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„Nein, das ist es nicht“Therapeutin klärt über die 7 größten Journaling-Irrtümer auf

Eine Frau schreibt in ein Heft

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn

Journaling ist eine beliebte Mental-Health-Praxis - es gibt aber viele Mythen dazu.

Alle reden von Journaling, aber du traust dich nicht? Schluss mit der Angst!

Das Aufschreiben der eigenen Gedanken, bekannt als „Journaling“, ist ein riesiger Trend. Es verspricht Stressabbau, mentale Klarheit und mehr Selbstverständnis. Vor allem in den sozialen Netzwerken sieht man ständig makellose Bilder von kunstvollen Notizbüchern und tiefsinnigen Einträgen.

Aber was ist an dem Hype wirklich dran? Viele Annahmen sind schlichtweg falsch, wie die dpa berichtet. Die zertifizierte Schreibtherapeutin Doris Hönig räumt mit den sieben hartnäckigsten Irrtümern auf.

Irrtum 1: „Journaling ist extrem aufwendig“

„Nein, das ist es nicht“, widerspricht Hönig. Es muss auch nicht kompliziert sein. Bereits zehn Minuten am Tag reichen ihr zufolge, um den Kopf zu sortieren und Stress zu reduzieren. Das Wichtigste ist die Routine.

Irrtum 2: „Ich muss fehlerfrei schreiben“

Ein weiterer verbreiteter Denkfehler. Dein Tagebucheintrag muss kein literarisches Genie sein. Es ist absolut in Ordnung, auch Alltägliches festzuhalten. Grammatik und Rechtschreibung sind dabei komplett nebensächlich.

Irrtum 3: „Ich brauche ein teures Notizbuch“

Natürlich gibt es unzählige edle Journals, teils mit vorgegebenen Fragen. Doch das ist kein Zwang. Es geht nicht um ein schönes Design, sondern um deine persönliche Auseinandersetzung. Das gelingt auch mit einem einfachen Collegeblock.

Irrtum 4: „Meine Gedanken könnten falsch sein“

Ganz und gar nicht. Beim Journaling existiert kein Richtig oder Falsch. Es zählen ausschließlich deine eigenen Empfindungen und Ideen.

Irrtum 5: „Oh Gott, wenn das jemand liest ...“

Die Befürchtung, dass andere die persönlichen Notizen entdecken, ist eine große Hürde. Dabei ist das der Sinn der Sache: auch Gedanken aufs Papier zu bringen, die man sonst für sich behält oder für die man sich geniert.

Diese Aufzeichnungen sind nur für deine Augen bestimmt. Wer dennoch Angst vor neugierigen Blicken hat, sollte das Buch an einem sicheren Ort wegschließen.

Irrtum 6: „Ich bin zum täglichen Schreiben verpflichtet“

Absolut nicht. Tägliches Schreiben ist eine Option, aber keine Pflicht. „Eine Regelmäßigkeit sollte aber da sein, zum Beispiel jeden Samstag“, lautet die Empfehlung von Doris Hönig. Finde einen Rhythmus, der zu dir passt.

Irrtum 7: „Das ist doch reine Zeitverschwendung“

Das Gegenteil ist der Fall. Wer regelmäßig Emotionen und Gedanken notiert, erkennt eigene Muster und kann bewusst eingreifen. Wie die dpa meldet, deuten Studien sogar darauf hin, dass durch regelmäßiges Journaling der Stresspegel gesenkt werden kann. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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