Stiftung Warentest Kein reiner Birnensaft schneidet gut ab – warum?

Birnen liegen in einer Schale auf einem Tisch.

Viele trinken gerne Apfelsaft, doch auch Birnensaft ist beliebt. Das Foto wurde am 18. Oktober 2009 in Frankfurt aufgenommen.

Einen leckeren und gleichzeitig unbedenklichen Birnensaft zu finden ist schwerer als gedacht. Stiftung Warentest stellt sogar fest, dass bei manchen Birnensäften einiges besser laufen könnte. Die Birnensaft-Mischungen überzeugen jedoch.

Bei vielen Familien kommt er regelmäßig auf den Tisch: Birnensaft. Neben Apfelsaft ist er einer der beliebtesten Säfte und man findet ihn auch eigentlich in jedem Supermarkt-Regal.

Aber welcher Birnensaft ist der beste? Stiftung Warentest hat sich mit dieser Frage im „test“-Heft Ausgabe 4/2022 beschäftigt und hat mehrere Birnensäfte getestet. Schnell zeigte sich aber: Die Birnensaft-Mischungen schnitten deutlich besser ab.

Keiner der vier Birnensäfte ist „gut“

Insgesamt wurden vier reine Birnensäfte und sechs gemischte Apfel-Birnen-Säfte getestet. Neben dem Geschmack wurde auch das Aromagehalt, die Qualität und die Deklaration der Verpackungen untersucht.

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Zwar schmecken die Birnensäfte bis auf einen besser als „befriedigend“, doch die Endnote wurde vor allem durch die Deklaration herabgesetzt. Rein vom sensorischen Urteil her wäre der „Van Nahmen Williams Christ Birne 100% Direktsaft“ der klare Sieger, doch seine Deklaration erhielt die Note „ausreichend“. Alle vier Birnensäfte erhielten im Endeffekt aber die Bewertung „befriedigend“:

  • Albi Heimische Birne, 100% Direktsaft, Note: Befriedigend (2,7), Preis: 1,18 Euro pro Liter
  • Van Nahmen Williams Christ Birne 100% Direktsaft, Note: Befriedigend (2,7), Preis: 5,25 Euro pro Liter
  • Pfanner 100% Birne Direktsaft naturtrüb, Note: Befriedigend (3,2), Preis: 1,79 Euro pro Liter
  • Voelkel Bio Bire 100% Direktsaft, Note: Befriedigend (3,2), Preis: 3,70 Euro

Apfel-Birnen-Säfte sind Gewinner

Von den sechs Apfel-Birnen-Säften schnitten fünf mit der Note „gut“ ab. Der beste war mit einer Bewertung von 2,2 der „Amecke Sanfte Säfte Williams Christ Birne-Apfel“. Birnensaft schmeckt grundsätzlich süßer als Apfelsaft, aber in der Mischung vertragen sie sich sehr gut. Tatsächlich wurde dem Birnensaft aber kein zusätzlicher Zucker zugeführt – er schmeckt nur süßer, weil er mehr Fruktose und weniger Säure enthält.

Erfreulich ist ebenfalls, dass die Stiftung Warentest keine Spuren von Pflanzenschutz entdecken konnte, noch nicht mal in dem Bio-Birnensaft. Die Birnen stammen auch überwiegend aus den EU-Ländern und Deutschland selbst.

Birnen punkten mit Folsäure

Birnen regen sogar die Verdauung an, haben Sie das gewusst? Außerdem haben sie viel Folsäure und andere Vitamine. Im Saft sind diese jedoch fast komplett verloren gegangen, er dient also eher nur dem Genuss. Wer seinen Durst löschen will, sollte der Birnensaft mit Wasser vermischt werden – beispielsweise ein Teil Schorle und drei Teile Wasser. (sai)

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