Stiftung Warentest Kaffeebohnen für Vollautomaten – Espresso und Caffè Crema im Test

Die Stiftung Warentest hat Kaffeebohnen für Vollautomaten getestet. Unser Symbolfoto wurde währen der Spezialitätenkaffeemesse „Kaffeecampus“ 2014 in Berlin aufgenommen.

Die Stiftung Warentest hat Kaffeebohnen für Vollautomaten getestet. Unser Symbolfoto wurde währen der Spezialitätenkaffeemesse „Kaffeecampus“ 2014 in Berlin aufgenommen.

Die Stiftung Warentest hat Kaffee gekocht: Insgesamt wurden 21 verschiedene Espresso- und Caffè-Crema-Bohnen getestet. Welche sind die Besten?

Viele Menschen trinken gerne Kaffee – und manch einer hat sich vielleicht schon einen Vollautomaten gegönnt. Doch die Auswahl an Bohnen ist schier unendlich. Stiftung Warentest hat daher verschiedene Espresso-Bohnen und mehrere Caffè-Crema-Bohnen genau unter die Lupe genommen. Insgesamt wurden 21 Produkte getestet. 

Die Ergebnisse sind überraschend. Vorgestellt werden die Ergebnisse der Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift „test“ (Heft 01/22). Untersucht wurden neben der sensorischen Beurteilung (Geruch, Geschmack, Mundgefühl, Nachgeschmack) auch die Schadstoffmenge, die Nutzerfreundlichkeit der Verpackung und die Deklaration. 

Stiftung Warentest: Die besten Espresso-Bohnen

Die Stiftung Warentest hat in der Kategorie Espresso-Bohnen zwei klare Punktsieger festgestellt, die vor allem in der sensorischen Beurteilung überzeugten:

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  • Lavazza „Espresso Italiano Cremoso“, Note: Gut (1,8), Preis: 15 Euro/Kilo
  • Segafredo „Intermezzo“, Note: Gut (1,9), Preis: 9 Euro/Kilo

Stiftung Warentest testet Caffè-Crema-Bohnen

Stiftung Warentest hat ebenfalls die beliebten Caffè-Crema-Bohnen getestet. Leider kamen sie zum Ergebnis, dass vor allem Kaffee aus Crema-Bohnen sich im Geschmack kaum unterscheidet. Die Röster richteten sich nach den Erwartungen der Konsumenten: „So entsteht ein Mainstream-Geschmack“, lautet das Urteil. Körper, Bitterkeit, Säure und Röstaroma seien fast durchweg mittelstark ausgeprägt. 

Außerdem wurde festgestellt, dass teure und günstige Bohnen geschmacklich gleichauf sind. Insgesamt hat keine der getesteten Caffè-Crema-Bohnen sonderlich schlecht abgeschnitten, mit diesen vier ist man aber noch am besten beraten:

  • NettoMarken-Discount „Cafét Caffè Crema Barista“, Note: Gut (2,0), Preis: 8 Euro/Kilo
  • Aldi Nord „Moreno Caffè Crema“, Note: Gut (2,1), Preis: 8 Euro
  • Lidl„Bellarom Caffè Crema Gustoso“, Note: Gut (2,1), Preis: 8 Euro
  • Speicherstadt Kaffee „Caffè Crema“, Note: Gut (2,1), Preis: 27,60 Euro

Unbedenkliche Schadstoffmengen im Kaffee

An der Qualität der Bohnen sei insgesamt indes kaum etwas auszusetzen. Den von der EU-Kommission festgelegten Richtwert für den Schadstoff Acrylamid, der beim Rösten entsteht und das Erbgut verändern sowie möglicherweise Krebs verursachen könne, unterschritten alle Testkandidaten. Er liegt bei 400 Mikrogramm je Kilo.

Auch Furan, ebenfalls ein Begleitprodukt des Röstens, das in Tierversuchen zu Krebs und Leberschäden geführt habe, stelle im zubereiteten Kaffee der Testkandidaten kein Problem dar: Von der flüchtigen Substanz, die die Tester in der Bohne nachwiesen, gehe nur wenig in die Tasse über: „Kein Kaffee schneidet im Schadstoffurteil schlechter als befriedigend ab“, so das Fazit. Das Gesamturteil lautet bei 20 Produkten „gut“, nur eines schneidet mit „befriedigend“ ab.

Kauf des Kaffees nicht nur vom Preis abhängig machen

Problembewussten Verbrauchern rät die Stiftung dennoch davon ab, den Kaffeeeinkauf nur vom Preis abhängig zu machen. Nur neun Produkte im Test tragen ein Bio- oder Nachhaltigkeitssiegel. Weil Kaffeeplantagen wegen des Klimawandels in höhere Lage umzögen, werde dort für den Anbau Regenwald abgeholzt. „Wem all das nicht egal ist, sollte nicht nach den günstigsten Angeboten suchen, sondern nachhaltig angebauten Kaffee kaufen.“ Auch Kaffee von Unternehmen, die auf Direkthandel setzen, könne eine gute Wahl sein.

Im aktuellen Test fand die Stiftung Warentest jedoch nur wenige Produkte mit dem EU-Bio-Siegel sowie den gängigen Nachhaltigkeitssiegeln Rainforest Alliance, Utz und Fairtrade. Letztere Zertifizierung garantiere den Anbauenden einen Mindestpreis für den Rohkaffee und eine Prämie. (sai/dpa)

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