Yasmina Filali hat in der neusten Folge des Podcasts „M wie Marlene“ von Marlene Lufen über ihre schwierige Kindheit gesprochen. Dabei verriet die Schauspielerin auch, dass sie im Heim damals unter Drogen gesetzt wurde.
Partnerin von Thomas HelmerYasmina Filali wurde im Kinderheim unter Drogen gesetzt

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Yasmina Filali und Thomas Helmer sind inzwischen wieder ein Paar. (Bild: 2016 Getty Images/Christian Augustin)
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Als Yasmina Filali gerade einmal zweieinhalb Jahre alt war, kehrte ihr Vater der Familie den Rücken. „Das war ein großer Einschnitt in meinem Leben und im Leben meiner Mutter“, erzählt die bekannte Schauspielerin im Podcast „M wie Marlene“ von Marlene Lufen.
Ihre Mutter sei mit der Situation überfordert gewesen, berichtet sie weiter - also lief Yasmina Filali schon mit zehn Jahren von zu Hause weg.
Yasmina Filali: „Ich wusste einfach. Das ist der Untergang“
„Das war natürlich nicht ganz durchdacht von mir“, gesteht die heute 51-Jährige. Sie sei nach der Schule bis 19 Uhr in einem Hort gewesen und habe dann eine Freundin überredet, anschließend mit ihr zusammen abzuhauen. „Lass uns untertauchen in Hamburg, wo uns keiner findet auf der Reeperbahn“, habe sie damals gesagt. „Eine total bescheuerte Idee“, ist Yasmina Filali längst klar.
Die beiden jungen Mädchen seien dann in der Nacht aufgegriffen worden. Für ihre Freundin ging es zurück nach Hause, für Yasmina Filali zunächst in ein Übergangsheim, dann für acht Jahre in ein Kinderheim in Hamburg.
„Ich wollte wirklich nicht mehr nach Hause. Ich wusste auch, dass es nicht mehr geht“, erinnert sie sich im Podcast. Im Heim sei ihre Kindheit allerdings nicht gerade rosig weiter verlaufen.
„Es war einfach ein Pool von Gewalt und Aggression, was ich gar nicht gewohnt war“, erzählt Yasmina Filali. Denn als eines von wenigen Kindern dort habe sie keine Berührungen mit Gewalt und Drogen gehabt. „Ich war wirklich völlig überfordert“, berichtet der TV-Star. Marlene Lufen fühlt mit: „Das ist ja irre schlimm für das Nervenkostüm von Kindern.“ Prügeleien und Drogenkonsum seien die Normalität gewesen, stellt Yasmina Filali klar.

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Yasmina Filali war im Podcast „M wie Marlene“ zu Gast. (Bild: 2023 Getty Images/Gerald Matzka)
Dabei sei sie selbst ihrer Aussage nach die Einzige im Heim gewesen, die sich von Drogen ferngehalten habe. „Die haben mir irgendwann mal einen Hasch-Keks gegeben, weil sie es witzig fanden, (...) weil sie mal sehen wollten, was passiert, wenn man mir einen Hasch-Keks gibt“, schildert die „Die Rote Meile“-Darstellerin. „Ich war so panisch.“
„Ich wusste einfach: Das ist der Untergang bei uns, wenn du deine Kontrolle verlierst, wenn du nicht mehr Herr deiner Sinne bist“, sei sie sich der Gefahr sehr bewusst gewesen. Also sei sie an dem Tag sechs Stunden lang mit der U-Bahn immer nur hin- und hergefahren, „weil ich einfach unter Leuten sein wollte, weil ich Angst davor hatte, was passieren könnte, wenn ich jetzt im Heim bleibe, so wie ich irgendwie bin“, erzählt sie.
„Aber das hat eben auch dazu geführt, dass ich nie angefangen habe, Drogen zu nehmen“, sagt Yasmina Filali. Bis sie 26 Jahre alt war, habe sie auch keinen Tropfen Alkohol angerührt. „Ich bin relativ gesund aus diesem Umfeld hervorgegangen“, sieht sie das Positive aus dieser schwierigen Zeit. Mit 18 Jahren musste sie das Heim verlassen und alleine klarkommen. Sie nahm erste Modeljobs an, weil sie dafür eine Unterkunft gestellt bekam - und startete schließlich als Schauspielerin durch.
Ihren Durchbruch feierte Yasmina Filali in der erfolgreichen Serie „Die Rote Meile“. Anschließend war die Schauspielerin immer wieder in verschiedensten Produktionen zu sehen - unter anderem in „Die Rosenheim-Cops“, „Alarm für Cobra 11“ und der „SOKO“-Reihe -, wurde aber auch als Ehefrau vom Ex-Fußballprofi Thomas Helmer bekannt, mit dem sie seit 2005 verheiratet ist. Nach der Trennung 2022 verkündeten sie im Juni dieses Jahres ihr Liebes-Comeback. (tsch)
