Zins-Krieg! ING-Chef pfeift auf Lockvogel-Angebote.
„Nicht um jeden Preis“ING-Chef erklärt, warum die Bank nicht bei Lockangeboten mitzieht

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Seit dem 1. Januar 2025 führt der vormalige Deutsche-Bank-Manager Lars Stoy die ING Deutschland. (Archivbild)
Zins-Krieg in Deutschland! ING-Boss pfeift auf Angebote der Konkurrenz
Der Wettlauf um die höchsten Zinsen ist in vollem Gange, doch die Direktbank ING steigt aus. Deutschland-Chef Lars Stoy macht klar: Wachstum ja, aber „nicht um jeden Preis“. Stattdessen verfolgt die Bank eine überraschende Strategie.
Am Mittwochabend erklärte Stoy in Frankfurt, warum er nichts von reinen Lockvogel-Aktionen hält. Er zielt auf die sogenannten „Zinshopper“ ab – Sparer, die ihr Guthaben für ein paar Extra-Prozente ständig verschieben. Eine solche Kundenjagd sei nicht nachhaltig, so der Chef im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten.
Wettbewerber ködern mit 4-Prozent-Versprechen
Der Druck im Markt ist enorm. Rivalen wie die Digitalbank Chase von JPMorgan Chase oder die Norisbank (gehört zur Deutschen Bank) werben mit vier Prozent Zinsen auf Tagesgeld, wenn auch zeitlich begrenzt. Auch neue Anbieter wie der Online-Broker Trade Republic machen den etablierten Geldhäusern das Leben schwer. Die ING hält mit aktuell 3,2 Prozent für Neukunden über vier Monate dagegen.
Die eigentliche Pointe ist aber die Taktik der ING: Um Kapital im Haus zu halten, machte das Institut ausgerechnet jenen Kunden ein besseres Zinsangebot, die ihr Geld vom Tagesgeldkonto abheben wollten. Ein verblüffender Schachzug, um Abwanderung zu stoppen.
KI und Stammkunden statt schneller Deals
Stoy sieht in der KI „der entscheidende Hebel sein, unsere zehn Millionen Kundinnen und Kunden noch besser, aktiver und personalisierter zu adressieren“. Sein Haus sei aber flexibel genug, um zu handeln: „Wir haben genug Flexibilität, auf Marktgegebenheiten zu reagieren.“ Die Bank, eine Tochter der niederländischen ING, sehe sich „nicht limitiert im Wachstum durch Kampagnen“, wolle aber keine Kunden, die nur dem besten Angebot hinterherjagen. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
