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ZDF-SerieAbschied und Beförderung bei den „Rosenheim-Cops“

Sarah Thonig übernimmt im November das Polizeisekretariat der „Rosenheim-Cops“. Im Interview spricht die 34-Jährige über die Beförderung der von ihr gespielten Figur Christin Lange. (Bild: 2021 Getty Images/Hannes Magerstaedt)

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Sarah Thonig übernimmt im November das Polizeisekretariat der „Rosenheim-Cops“. Im Interview spricht die 34-Jährige über die Beförderung der von ihr gespielten Figur Christin Lange. 

Aktualisiert:

In wenigen Wochen übernimmt Sarah Thonig als Christin Lange das Polizeisekretariat bei den „Rosenheim-Cops“. Im Interview spricht die 34-jährige Schauspielerin über den Karrieresprung ihrer Figur, den Kultstatus der Serie und ihre große Bewunderung für die scheidende Schauspielerin Marisa Burger.

Es ist ein tiefer Einschnitt für „Die Rosenheim-Cops“ (neue Folgen ab 6. Oktober, dienstags, 19.25 Uhr, ZDF) und ihre Fans: Marisa Burger, die seit dem Start der beliebten Vorabend-Krimiserie die Polizeisekretärin Miriam Stockl spielt, wird das Format nach fast 25 Jahren verlassen.

„Es gabat an Abschied“ heißt ihre letzte Folge, die am Dienstag, 24. November, um 19.25 Uhr, im ZDF, sowie bereits am Dienstag, 17. November, auf zdf.de zu sehen ist. Der vielleicht wichtigste Posten auf dem Polizeirevier bleibt zukünftig jedoch nicht unbesetzt: Christin Lange, gespielt von Sarah Thonig, übernimmt den Job.

„Rosenheim-Cops“: Abschied und Beförderung

Für das treue Publikum ist die aufgeweckte Blondine keine Unbekannte: Gemeinsam mit Marianne Grasegger (gespielt von Ursula Maria Burkhart) stand sie seit 2015 am Empfang. Wie es sich anfühlt, eine Rolle über einen so langen Zeitraum zu verkörpern und dabei auch noch eine Beförderung zu erleben, verrät Thonig im Interview. Auch spricht die 34-Jährige über ihre Routine am Set, ihre Wertschätzung für „Frau Stockl“ und Marisa Burger sowie ihre erste Kino-Hauptrolle in „Kommissar Jennerwein – Hochsaison“ (ab 5. November).

Frau Stockl hat im Büro bei den „Rosenheim-Cops“ fast 25 Jahre lang den Ton angegeben. Wie übernimmt man einen Schreibtisch, an dem so viel Seriengeschichte klebt?

Sarah Thonig: Mit ganz viel Wertschätzung und Leidenschaft für diese Serie. Die Quoten sprechen ja für sich: Es gibt so viele Menschen, die „Die Rosenheim-Cops“ leidenschaftlich gerne gucken. Für diese Menschen wie auch für mich, die ich diese Serie schon sehr, sehr lange im Leben habe, ist diese Übergabe natürlich eine große Veränderung. Dieser Kultstatus, den sich Marisa Burger als Frau Stockl in rund 25 Jahren erarbeitet hat, verdient auch einfach ganz viel Wertschätzung.

Sarah Thonig wurde in München geboren. Nach dem Abitur spielte sie im „Jungen Resi“ am Residenztheaer München. Es folgten Rollen in verschiedenen Fernsehproduktionen.  (Bild: 2024 Getty Images/Andreas Rentz)

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Sarah Thonig wurde in München geboren. Nach dem Abitur spielte sie im „Jungen Resi“ am Residenztheater München. Es folgten Rollen in verschiedenen Fernsehproduktionen.

Wie würden Sie sich diesen Kultstatus der Serie erklären? Was sind die Erfolgsrezepte?

Thonig: Ich finde es total schön, dass Sie schon den Plural verwenden, weil ich glaube, genau das ist es. Es gibt Formate, die man wirklich so pur an einer Figur oder einem Aspekt festmachen kann. Bei den „Rosenheim-Cops“ ist das anders, weil da so vieles zusammenkommt: Es ist nicht nur die Tatsache, dass da meistens die Sonne scheint. Es ist nicht nur der bayerische Humor. Es ist nicht nur der Eskapismus oder die Unterhaltung. Sondern für mich ist der Erfolg der „Rosenheim-Cops“ wie ein Uhrwerk: Alles greift ineinander. Die Serie hat eine Leichtigkeit, ohne komplett platt zu wirken, Sie erfüllt ein ganz klares Erzählversprechen, ohne redundant und langweilig zu sein. Hinzukommt der Aufbau der Geschichte: Zum A-Plot, dem Kriminalfall, kommt immer auch ein B-Plot mit den alltäglichen Geschichten aus dem Kommissariat, die für die Figuren immer eine besondere Bedeutung und emotionale Wertigkeit haben. Und trotzdem weiß man ganz genau, dass am Schluss alles wieder gut ist, wie im Märchen oder in einem Disney-Film. Und ich glaube, das gibt dem Publikum ein Gefühl von Sicherheit und von Verlässlichkeit.

„Ich glaube, Unterhaltung ist einfach ein sehr hohes Gut“

Spielt der bayerische Dialekt auch eine Rolle?

Thonig: Total! Das finde ich auch immer so spannend! Demnächst startet die Romanverfilmung „Kommissar Jennerwein - Hochsaison“ im Kino, in der ich an der Seite von Florian Brückner eine der Hauptrollen übernehmen darf. Der Film spielt auch in Bayern, genauer gesagt in Garmisch, und hat auch diesen typischen bayerischen Humor. Da stellten sich anfangs auch ganz viele die Frage: Ist das jetzt wie der Eberhofer? Klar, hat der Film gewisse Parallelen zu anderen bayerischen Krimiformaten. Natürlich gibt das den Macherinnen und Machern auch eine gewisse Sicherheit, wenn sie wissen: So ein Format hat schon einmal funktioniert. Aber nur weil etwas schon einmal funktioniert hat, sollte man bei neuen Formaten doch versuchen, seinen eigenen Ton zu finden.

„Kommissar Jennerwein - Hochsaison“ ist Ihr erster Kinofilm ...

Thonig: Genau! Das ist noch mal eine ganz neue Schublade für mich. Und ich bin schon sehr aufgeregt! Kürzlich hatten wir eine Vorabpremiere, bei der ich dann auch zum ersten Mal realisiert habe, wie groß diese Leinwand ist. (lacht) Ich glaube, es ist ganz gesund, sich von so was im Vorfeld, beim Dreh nicht verrückt machen zu lassen.

Seit 2015 stehen Frau Grasegger (Ursula Maria Burkhart, links) und Frau Lange (Sarah Thonig) gemeinsam am Empfang.  (Bild: ZDF/Bojan Ritan)

Copyright: ZDF/Bojan Ritan

Seit 2015 stehen Frau Grasegger (Ursula Maria Burkhart, links) und Frau Lange (Sarah Thonig) gemeinsam am Empfang. (Bild: ZDF/Bojan Ritan)

Worauf darf sich das Publikum hier freuen?

Thonig: Es ist eine Buchverfilmung. Die zugrundeliegende Reihe von Jörg Maurer umfasst inzwischen 16 Bücher. Es gab schon einmal eine Verfilmung. Nun wird die Idee aber neu fürs Kino aufgelegt. Es ist ein bayerischer Krimi, den man aber überhaupt nicht mit den „Rosenheim-Cops“ vergleichen kann. Und trotzdem würde ich sagen: „Wenn man gerne 'Die Rosenheim-Cops' guckt, mag man vielleicht auch 'Kommissar Jennerwein'.“ Der Film ist einfach sehr unterhaltsam. Und ich glaube, Unterhaltung ist einfach ein sehr hohes Gut.

„Es gibt ganz viel, was ich an Marisa wahnsinnig schätze“

Zurück zu den „Rosenheim-Cops“: Was kann Frau Lange von Frau Stockl lernen?

Thonig: Ich wünsche mir, dass sie diese Beständigkeit und diese Verlässlichkeit übernimmt: Frau Stockl hat alle Informationen, sitzt am Schreibtisch und hält den Laden zusammen. Ansonsten existiert Frau Lange als Figur schon so lange, dass ich mich da nicht neu reinfinden muss. Das ist ein sehr schöner Zufall für mich als Schauspielerin, dass ich insofern niemanden ersetzen muss. Und mir selbst macht es natürlich sehr, sehr viel Spaß, diese Rolle zu spielen.

Gibt es irgendetwas, was Sie sich von der Schauspielkollegin Marisa Burger abgeschaut haben?

Thonig: Ich bin generell nicht der Mensch, der sagt: „Das muss ich übernehmen!“, sondernversuche,e meinen eigenen Weg zu gehen. Aber es gibt ganz viel, was ich an Marisa wahnsinnig schätze und bewundere. Das fängt schon damit an, dass Marisa einfach immer Stilhat –- während ich morgens in der Jogginghose auftauche. Das hätte ich mir von ihr abschauen können, hat aber irgendwie nicht funktioniert. (lacht)

Christin Lange (Sarah Thonig) interessiert sich auch für die privaten Probleme und Geschichten ihrer Kollegen. Für den Controller Daniel Donato (Paul Brusa) legt sie in der neuen Folge „Die Rosenheim-Cops: Der letzte Ton“ (Dienstag, 27. Oktober, 19.25 Uhr, ZDF) sogar ein Online-Dating-Profil an.  (Bild: ZDF/Linda Gschwentner)

Copyright: ZDF/Linda Gschwentner

Christin Lange (Sarah Thonig) interessiert sich auch für die privaten Probleme und Geschichten ihrer Kollegen. Für den Controller Daniel Donato (Paul Brusa) legt sie in der neuen Folge „Die Rosenheim-Cops: Der letzte Ton“ (Dienstag, 27. Oktober, 19.25 Uhr, ZDF) sogar ein Online-Dating-Profil an. (Bild: ZDF/Linda Gschwentner)

Wenn wir gerade dabei sind: Wie sieht ein typischer Drehtag am Set der „Rosenheim-Cops“ für Sie aus?

Thonig: Ich bin ein Mensch, der wahnsinnig gerne Routinen mag. Ich mag es, wenn es einen klaren Fahrplan gibt, wann ich wo zu sein habe. Auf der anderen Seite brauche ich aber auch immer wieder neue Impulse. Deshalb ist so ein Drehalltag im Studio genau richtig für mich: Denn kein Tag ist wie der andere. Du drehst jeden Tag andere Szenen, springst oft zwischen den Büchern, denn wir drehen immer mehrere Folgen parallel. Und trotzdem gibt diese Dinge, die ganz klar geregelt sind: Es ist meistens die gleiche Zeit, in der du in der Maske loslegst. Du kennst die Menschen schon lange, du kennst die Abläufe, weißt, dass es erst in die Maske und dann ins Kostüm geht. Dann sagt dir schon irgendjemand, dass du den Kaffee jetzt noch „ganz schnell“ trinken darfst, aber eigentlich schon bei der Textprobe sein solltest. Diese klaren Abläufe braucht es bei so vielen Menschen vor und hinter der Kamera aber auch.

Miriam Stockl (Marisa Burger, links) wird „Die Rosenheim-Cops“ in der Folge „Es gabat an Abschied“ (Dienstag, 24. November, 19.25 Uhr, ZDF) verlassen. Das dann unbesetzte Polizeisekretariat übernimmt fortan Christin Lange (Sarah Thonig). (Bild: ZDF/ Linda Gschwentner)

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Miriam Stockl (Marisa Burger, links) wird „Die Rosenheim-Cops“ in der Folge „Es gabat an Abschied“ (Dienstag, 24. November, 19.25 Uhr, ZDF) verlassen. Das dann unbesetzte Polizeisekretariat übernimmt fortan Christin Lange (Sarah Thonig). (Bild: ZDF/ Linda Gschwentner)

Inwieweit haben sich diese Abläufe für Sie verändert, seit Ihre Rolle in der Serie wichtiger ist?

Thonig: In den Grundzügen ist es gleich geblieben. Natürlich habe ich jetzt mehr zu tun. Mein neuer Schreibtisch steht auch in einem anderen Studio als mein altes Büro, das ich mir mit der Frau Grasegger geteilt habe. Aber es sind immer noch die gleichen Leute, ich bin immer noch die gleiche, und der Tag ist nicht viel anders.

Was vermissen Sie an Ihrem alten Studio?

Thonig: Frau Grasegger! Es wäre auch traurig, wenn es nicht so wäre. Das Studio war jetzt über zehn Jahre unser Büro und unser Platz. Ich glaube, im Studio sind auch noch an vielen Stellen irgendwelche Gummibärchen und andere Sachen von mir versteckt. Man hinterlässt ja immer was. Man ist ja auch immer noch da. Jetzt stehe ich halt auf der anderen Seite von der Theke. Und ich ertappe mich immer noch dabei, dass ich bei der Stellprobe konsequent auf die falsche Seite laufen will. (lacht)

„Es wäre naiv, sich von so einem Schubladendenken komplett zu distanzieren“

„Es gabat a Leich“ war der charakteristische Satz für Frau Stockl. Wird es bei Frau Lange einen vergleichbaren Satz geben?

Thonig: Nee, ich glaube, das wäre auch ganz anmaßend zu sagen: „Ich habe jetzt übrigens auch einen ikonischen Satz!“ Wenn ich mir den jetzt ganz schnell aneignen würde, wäre er am Ende auch nur so drauf gesetzt und nicht organisch. Natürlich würde ich mich ganz dolle freuen, wenn jemand in 25 Jahren sagt: „Das war ja total kultig, was du da gemacht hast!“ Aber ich finde es ganz falsch zu sagen, dass ich das so auf die Schnelle mal hinkriege.

Sie bilden das aktuelle Team bei den „Rosenheim-Cops“ (von links): Polizeiobermeisterin Pia Arnbruck (Katharina Plank), Kriminalhauptkommissar Anton Stadler (Dieter Fischer), die baldige Sekretärin Christin Lange (Sarah Thonig), Polizeidirektor Gert Achtziger (Alexander Duda), Kriminalhauptkommissarin Julia Beck (Michaela Weingartner) und Polizeiobermeister Michi Mohr (Max Müller). (Bild: ZDF/Linda Gschwentner)

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Sie bilden das aktuelle Team bei den „Rosenheim-Cops“ (von links): Polizeiobermeisterin Pia Arnbruck (Katharina Plank), Kriminalhauptkommissar Anton Stadler (Dieter Fischer), die baldige Sekretärin Christin Lange (Sarah Thonig), Polizeidirektor Gert Achtziger (Alexander Duda), Kriminalhauptkommissarin Julia Beck (Michaela Weingartner) und Polizeiobermeister Michi Mohr (Max Müller). (Bild: ZDF/Linda Gschwentner)

Teil des Inventars der „Rosenheim-Cops“ sind Sie nach über zehn Jahren aber auch schon. Wie hätten Sie damals reagiert, wenn Ihnen jemand so ein langes Engagement inklusive einer Beförderung Ihrer Figur prophezeit hätte?

Thonig: Tatsächlich denke ich manchmal über diese Frage nach. Mit Sicherheit wäre ich mit dieser Information anders in die Serie eingestiegen. Sie hätte mir aber auch diese Freude von Jahr zu Jahr genommen, dass man das weitermachen darf. Die Schauspielerei ist ein eher unsicherer Beruf. Da ist es schon das schönste Geschenk, wenn du eine Serie oder einen Film drehen darfst und dadurch weißt, was du in den nächsten vier Wochen machst. Dementsprechend bin ich sehr froh, dass mir das damals niemand gesagt hat, weil dann sicher Leute von außen gesagt hätten: „Oh, willst du dich wirklich für zehn Jahre verpflichten?“ Und jetzt sage ich: „Natürlich, ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn das noch zehn Jahre weitergeht!“ Ich habe in den letzten zehn Jahren einfach gesehen, wie schön das ist, so eine Konstante im Leben zu haben. „Die Rosenheim-Cops“ haben mir auch die Möglichkeit gegeben, ganz viele andere Sachen hinter der Kamera auszuprobieren.

Das heißt, Angst, schon als junge Schauspielerin in einer bestimmten Schublade zu landen, haben Sie nicht?

Thonig: Ich glaube, es wäre naiv, sich von so einem Schubladendenken komplett zu distanzieren. Es ist eher gesund, sich über diese Strukturen Gedanken zu machen, und sei es nur, um das Bewusstsein dafür zu haben, und sich zu fragen, wie man damit umgehen möchte. Ich weiß, dass es dieses Schubladendenken gibt. Ich sehe mich selbst aber lieber als eine Kommode mit vielen verschiedenen Schubladen. Wir sagen das so oft so despektierlich: „Man ist in einer Schublade.“ Aber ich habe zu Hause so Kruschtelschubladen. Da ist wirklich alles drin, vom Teelöffel über den Tesafilm bis hin zu Gummibärchen. Also es ist bunt. Und ich weiß nicht, ob das jetzt anmaßend ist, aber dank der „Rosenheim-Cops“ durfte ich in den letzten zehn Jahren auch beweisen, dass ich mehr als diese eine Rolle kann. Dadurch, dass Frau Lange keine Hauptrolle war, konnte ich nebenher studieren, ich konnte andere Sachen drehen ... Das würde ich gerne weiter beibehalten. Das heißt nicht, dass man nicht auch seine Spezialgebiete haben darf, oder dass man nicht auch mal mit Klischees spielen kann, aber ich würde mich ungern auf eine Sache limitieren wollen.

„Das wäre auch traurig, wenn einen niemand erkennt“

Wie hat sich Ihr Leben durch „Die Rosenheim-Cops“ eigentlich verändert? Werden Sie häufig auf der Straße erkannt?

Thonig: Ich merke schon, dass es irgendwie mehr geworden ist. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich inzwischen öfter nach der Arbeit mit diesen süßen Kringellöckchen und geschminkt zum Supermarkt gehe. Vielleicht achte ich inzwischen auch einfach mehr darauf. Aber ich finde es schön! Das wäre ja auch traurig, wenn einen niemand erkennt und niemand anspricht, weil das auch ein bisschen impliziert würde, dass niemand „Die Rosenheim-Cops“ schaut.

Sie haben eine abgeschlossene Drehbuchausbildung. Könnten Sie sich vorstellen, selbst mal ein Drehbuch für „Die Rosenheim-Cops“ zu schreiben?

Thonig: Nein, wir haben ganz tolle Autorinnen und Autoren. Ich habe an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Kommunikationswissenschaften studiert und bin in den letzten zehn Jahren als Producerin aktiv gewesen. Ein zweites Standbein hinter der Kamera sozusagen. Der Abschluss an der Drehbuchschule liest sich gut im Lebenslauf. Mein Besuch dort war aber vielmehr mit dem Wunsch verknüpft, mir noch mehr Wissen zu dem Beruf anzueignen. Ich würde nie sagen: „Ich bin Drehbuchautorin.“ Das war auch nie mein Plan. Ich liebe Film, und ich liebe fiktionales Erzählen. Ich wollte die Mechanik dahinter noch mehr verstehen. Dieses Wissen bringt mir auch als Schauspielerin viel, weil ich so die Abläufe besser verstehen kann.

Hätten Sie trotzdem eine Idee, was Sie als Frau Lange gerne einmal erleben würden?

Thonig: Ideen hätte ich ganz viele! Ich bin aber sehr zurückhaltend, anderen Leuten schlaue Sachen vorzulegen. Deswegen: Ich freue mich über die Ideen von unseren Autorinnen und Autoren! Aber dieses Mitermitteln macht schon sehr viel Spaß. (tsch)