Bock auf Urlaub? Studie zeigt, ob es uns wieder in die Ferne zieht

Ein Mann sitzt auf einem Felsvorsprung und schaut aufs Meer.

Die Reiselust der Deutschen steigt wieder an. Laut einer Studie haben besonders Pauschalreisen in das europäische Ausland in den Augen der Menschen wieder an Attraktivität gewonnen.

Wie sieht es nach eineinhalb Jahren Pandemie mit der Reiselust der Deutschen aus? Wie waren die Erfahrung im Urlaub unter Coronabedingungen?  Eine Umfrage zeigt einen klaren Trend.

Düsseldorf. Die Koffer packen und unbeschwerte Tage in der Ferne genießen. Abseits vom Alltagsstress entspannen – in Zeiten von Corona ein eher seltenes Vergnügen. Doch wie sieht es nach eineinhalb Jahren Pandemie aus? Steigt die Reiselust in Deutschland wieder?

Nach einer am Samstag (30. Oktober) veröffentlichten Umfrage der Unternehmensberatung PwC Deutschland gibt es auf diese Frage ein klares „Ja “als Antwort. Fast die Hälfte der Menschen (44 Prozent) ist in diesem Jahr bereits verreist. Gut ein Drittel (34 Prozent) plant dies für die kommenden sechs Monate.

„Nach 18 anstrengenden Monaten der Pandemie haben die Deutschen das Bedürfnis, dem Alltag zu entfliehen. Dazu gehören für viele Menschen wieder Urlaubsreisen im In- und Ausland“, fasste der PwC-Experte Ingo Bauer das Ergebnis der Studie zusammen. Die Angst vor Covid-19 trete langsam in den Hintergrund. „Immer mehr Menschen planen ihren Urlaub unabhängig davon.“

Rund 90 Prozent der Befragten, die 2021 bereits im Urlaub waren, gaben an, dass sie sich sowohl bei der Hin- und Rückreise als auch in ihrer Unterkunft am Urlaubsort tendenziell sicher gefühlt hätten und wieder reisen wollten. Rund 60 Prozent beschrieben ihre Erfahrungen im Urlaub als überraschend unkompliziert. Das galt sowohl für Deutschland-Urlauber, als auch für Reisende, deren Trips ins Ausland führten.

Die positiven Erfahrungen zeigten Wirkung, betonte Bauer. Besonders Pauschalreisen in das europäische Ausland hätten in den Augen der Menschen wieder an Attraktivität gewonnen. Zwei Drittel der Befragten könnten sich eine solche Reise in den kommenden sechs Monaten vorstellen, 11 Prozentpunkte mehr als noch im Frühjahr.

Verreisen in Coronazeiten: Pandemieängste noch nicht überwunden

Bei der Wahl der Unterkunft ist das Hotel wieder auf den Spitzenplatz gerückt. Es kommt mittlerweile wieder für 77 Prozent der Reisenden infrage, ein Plus von 6 Prozentpunkten gegenüber dem Frühjahr. Das Interesse an Ferienwohnungen war dagegen leicht rückläufig. Deutlich zugenommen hat die Bereitschaft, statt mit dem eigenen Wagen wieder mit dem Flugzeug oder der Bahn anzureisen.

Völlig überwunden sind die Pandemieängste allerdings noch nicht. Rund zwei von drei Befragten würden immer noch ihre Reise tendenziell absagen, wenn sie bei der Rückkehr nach Deutschland in Quarantäne müssten oder zu große Einschränkungen am Zielort vorfinden würden.

Der häufigste Grund, in den nächsten sechs Monaten keine Reise zu buchen, ist jedoch weder die Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus. Sie ist deutlich zurückgegangen. Noch sind es mögliche Einschränkungen am Urlaubsort. Es sind die Finanzen: 44 Prozent der Befragten sagten, dass sie sich eine Urlaubsreise nicht leisten könnten. Bei der gleichen Befragung im April 2021 nannten nur 31 Prozent finanzielle Hürden als Reisehindernis. (dpa)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.