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Polarwirbel bricht zusammenSteht Deutschland vor einem Kälte-Schock?

Copyright: IMAGO / Andre März

Verschneites Auto im Schneefall bei Nacht.

Schluss mit Frühling! Eine Wetter-Wende bringt die Kälte.

T-Shirts adé, die dicke Jacke muss her! In Deutschland steht das Wetter vor einer plötzlichen Kehrtwende. Starke Regenfälle und auch Gewitter werden zwischen Samstagnachmittag und Sonntag erwartet. Parallel dazu kühlt es stark ab, und der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert nur noch Werte im Bereich von 12 bis 15 Grad. Lediglich im Süden des Landes sind bis zu 18 Grad denkbar.

Der Meteorologe Dominik Jung bezeichnet dies als eine der „markantesten Wetterumstellungen dieses Frühjahrs“. Laut ihm erlebt Deutschland die finalen Momente des frühlingshaften Hochdrucks, welcher seit den Ostertagen die Wetterlage prägte. Dieses Hoch steht jedoch enorm unter Druck, und die Entwicklungen der nächsten Woche werden es in sich haben. Das berichtet „t-online“.

Blockadehoch über dem Atlantik mischt alles auf

Die Ursache für diesen drastischen Umschwung: Ein sogenanntes Blockadehoch, welches sich mit einer 83-prozentigen Wahrscheinlichkeit im Gebiet von Kanada, Grönland und Island bildet. Dieses gewaltige Hochdruckareal fungiert als eine Art Sperre und unterbricht die gewohnte Westströmung, die uns normalerweise milde Atlantikluft beschert.

Jung warnt: „Und genau hier wird es meteorologisch brisant“. Für uns in Deutschland heißt das: Eine östliche Wetterlage etabliert sich. Anfangs fallen die Temperaturen lediglich auf 6 bis 12 Grad, was nach den warmen Wochen eine simple Rückkehr zu normalen Werten darstellt.

Droht der totale Zusammenbruch des Polarwirbels?

Der Wetter-Experte unterstreicht: „Die eigentliche Brisanz liegt in dem, was danach kommen könnte“. Der Grund: Das Blockadehoch übt gemeinsam mit weiteren Hochdruckgebieten einen immensen Druck auf den bereits angeschlagenen Polarwirbel aus. Die bedeutenden Vorhersagemodelle, das europäische ECMWF und das amerikanische GFS, berechnen einen „regelrechten Zusammenbruch des Polarwirbels“.

Ein derartiger Zusammenbruch wird in der Meteorologie als eines der deutlichsten Anzeichen für großflächige Kaltlufteinbrüche gewertet. Überbleibsel des sich auflösenden Wirbels könnten als separate Kaltluftpakete südwärts ziehen und Kurs auf Deutschland nehmen.

Schnee bis auf 600 Meter? Das Horror-Szenario

In seiner extremsten Version entwirft das amerikanische Modell ein wahres Schreckensszenario: Etwa am 26. April könnte Polarluft von Skandinavien aus geradewegs nach Mitteleuropa strömen. Die Folge wäre ein Temperatursturz auf frostige 4 bis 8 Grad. Die Grenze für Schneefall könnte auf 600 bis 1.000 Meter absinken, und darüber wäre sogar eine durchgehende Schneeschicht denkbar. Selbst Graupelschauer in niedrigeren Gebieten wären in diesem Fall nicht ungewöhnlich.

Aber es existiert auch eine komplett gegensätzliche Option! Laut Jung ist das komplette Szenario von einem einzigen Faktor abhängig: der präzisen Lage des Blockadehochs. Sollte es sich nur um einige hundert Kilometer ostwärts verlagern, könnte anstelle des Kälteeinbruchs eine Omegawetterlage resultieren, die Deutschland sommerliche Werte über 25 Grad bescheren würde. Die gewohnte Westwetterlage wird jedoch bis tief in den Mai hinein unterbrochen bleiben. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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