Ohne Chemie So einfach geht das Putzen mit Dingen, die fast jeder im Haushalt hat

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Putzmittel müssen nicht unbedingt sein. Badreiniger enthält zwar kalklösende Substanzen, doch das gilt auch für die Zitrone und ihre Säure.

Köln – Ein Blick in den Putzschrank zeigt in vielen Haushalten, dort stehen jede Menge Putzmittel. Zu viele. Eine Milliarde Euro geben wir Deutschen laut BUND pro Jahr für Reinigungsmittel im Haushalt aus. Und oft verwenden wir viel mehr Putzmittel als nötig wäre, so der Umweltverband.

Dabei brauchen wir zum Reinigen an vielen Stellen überhaupt keine Chemie. Das Putzportal Helpling zeigt, mit welchen sieben Dingen der Haushalt genauso sauber bleibt.

Zitrone statt Badreiniger

Badreiniger enthält zwar kalklösende Substanzen, doch das gilt auch für die Zitrone und ihre Säure. Einfach den Saft auf ein feuchtes Tuch geben, über die Armaturen wischen und trocken polieren. Für Kalkränder am Wasserhahn ein Küchentuch in Zitronensaft tränken und um die betroffene Stelle legen. Nach einer halben Stunde Einwirkzeit lässt sich der Kalk wegwischen.

Backpulver und Essig statt Rohrreiniger

Rohrreiniger kann selbst die Ursache für Verstopfungen sein. Zu viel Reiniger kann im Inneren der Rohre klumpen, da er nicht restlos weggespült wird. Warum also nicht ein natürliches Abführmittel ausprobieren? 

Schütten Sie ein Päckchen Backpulver in den Abfluss und gießen eine Flasche Haushaltsessig nach. Aufgepasst, es beginnt zu schäumen und zu blubbern! Die Mischung zehn Minuten stehen lassen und in der Zwischenzeit etwa drei Liter Wasser erhitzen. Das heiße Wasser in den Abfluss schütten – so reagieren Essig und Backpulver noch intensiver und der Abfluss ist vollends durchgespült.

Bier statt Insektizid

Fruchtfliegen sind besonders im Sommer schneller da als wir sie wieder loswerden. Deshalb müssen Sie nicht zu chemischen Fliegentötern greifen. Sie können auch die Vorliebe der Fliegen für Gärungsmittel nutzen.

Und so entsteht eine natürliche Fruchtfliegenfalle: Füllen Sie eine Schale mit Bier und spannen Frischhaltefolie über die Öffnung. Fixieren Sie das Ganze mit einem Gummi und stechen mit einer Gabel kleine Löcher hinein. Durch die winzigen Öffnungen gelangen die Tierchen zwar in den Behälter hinein, aber nicht mehr heraus.

Essig statt Weichspüler

Weichspüler ist eine Chemiekeule und durch nicht abbaubare Inhaltsstoffe auch noch schlecht für die Umwelt. Gut, dass es auch einen natürlichen Weichmacher gibt: Essigessenz. Geben Sie zum Waschgang etwa 20 ml ins Weichspülerfach - anschließend ist Ihre Wäsche deutlich weicher und der Essiggeruch verfliegt während des Trocknens.

Hier lesen: Waschen wir bald nie mehr bei 60 Grad?

Teebeutel statt Schuhdeo

Schuhe stinken schnell einmal, vor allem Turnschuhe. Mit sogenannten Schuhdeos übertüncht man den Geruch allerdings nur. Die eigentliche Geruchsquelle sind Bakterien, die sich durch Schweiß und langanhaltende Feuchtigkeit ausbreiten. Der natürliche Trick, um alles aufzusaugen: Legen Sie trockene Teebeutel (neu oder gebraucht) in die Schuhspitzen. Die Beutel saugen die Feuchtigkeit auf und sorgen für einen frischen Geruch.

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Spiritus statt Glasreiniger

Beim Fensterputzen verwenden viele zu viel Glasreiniger, wodurch die berühmten Schlieren entstehen. Eine Alternative ist Spiritus. Dieser sorgt dafür, dass das Wasser auf dem Fenster schneller verdunstet, sodass keine Wasserflecke zurückbleiben. Es reicht, einen Spritzer davon ins Reinigungswasser zu geben.

Kaffee statt Raumspray

Der Dunst vom vorhergehenden Kochen hängt häufig länger in der Wohnung als einem lieb ist. Deshalb muss niemand zu künstlichem Raumspray greifen. Gemahlener Kaffee hilft mindestens genauso gut gegen unangenehme Gerüche. Füllen Sie einen Teller mit dem Pulver und stellen ihn in den Raum. Gerüche halten sich in der Luft, da sie sich mit Feuchtigkeitsmolekülen verbinden. Weil Kaffeepulver stark feuchtigkeitsbindend wirkt, werden die Gerüche auf natürliche Weise absorbiert. (ef)

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