Abo

Herz gebrochen, Konto leerExperte erklärt, wie Sie sich vor der fiesen Liebes-Falle schützen

Dating-Apps auf einem Smartphone

Copyright: Sina Schuldt/dpa/dpa-tmn

Vorsicht ist geboten: Auf den Dating-Portalen und -Apps können auch Betrüger unterwegs sein, sogenannte Love- oder Romance-Scammer.

Experte warnt vor fieser Liebes-Falle im Internet

Liebe macht blind – und Betrüger reich. Beim fiesen Love Scamming wird die Sehnsucht nach Zuneigung zur Falle. Kriminelle spielen im Internet große Gefühle vor, nur um ihre Opfer am Ende eiskalt auszunehmen.

Diese Betrugsart ist die digitale Weiterentwicklung des klassischen Heiratsschwindels. Die Kriminellen jagen aber nicht mehr im echten Leben, sondern mit gefälschten Profilen auf Social Media und in Dating-Apps. Ein Experte, der frühere Polizeikommissar und Seniorensicherheitsberater Wolfgang Sinn, warnt nun im Magazin „Senioren Ratgeber“. Er zeigt, wie man die Betrugsmasche durchschaut und sich zur Wehr setzen kann.

Die perfide Strategie der Liebes-Betrüger

Laut Sinn folgen die Täter einem klaren Schema. Zuerst umgarnen sie ihre Zielpersonen mit Schmeicheleien und liebevollen Botschaften. Über Wochen wird eine romantische Beziehung aufgebaut. Doch dann der Schock: Plötzlich wird nach Geld gefragt. Und das ist meist nur der Anfang einer Spirale von Geldforderungen.

Von außen betrachtet mag die Falle offensichtlich erscheinen. Wer aber emotional verwickelt ist, ist oft blind für die Warnsignale. Die Kriminellen seien, so Sinn, „sehr geschickt, mit Wort und Schrift die Gefühlswelt der Betroffenen zu erreichen und durcheinanderzubringen“.

Besonders gefährdet sind vor allem Senioren, die sich nach Einsamkeit einen neuen Lebenspartner erhoffen. Doch die Betrugsmasche trifft auch junge Leute. Häufig schöpfen Freunde oder die Familie zuerst Verdacht, doch ihre Bedenken werden von den Verliebten oft in den Wind geschlagen.

Alarmstufe Rot: Diese Signale entlarven die Betrüger

Bei bestimmten Anzeichen sollten Sie sofort misstrauisch werden. Der Kontaktpartner sendet kaum Bilder oder erst auf wiederholtes Drängen? Diese Fotos sind laut Experte Sinn oft einfach aus dem Netz kopiert. Persönliche Verabredungen platzen ständig wegen fadenscheiniger Begründungen.

Eine hinterhältige Taktik ist die Forderung nach Geheimhaltung – angeblich aus Angst vor dem Neid anderer. Häufig geben die Kriminellen vor, im Ausland zu sein. Dann brauchen sie plötzlich Geld für ein Flugticket, ein Visum oder einen angeblichen Notfall in der Familie. Die Zusage, die Summe zu erstatten, ist nichts als eine leere Behauptung. Teilweise wird sogar extrem schnell von einer Heirat gesprochen.

Sollten Sie skeptisch werden, recherchieren Sie so viel wie möglich über diese Person. Aber Vorsicht ist geboten: Online-Profile und Bilder lassen sich leicht fälschen. Die entscheidende Empfehlung von Wolfgang Sinn ist deshalb: Schickt auf keinen Fall Geld! Ganz gleich, wie dramatisch die vorgebrachte Story auch sein mag.

In die Liebes-Falle getappt? So wehren Sie sich jetzt

Wenn Sie realisieren, dass Sie einem Liebes-Schwindler zum Opfer gefallen sind, handeln Sie! Schämen Sie sich nicht dafür. Beenden Sie umgehend jegliche Kommunikation. Falls nötig, ändern Sie Ihre Telefonnummer und Ihre Mailadresse.

Gehen Sie zur Polizei und erstatten Sie Anzeige. Legen Sie dabei alle gesicherten Beweismittel wie Nachrichten, E-Mails und Bilder vor. Melden Sie das gefälschte Profil auch dem Plattform-Anbieter, um weitere Personen zu schützen. Rat und Beistand bieten zudem Hilfsorganisationen wie der „Weissen Ring“. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Eine Seniorin sitzt auf einem Treppenlift und fährt die Treppe eines Hauses hoch.

Zu teuer?

AnzeigeWarum ein Treppenlift günstiger ist als 5 Monate Pflegeheim