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Fällt der Sommerurlaub ins Wasser? Düstere Aussichten für viele Reisende – jetzt schnell sein

Eine Frau ruht sich im Sommer 2022 in Palma (Mallorca) auf einer Luftmatratze im Meer aus.

Eine Frau ruht sich im Sommer 2022 in Palma (Mallorca) auf einer Luftmatratze im Meer aus. Für den Sommerurlaub 2023 werden größere Preissteigerungen erwartet. 

Bei vielen laufen die Planungen für den Sommerurlaub 2023 auf Hochtouren. Doch die Reisen werden teilweise drastisch teurer – auch für beliebte Ziele wie Mallorca. Was Sie jetzt beim Buchen unbedingt beachten sollten.

Der Sommer 2023 steht vor der Tür – und damit auch der Sommerurlaub. Draußen ist es aktuell zwar noch kalt und ungemütlich, doch die Hochphase für die Frühbucher hat längst begonnen.

Reisebüros berichten von hervorragenden Buchungseingängen, vor allem bei Langfristbuchungen. Laut Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) werden die Deutschen 2023 ähnlich intensiv verreisen wie vor Corona. 

Sommerurlaub: Reisepreise 2023 steigen für beliebte Ziele

Doch Preisanalysen zeigen, dass viele Familienreisen 2023 teurer werden – auch der Urlaub bleibt nicht von der Inflation verschont. Einige Reisen werden teilweise deutlich teurer, da lohnt sich ein Blick in die Frühbucher-Angebote der Veranstalter.

Alles zum Thema Mallorca

Seit Dezember bis in den März hinein bieten sie Rabatte, das kann vor allem für Familien schnell mal Hunderte Euro Ersparnis bedeuten. Wir verraten, was Sie jetzt beim Buchen unbedingt beachten sollten. 

Eine aktuelle Preisanalyse von HolidayCheck im Dezember bestätigt, was viele schon befürchtet haben: Die Inflation und hohe Energiepreise führen dazu, dass die Reisepreise 2023 für beliebte Ziele steigen werden. 

Analysiert wurde eine einwöchige Reise für Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern, inklusive Flug, Hotel, Transfer. Den größten Anstieg seit 2019 verzeichnen demnach aktuell Kreta mit 71 Prozent, die Türkische Riviera mit 45 Prozent und Mallorca mit einem um 35 Prozent höheren Durchschnittspreis.

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Zwar seien auch für Mallorca-Reisen die Preise gestiegen, allerdings bleibt die Baleareninsel im Durchschnitt günstiger als viele andere Ziele: Die Woche kostet hier für die Familie durchschnittlich 3202 Euro während der Oster- oder Sommerferien 2023.

Sommerurlaub 2023: Nachfrage ist groß

Zum Vergleich: Gran Canaria kostet durchschnittlich 3368 Euro, die Türkische Riviera 3488 Euro. Ägypten (Hurghada, Safada), Fuerteventura und Kreta schlagen mit ungefähr 3500 bis 3600 Euro für die Familienflugreise zu Buche. 3900 bis 4000 Euro pro Woche kosten der Analyse nach die Ziele Teneriffa, Rhodos und Kos im Schnitt.

Die Analysen gehen davon aus, dass es deshalb deutlich mehr Frühbucher in diesem Jahr geben wird. Berichte von Reisebüros scheinen dies auch zu belegen: Die Nachfrage nach Urlaub ist groß.  

Doch Reisende sollten die Fristen von den Veranstaltern kennen, bis wann Rabatte noch möglich sind. Denn zur Hauptsaison hin wird das Reisen immer teurer. Last-Minute lohnt sich in den seltensten Fällen – da sind auch die Veranstalter selbst einer Meinung. 

Sommerurlaub 2023: Bis wann gelten Frühbucher-Rabatte?

Doch bis wann gelten Frühbucher-Rabatte? Und wie viel Ersparnis ist drin? Eine Übersicht: 

  • TUI Deutschland: In der Regel seien die meisten Schnäppchen für den Sommerurlaub bis Ende Januar oder Februar zu entdecken, teilt der größte deutsche Veranstalter der Deutschen Presse-Agentur mit. Preisnachlässe von 40 Prozent seien dann möglich.
  • FTI: Mit Frühbucherrabatten seien bis zu 55 Prozent Rabatt auf den Hotelpreis möglich, teilt der Münchner Anbieter mit. Der spätestmögliche Buchungszeitpunkt wäre der 31. März 2023 – dann könne man zwischen Mai und Oktober vergünstigt reisen.
  • DER Touristik: Bei Dertour und den Schwestermarken ITS und Meiers Weltreisen seien die Rabatte ebenfalls nach Stichtagen gestaffelt: Aktuelle Termine sind Ende Januar und Ende März. Es gebe auch „rollende Varianten“ von Ermäßigungen – je nachdem, wie früh vor Reisebeginn gebucht wird. Heißt: Wer sich 90 Tage vorher festlegt, kann mehr sparen als bei 30 Tagen Vorlauf.
  • Schauinsland-Reisen: Für den Sommerurlaub 2023 gebe es höhere Rabatte häufig bei Buchungen bis zum 31. Januar. Wer sich bis Ende März entscheide, könne immer noch eine Menge Geld sparen. Wie hoch die Rabatte ausfallen, komme auf Region und Hotel an. Für die Balearen seien Ersparnisse bis zu 30 Prozent auf den Hotelpreis drin.
  • Alltours: Frühbucherrabatte von bis zu 35 Prozent seien möglich. Bei Alltours ist die Stornierung oder Umbuchung eines Urlaubs bis 14 Tage vor Abreise ohne Aufpreis möglich. Bei vielen anderen Anbietern kosten solche Flex-Tarife extra.
  • Anex Tour: Zum Unternehmen gehören die Marken Bucher Reisen, Öger Tours, Neckermann Reisen und Anex Tour: Sie gewähren bei Buchungen bis 31. Januar bis zu 50 Prozent Rabatt auf den Hotelpreis. Bei Buchungen für den Sommerurlaub 2023 bis Ende März seien bis zu 35 Prozent drin. 

Der Sommer jedenfalls kann für die Veranstalter kommen: Mehrere Anbieter haben ihre Sommerprogramme 2023 vorgestellt und stellenweise noch einmal ordentlich aufgestockt, wie das Branchenmagazin „touristik aktuell“ berichtet.

Sommerurlaub 2023: Neue Programme der Veranstalter

Anex Tour, das seinen Fokus auf die Türkische Riviera legt, habe demnach erstmals auch die Ägäis­küste mit 150 Hotels im Portfolio. Bucher Reisen habe sein Angebot in Spanien deutlich ausgebaut, auf den Balearen sei das Programm fast verdoppelt worden. Für Griechenland haben beide Anbieter weitere Ziele aufgenommen: Samos und Lesbos beispielsweise. 

DER Touristik habe sein Flex-Angebot ausgebaut, das die Pauschalreisen ab 59 Euro pro Buchung absichert, inklusive kostenfreier Umbuchung oder Stornierung bis 14 Tage vor Abreise. Rund 2000 Urlaubs- und Städtereisehotels seien damit buchbar. Außerdem habe man das Angebot im Outdoor-Segment, bei den Camping- und den Familienurlauben ausgebaut.

Bei TUI seien All-inclusive-Angebote so gefragt wie nie. „Der Trend geht zu Vollkasko fürs Budget“, wird TUI-Deutschland-Chef Stefan Baumert vom Branchenmagazin zitiert. Hier habe man aufgestockt, mehr als 6000 Unterkünfte mit All-Inclusive seien im Programm, Neuzugänge seien fünf TUI Blue Hotels in Bulgarien, auf Zypern, Mallorca und Menorca sowie in Ägypten. Laut Baumert habe auch der Anteil an Familienbuchungen noch einmal deutlich zugenommen, es gebe zehn Prozent mehr Familienhotels im Portfolio. 

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