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Ameisen im Haus bekämpfen Die besten Methoden

Ameisen in der Küche sind keine Seltenheit. Mit den richtigen Hausmitteln lassen sie sich vertreiben.

Ameisen in der Küche sind keine Seltenheit. Mit den richtigen Hausmitteln lassen sie sich vertreiben.

Ameisen im Haus? Hier kommen die besten harmlosen Methoden, um Ameisen zu bekämpfen und effektiv zu vertreiben - ganz ohne Chemie.

Kaum rückt der Sommer näher, tauchen auch wieder allerhand lästige Krabbeltiere in unseren Wohnungen auf. Dabei jedes Jahr mit von der Partie: Ameisen im Haus. Ganz egal, ob es nur ein paar vereinzelte Ameisen in der Küche sind oder direkt eine ganze Ameisenstraße in der Wohnung – am besten sollte man schnell handeln, um das Ungeziefer wieder loszuwerden.

Doch es muss nicht direkt Gift oder ein anderes tödliches Mittel sein, denn mit den richtigen Tricks und Hausmitteln lassen sich die Ameisen ebenso zuverlässig vertreiben. Ganz egal, ob schwarze, rote, kleine oder große Ameisen: Hier kommen die besten Tipps, um Ameisen zu bekämpfen – ganz ohne Chemie.

Ursache: Was bedeuten Ameisen im Haus?

Normalerweise bauen Ameisen ihre Nester draußen unter Steinen, in Mauern oder Wandrissen. Dort sind sie ein wichtiger Teil des Ökosystems und keine Schädlinge, sondern können als Nützlinge betrachtet werden. In Blumenbeeten lockern sie die Erde auf und fressen unter anderem auch die Larven von bestimmten Schädlingen.

Anders sieht es jedoch aus, wenn man vermehrt Ameisen im Haus findet. Die Ursache dafür ist in der Regel einfach: Die Ameisen sind auf Futtersuche und werden dabei häufig in unserer Küche fündig. Durch feine Risse in der Wand oder im Boden oder undichte Fenster und Türen haben Ameisen schnell den Weg in unsere Wohnung gefunden. Das Problem: Eine Ameise kommt selten alleine. Denn findet eine Ameise Nahrung im Haus, hinterlässt sie auf dem Weg zum Futter eine Duftspur, um ihren Kolleginnen und Kollegen Bescheid zu sagen. Die Route zur Nahrungsquelle wird also von immer mehr Ameisen genutzt und es entsteht eine Ameisenstraße.

Fliegende Ameisen im Haus: Was bedeutet das?

Normalerweise findet man nur vereinzelte Ameisen im Haus oder im schlimmsten Fall eine Ameisenstraße. Sieht man allerdings fliegende Ameisen im Haus, sollten die Alarmglocken schrillen. Bei geflügelten Ameisen handelt es sich um die Männchen, die für die Fortpflanzung sorgen. Sind diese im Haus unterwegs, befindet sich eventuell irgendwo ein Nest.

Auch nach der Paarung und dem sogenannten Hochzeitsflug kann eine geflügelte Königin den Weg ins Haus finden und sich zum Nestbau in einer Ritze niederlassen. Die Flügel wirft sie dann allerdings ab.

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Ameisen im Haus – was tun?

Sind die Ameisen erst einmal ins Haus vorgedrungen und haben je nachdem bereits Duftstoffe für die anderen Ameisen hinterlassen, sollte man nicht lange abwarten, sondern handeln bevor sich eine Ameisenstraße etablieren kann. Das beste Mittel gegen Ameisen im Haus sind dabei präventive Maßnahmen.

Was hilft gegen Ameisen im Haus?

  • Lassen Sie keine Speisereste herumliegen. Entfernen Sie Essensreste von Küchentresen, Tisch und Fußboden immer sofort, um erst gar keine Ameisen anzulocken.
  • Lagern Sie Vorräte und Essensreste in verschlossenen Behältern mit Gummidichtung. Nur diese halten Ameisen effektiv ab.
  • Ameisen machen auch vor dem Kühlschrank nicht Halt. Lagern Sie die Lebensmittel auch hier in luftdichten Behältern.
  • Lassen Sie kein reifes Obst in Obstschalen liegen. Der süße Duft kann ebenfalls Ameisen anlocken.
  • Auch Futternäpfe von Haustieren sowie Futterreste auf dem Fußboden locken Ameisen ins Haus. Reinigen Sie den Futterplatz regelmäßig und lassen Sie den Napf mit Futterresten nicht zu lange stehen.
  • Lassen Sie Küchenabfälle nicht offen herumstehen, sondern setzen Sie auf Behälter mit Deckel. Im Sommer sollte jeglicher Müll mit Essensresten täglich entsorgt werden, um keine Ameisen anzulocken.
  • Dichten Sie Risse und Fugen in Haus oder Wohnung mit zum Beispiel Silikon ab, damit keine Ameisen mehr hinein gelangen können.
  • Klebende Barrieren an Fenstern oder Türen aus zum Beispiel doppelseitigem Klebeband können Ameisen fernhalten, da sie den Zugang zur Wohnung verhindern.
  • Den Boden mit stark riechenden Reinigern, wie zum Beispiel Essigreiniger, wischen. Ameisen meiden starke Gerüche.

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Ameisen in der Küche werden häufig von Speiseresten angelockt.

Ameisen in der Küche werden häufig von Speiseresten angelockt.

Ameisen bekämpfen: Hausmittel gegen Ameisen im Haus

Sind die Ameisen erst einmal in die Wohnung gelangt, kommt jede vorbeugende Methode zu spät. Um die Ameisen zu bekämpfen, kann entweder auf aggressive Maßnahmen gesetzt werden, welche die Ameisen töten oder auf harmlose und umweltfreundliche Hausmittel, welche die Ameisen genauso zuverlässig vertreiben können.

1. Ameisen bekämpfen mit starken Düften

Ameisen mögen keine starken Gerüche, da sie ihren Orientierungssinn verwirren. Bei Ameisen im Haus hilft es deshalb, ätherische Öle, duftende Kräuter oder auch Hausmittel wie Essig oder Kaffeesatz einzusetzen. Legen oder träufeln Sie Kräuter oder Öl an die Stelle der Ameisenstraße und an die Bereiche, wo die Ameisen in die Wohnung gelangen, zum Beispiel am Fenster oder der Terrassentür.

Welcher Geruch vertreibt Ameisen?

  • Lavendel
  • Minze
  • Wacholderblätter
  • Farnkraut
  • Zitronenschalen
  • Zimt
  • Essig
  • Chili
  • Gewürznelken
  • Knoblauch
  • Thymian
  • Teebaumöl
  • Kaffeesatz

Tipp: Es gibt sogar spezielles „Ameisenöl“ zu kaufen, welches bereits verschiedene Düfte enthält, die Ameisen nicht mögen.

2. Ameisen im Haus mit Kalk oder Kreide vertreiben

Ameisen vermeiden es, mit Kalk oder Kreide in Kontakt zu kommen. Kreidestriche auf dem Fußboden oder Kalk können deshalb helfen, Ameisen zu bekämpfen. Die Insekten werden in der Regel aber versuchen, die Abgrenzungen aus Kreide oder Kalk zu umgehen. Sie ist daher nur eingeschränkt wirksam.

3. Ameisen bekämpfen mit Bier

Ein weiteres Hausmittel gegen Ameisen ist ein Gemisch aus abgestandenem Bier und etwas Honig. Geben Sie die Mischung in eine Schüssel und stellen Sie sie an die Ameisenstraße. Die Ameisen werden vom Duft angelockt, fallen ins Bier und ertrinken.

4. Ameisen bekämpfen mit Backpulver

Eine aggressive und tödliche Methode, um Ameisen zu bekämpfen, ist Backpulver. Dafür wird das Pulver mit etwas Zucker vermischt und an die betroffenen Stellen geschüttet. Die Ameisen fressen das Pulver, welches sich anschließend in ihren Mägen aufbläht.

Diese Methode ist zwar effektiv, aber auch qualvoll für die Tiere. Ob man zu dieser Maßnahme greift, obwohl es harmlose und genauso wirksame Methoden gibt, muss jeder selbst entscheiden. Letztendlich ist dieses Mittel zum Ameisen bekämpfen aber zumindest ungefährlich für Haustiere und besser als Gift aus dem Handel.

5. Ameisen bekämpfen mit Kieselgur

Um Ameisen ihren Weg ins Haus zu versperren, kann ebenfalls Kieselgur, auch Diatomeenerde genannt, eingesetzt werden. Das feine Pulver wird dafür in die Ritzen oder an die Ameisenstraße gestreut. Auch dieses Hausmittel ist allerdings nicht ganz ungefährlich und sollte weder eingeatmet noch in der Nähe von Kindern oder Haustieren eingesetzt werden.

Kommen die Ameisen mit dem Kieselgur in Berührung, wird ihr Panzer beschädigt und sie trocknen aus. Deshalb ist auch diese Methode, um Ameisen zu bekämpfen, tödlich für sie.

Ameisennest bekämpfen

Bauen Ameisen ein Nest ist es oft gut versteckt in Ritzen oder Wänden. In diesem Fall sollten Sie eine Firma für Schädlingsbekämpfung beauftragen. Auch diese können die Ameisen auf Wunsch biologisch bekämpfen.

Befindet sich das Nest an einer zugänglichen Stelle können Sie die gleichen oben genannten Hausmittel einsetzen, mit denen auch Ameisenstraßen bekämpft werden können. Möchte man das Nest umsiedeln, kann ein Blumentopf mit Holzwolle und ein wenig Marmelade gefüllt und mit der Öffnung nach unten über dem Nest platziert werden. Die Ameisen ziehen dann mit der Zeit zusammen mit den Eiern in das neue Nest um. Dieses kann anschließend vorsichtig an einen neuen, weiter entfernten Ort im Freien gebracht werden.

Ameisen mit Gift bekämpfen

Chemische Schädlingsbekämpfungsmittel sind zwar wirksamen, aber haben viele negative Nebeneffekte und können sowohl dem Mensch als auch der Umwelt schaden.

Biozide sind in der Regel giftig für Wasserorganismen, können auch Nützlingen schaden und können auch beim Menschen allergische Reaktionen hervorrufen. Aus diesem Grund raten wir zur Anwendung eines biologischen Mittels gegen Ameisen.

Sind Ameisen im Haus gefährlich?

Wenn Ameisen sich bedroht fühlen, versprühen sie eine Säure, die für das typische Brennen auf unserer Haut sorgt, wenn wir mit ihr in Berührung kommen. Diese geringen Mengen sind für den Menschen jedoch völlig ungefährlich – wenn keine Allergie vorliegt.

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