „Das Mehrwertsteuerrecht in Deutschland ist schon kompliziert genug, weitere neue Differenzierungen führen in die Irre“, so ein Sprecher des Handelsverbands Deutschland (HDE). Man sei sich aber darüber einig, dass die Bundesregierung Menschen mit kleinem Einkommen helfen müsse.

Übrigens: Lidl betreibt 10.800 Filialen in 32 Ländern (Stand: September 2020) und ist nach Aldi der zweitgrößte Discounter der Welt. Das Tochterunternehmen der Schwarz-Gruppe, zu der auch Kaufland gehört, hat im Jahr 2019 einen Umsatz von 89 Milliarden Euro erzielt. (mg)

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