Fuß vom Gas! Eine Woche lang Raser-Jagd in Deutschland.
Jagd auf RaserBundesweiter Blitzermarathon gestartet, hier wird jetzt geblitzt

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Im April findet wieder ein bundesweiter Blitzermarathon der Polizei statt. (Symbolbild)
Runter vom Gas! Diese Woche müssen Autofahrerinnen und Autofahrer besonders aufpassen. Von Montag bis Sonntag läuft der Blitzermarathon, bei dem im ganzen Land verstärkt die Geschwindigkeit gemessen wird, wie die dpa meldet. Auch in Köln und der Region drohen mehr Radarfallen.
Der Höhepunkt der „Speedweek“ ist für Mittwoch (15. April) angesetzt. Fast die gesamte Bundesrepublik ist dabei, lediglich das Saarland beteiligt sich nicht. Ein besonderes Augenmerk legen die Beamten auf unfallgefährdete Strecken sowie auf sensible Zonen wie vor Schulen, Krankenhäusern oder im Bereich von Baustellen.
Was steckt hinter der Blitzer-Aktion?
Die Ordnungshüter verfolgen das Ziel, die Gefahren von Raserei wieder stärker in das öffentliche Bewusstsein zu bringen. „Zum einen wollen wir Geschwindigkeitsverstöße erkennen und ahnden, zum anderen Aufmerksamkeit generieren“, ließ das Polizeipräsidium Trier im Vorfeld verlauten. Zu hohes oder unangepasstes Tempo gilt als eine der primären Ursachen für Unfälle, speziell für solche mit tödlichem Ausgang.
Ein Blick auf die Unfallstatistik belegt die ernste Lage: Laut vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen im Vorjahr 2.814 Menschen im deutschen Straßenverkehr ums Leben. Das sind circa zwei Prozent mehr als 2024, als 2.770 Todesopfer zu beklagen waren.
Bringen die Kontrollen wirklich was?
Es ist jedoch fraglich, ob Aktionen wie der Blitzermarathon eine nachhaltige Wirkung zeigen. Eine Untersuchung der Universität Passau, für die 1,5 Millionen polizeilich registrierte Unfälle zwischen 2011 und 2014 analysiert wurden, lieferte ein ernüchterndes Resultat. Demnach führen zeitweise intensivierte Messungen nur zu einer kurzfristigen Regelbefolgung bei den Verkehrsteilnehmern. Um die Unfallstatistik dauerhaft zu verbessern, sei ein permanentes Tempolimit wesentlich wirksamer.
ADAC sieht trotzdem einen Nutzen
Der ADAC äußert sich nach eigenen Angaben dennoch prinzipiell positiv über die Maßnahme. Die umfassende Berichterstattung in den Medien schaffe ein Bewusstsein, das über die tatsächlich geblitzten Personen hinausgehe. „Die Geschwindigkeit ist an die Umgebung anzupassen. So gesehen ist ein Tempolimit auch als Limit und nicht als Empfehlung zu verstehen“, führte der ADAC-Verkehrspsychologe Ulrich Chiellino aus.
Wer von einer Radarfalle erwischt wird, dem drohen die üblichen Strafen: ein Bußgeld, Punkte in Flensburg und im schlimmsten Fall auch ein Fahrverbot. Und der nächste Termin steht auch schon fest: Die kommende „Speedweek“ soll vom 3. bis 9. August stattfinden (red).
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