Rauchwolke über Sylt Feuerwehr im Großeinsatz – Brandgeruch auf der ganzen Insel

Stiftung Warentest Apfelsaft geprüft: Teuer heißt noch lange nicht gut

Apfelsaft wird von vielen Menschen gerne getrunken. Aber welcher Apfelsaft ist eigentlich der beste? Stiftung Warentest hat mehrere naturtrübe Direktsäfte und klare Säfte aus Konzentrat getestet und kam zu überraschenden Ergebnissen.

Ob zum Frühstück, zum Mittag- oder Abendessen: Apfelsaft ist sehr beliebt. Er wird, egal ob pur oder als Schorle mit Wasser gemischt, von Kindern und Erwachsenen gleichermaßen gerne getrunken. Aber welcher Apfelsaft ist der beste? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem naturtrüben Direktsaft und dem klaren Saft aus Konzentrat?

Wer qualitativ guten Apfelsaft trinken möchte, muss nicht mehr als einen Euro pro Liter ausgeben. Soll er zudem noch richtig gut schmecken, steigt der Preis mitunter um ein Mehrfaches. Stiftung Warentest hat sich in der neuen Ausgabe vom „test“-Heft 3/2022 diesen Fragen gewidmet.

Stiftung Warentest: Klarer Saft aus Konzentrat oder naturtrüber Direktsaft?

Schnell wird klar: Die naturtrüben Direktsäfte punkten in einigen Kategorien mehr als die klaren Säfte aus Konzentrat.

Alles zum Thema Stiftung Warentest
  • „Stiftung Warentest“ Kinderzahnpasta im Test: Achtung, davon lieber die Finger lassen
  • „Stiftung Warentest“ Soundbars im Test: Damit wird Fernsehen zum ultimativen Kino-Erlebnis 
  • „Stiftung Warentest“ Grillwurst vs. Veggie-Würstchen: Was ist besser?
  • Privatsphäre-Check Stiftung Warentest: Bei diesen Messenger-Apps liest keiner mit
  • „Stiftung Warentest“ Das beste Hundefutter 2022 – eine Produkt fällt durch
  • „Stiftung Warentest“ Dieses Rad schafft alles: E-Bikes im Test – worauf muss Sie beim Kauf achten müssen
  • Zinsen steigen Welche Taktik sich für Sparfüchse jetzt lohnen könnte
  • Stiftung Warentest Perfekt fürs Homeoffice: Diese Drucker lohnen sich wirklich
  • „Stiftung Warentest“ Gegen Schwitzen und hohe Temperaturen: Billigstes Klimagerät ist Preis-Leistungs-Sieger
  • „Stiftung Warentest“ Richtig günstiger Tischventilator ist auch Testsieger 2022

Untersucht wurden insgesamt 26 Apfelsäfte. Davon waren 16 Direktsäfte und die restlichen zehn Säfte aus Konzentrat. Die Ergebnisse sind durchwachsen: Unter dem Strich erhielten nur sechs das Urteil „gut“ - alles naturtrübe Säfte. Apfelsaft aus Konzentrat schnitt im Gesamturteil allenfalls mit „befriedigend“ ab. Allerdings kassierten drei naturtrübe Säfte die Noten „ausreichend“ beziehungsweise „mangelhaft“, darunter zwei Produkte mit Bio-Siegel.

Die gute Nachricht: Als gesundheitlich bedenklich stuften die Tester aber keinen Saft im Testfeld ein. Auch das Schimmelpilzgift Patulin fanden sie - anders als bei Tests 2009 und 2004 - in keinem Produkt.

Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen naturtrübem Direktsaft und klarem Saft aus Konzentrat? Der liegt nämlich in der Herstellung: Während beim Direktsaft der frisch gepresste Saft sofort pasteurisiert (kurz stark erhitzt) wird, müssen bei der Produktion von klarem Saft aus Konzentrat mehrere andere Schritte durchlaufen werden, beispielsweise das Verdampfen und das Rückverdünnen.

Stiftung Warentest: Die besten naturtrüben Direktsäfte

Der aromatischste und intensivste Apfelsaft im Test ist zugleich auch der teuerste: Mit 3,95 Euro pro Liter kostet der „Van Nahmen Bio-Apfelsaft von Streuobstwiesen“ nämlich knapp drei Euro mehr als seine Konkurrenten. Zwar ist er geschmacklich der beste, jedoch überzeugen die Apfelsäfte von Lidl oder Edeka auch auf anderen Ebenen und schneiden deshalb im Gesamturteil besser ab. Das ist die Top fünf der besten getesteten naturtrüben Direktsäfte:

  • Lidl Solevita Premium Direktsaft Apfel naturtrüb, Note: Gut (2,2), Preis: 0,99 Euro
  • Wesergold Apfelsaft naturtrüb, Note: Gut (2,2), Preis: 0,96 Euro
  • Edeka Apfel Direktsaft naturtrüb, Note: Gut (2,3), Preis: 0,99 Euro
  • Van Nahmen Bio-Apfelsaft von Streuobstwiesen, Note: Gut (2,3), Preis: 3,95 Euro
  • Voelkel Demeter Apfel 100% Direktsaft, Note: Gut (2,4), Preis: 2,70 Euro

Es ist aber auch Vorsicht geboten: Der Apfelsaft „Alnatura Demeter Apfel Saft naturtrüb“ erhält sogar die Bewertung „Mangelhaft“ (4,9) und fällt somit durch. Der Grund dafür: Es wurden Hinweise auf eine mikrobielle Belastung entdeckt, die auf minderwertige Äpfel oder eine schlechte Verarbeitung hinweist.

Stiftung Warentest: Klarer Saft verliert gegen naturtrüben Direktsaft

Während die naturtrüben Direktsäfte vor allem geschmacklich überzeugen, fallen die Testergebnisse der klaren Säften aus Konzentrat generell etwas schlechter aus. Während bei den naturtrüben Säften viele mit „Gut“ abschneiden, schafft das bei den Säften aus Konzentrat keiner. Wer trotzdem bei dem klaren Apfelsaft bleiben möchte, sieht hier die Top fünf der Stiftung Warentest:

  • Edeka Frucht Liebe Milder Apfel, Note: Befriedigend (2,6), Preis: 1,39 Euro
  • Kaufland K-Classic Apfelsaft klar, Note: Befriedigend (2,8), Preis: 0,79 Euro
  • Netto Marken-Discount Fruchtstern Apfelsaft, Note: Befriedigend (2,8), Preis: 0,79 Euro
  • Rewe Ja Apfelsaft, Note: Befriedigend (2,9), Preis: 0,79 Euro
  • Aldi Süd Rio D Oro´Apfelsaft klar, Note: Befriedigend (3,0), Preis: 0,79 Euro

Stiftung Waremtest: Apfelsaft hat einen sehr hohen Zuckergehalt

Zwar wird den Apfelsäften nicht noch mehr Zucker zugeführt, jedoch ist die Süße der Äpfel selbst schon sehr hoch – der Zuckergehalt der Äpfel ist mit dem von Cola gut vergleichbar.

Da der empfohlene Zuckerwert pro Tag für Erwachsene bei einen Wert von 50 Gramm liegt, sollte der Apfelsaft mit Bedacht getrunken werden. Ein Glas deckt nämlich schon die Hälfte dieses Zuckerwertes ab. Eine gute und gesündere Lösung: Den Apfelsaft mit Wasser mischen, damit eine Schorle entsteht.

Stiftung Warentest prüft Apfelsäfte: Beste Qualität nicht unbedingt teuer

Und warum ist der trübe Saft jetzt besser? Weil er mehr Polyphenole - sekundäre Pflanzenstoffe – enthält. Untersuchungen des Max-Rubner-Instituts – Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel – hätten gezeigt, dass naturtrüber Apfelsaft Frühformen von Dickdarmkrebs vorbeugen kann.

Zudem habe Apfel-Direktsaft einen etwas besseren ökologischen Fußabdruck als Saft aus Konzentrat, so die Tester. Allerdings nur dann, wenn die verarbeiteten Äpfel aus deutschem Anbau stammen. Dass die Herkunftsangaben auf den Verpackungen der Testkandidaten stimmen, hätten die Laboranalysen bestätigt. (sai/dpa)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.